Eurorettung als Gefahr für die Demokratie

“Doch wenn diejenigen, die vorsorgen, etwas zur Seite legen und glauben, sie hätten am Ende ihres Berufslebens mehr in der Tasche als diejenigen, die zeitlebens in den Tag gelebt haben, feststellen, dass sie getäuscht, betrogen und verkauft wurden, dann wird dies zum Sprengsatz für unsere Gesellschaft. Dann ist nicht nur die griechische Demokratie in Gefahr, sondern bald auch unsere….” (hier)

5 comments

  1. PP

    Zu den Langzeitfolgen der Entsparung der Gesellschaft kommen wir noch. Nicht gleich, nicht bald, aber dafür später umso heftiger!
    Freilich ist Sparen zutiefst antisozial(istisch). Der sozialistische Mensch hat keinen Grund zu sparen, weil er sich auf die sozialistische Gesellschaft verlassen kann.
    Fein soweit, wären da nicht diese kleinen, fiesen Unterschiede, die den nichtsozialistischen Menschen ausmachen.
    Der Mensch ist auch deshalb so weit gekommen, weil er sozial war. Und er wird auch daher weiter kommen. Er wird immer dann zurückgeworfen werden, wenn er sozialistisch wird.

    “Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht es, dass ein Ding kein Gift sei.”
    – Paracelsus

  2. Fragolin

    Zu dem Irrtum, mit Sparbüchern oder Versicherungen vorgesorgt zu haben:
    Vorgesorgt hat man, wenn man in einem eigenen Haus sitzt, einen eigenen Garten hat und ein kleines Wäldchen für die Brennholzversorgung, einen Keller voller Vorräte und bleibender Werte wie Whisky, Wein und Gold. Vielleicht auch Schmuck und Sammlermünzen, Kunstgegenstände und Unternehmensbeteiligungen. Außerdem die Fähigkeit und Möglichkeit, wenig auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, egal ob bei Wasserrohrbruch oder Stromausfall.
    Wer Vorsorge immer nur als das Horten von Geld in der Hoffnung seiner wunderbaren Vermehrung versteht, ist den Priestern des Gottes Mammon auf den Leim gegangen. Geld kann man nicht essen, es hält nicht warm und macht nicht satt; es ist nur eine Tauschkrücke. Gold und Silber können ihren Tauschwert immer behalten, aber bunte Papierzettelchen oder virtuelle Buchungssätze kann ich sofort und für immer für wertlos erklären.
    Es gab schon einmal Zeiten, als man Milliarden für ein Brot zahlen musste. Wie kann man nach solchen Erfahrungen immer und immer wieder glauben, das Ansparen einiger Tausender könne einem übermorgen die Sorgen verkleinern? Vielleicht bekomme ich schon morgen für das Geld keine Semmel mehr zu kaufen.
    Vorsorge liegt niemals auf Bankkonten; wer das glaubt ist auf eine linke Propaganda hereingefallen, die dem ahnungslosen Pöbel die unwahre Gleichung Kapital=Geld solange einhämmert, bis keiner mehr begreift, dass alles, was einen Tausch- oder Produktionswert besitzt, Kapital ist, Sogar das eigene Wissen und Können. Geld ist der universelle Umrechnungsfaktor der Neidgetriebenen.
    Vorsorge liegt immer im Wissen und Können. Vorgesorgt hat nicht der, der bunte Papierfetzen in der Hand hält in der Hoffnung auch morgen noch einen Fisch kaufen zu können. Vorgesorgt hat, wer weiß wie man eine Angel baut und Fische fängt.

  3. H.Trickler

    Dass das kleine Sparschwein nichts mehr abwirft ist echt ärgerlich. Dass grosse Sparschweine nur noch Kosten verursachen lässt sich vermeiden. Beides wird nicht zu einer Revolution der Massen führen.
    .
    Dass im Westen die Gelddruckerei eine gescheite Wirtschaftspolitik ersetzt hat, wird sich eher früher als später rächen, und dieser Crash wird die Massen mobilisieren. Welcher Kurs dann aber sinnvollerweise gewählt werden sollte, davon habe ich wenig gehört?

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