EU: Wann kommt endlich die Fegefeuerlöscherpflicht?

“….Für alles gibt es in Europa Verordnungen. Die EU macht Bananen kindersicher und dämmt Apfelkerngehäuse. Nur in einem Punkt versagt Brüssel kläglich: bei der Regelung des Lebens nach dem Tod….” (funny, hier gehts weiter)

8 comments

  1. Rado

    Ich pfeife auf diese EU mit ihren Kommissaren die mich regieren und ihrem Alibiparlament, das mich ausnimmt wie einen Goldesel, mich erzieherischem Ton belehrt und wie ein zurückgebliebenes Kind behandelt.

  2. Nietzsche

    Liebe Güte, hoffentlich bringt das die Brüsseler Supergehirne nicht auf dumme Gedanken!

  3. Thomas Holzer

    @Nietzsche
    Aber nicht doch!
    Erst wenn das Leben von pränatal bis postmortal jedes einzelnen Insassen der EU durchkontrolliert ist, ist die aufopferungsvolle, selbstlose Tätitgkeit “unserer” Politikerdarsteller erfüllt 😉

  4. AD

    Fegefeuerlöscher???
    dachte dass das Fegefeuer vor einiger Zeit “abgeschafft” wurde…….aber vielleicht war ja der Grund der, dass man den kranken Gehirnen der EUdSSR-Bürokratie das Leben und Regulieren nicht zu schwer machen wollte

  5. gms

    Riso,

    > Richtig, das Fegefeuer hat Martin Luther 1530 abgeschafft.

    Die Verwirrung ist leicht erklärt. “Fegefeuer” ist im EU-Kontext kein Wort der postmortalen Begriffsdomaine, sondern durchaus weltlicher Natur. Im Zusammenhang mit der ebenfalls zur Debatte stehenden Regelung der hinkünftig maximalen Leistungsaufnahme von Staubsaugern für den Privatgebrauch, stand für umsichtige und gewissenhafte Technokraten zu befürchten, Bürger würden daraufhin Haustaub in geschlossenen Räumen vermehrt jener thermischen Behandlung zuführen, die einer sog. Brandrodung unverbauter Flächen entspricht.

    Das Ansinnen, feuerfegende Personen bei deren reinigender Tätigkeit im Privatbereich zur Vorhaltung fegefeuerbegrenzender Einrichtungen zu verpflichten, kann demgemäß als stringent und vernünftig betrachtet werden. Zugleich wurde mit Augenmaß auf überschießende Regelungen verzichtet, etwa durch das Verwerfen einer im Vorfeld der Beschlußfassung erwogenen Bereithaltung von zwei Löschfahrzeugen der Feuerwehr bei privaten Feuerfegungen in einem 12,6 Quatratmeter übersteigenden Umfang.
    [Anm.: Der tatsächlich festgesetzte Schwellwert liegt nun bei 22 qm, was der Größe des EU-Standardzimmers entsprich. Die Formel für die Anzahl nötiger flankierender und von professionellen Brandmeistern betriebenen Löschzügen findet sich in Verordnung EU-2014-222, Punkt 3 lit. c. Unter 22 qm erfüllt jeder herkömmliche und für Brandklasse D geeignete Feuerlöscher zugleich die Fegefeuerlöschernorm.]

    Gewerblich genutzte Staubsauger werden auch hinkünftig bezüglich Leistungsaufnahme nicht gedeckelt, ein vermehrtes Umsteigen auf pyrobasierte Reinigungstechniken für Gebäudeinnenflächen ist daher bei Professionalisten nicht erwartbar, was wiederum Auflagen zur Absicherung ungewollter Säuberungsexzesse durch kommerzielle Anbieter als nicht geboten erschienen ließ. Sollte sich diese Einschätzung des Gesetzgebers als unpräzise erweisen, so sind, und dies darf als ein begrüßenswerter Fortschritt der Rechtsgeschichte in der EU gefeiert werden, in oben genannter Verordnung Haftungsansprüche an den Staat mit den daraus allfällig zu gewährende Zuschüssen zu Bestattungskosten gelistet.

    Besagte absolut innovative Teilübernahme von Aufwänden für und rund um Beerdigungen mit kausalem Bezug zu gewerblichen Feuerfegungen haben das Mißverständnis begünstigt, es handle sich bei der Fegefeuerlöscherpflicht um eine postmortale Aspekte betreffende Regelung.

    Nicht minder im Diesseits verortet ist die in der Verordnung EU-2014-222 Punkt 4 geregelte ergonomische Ausgestaltung von Särgen. Anders als von polemischen EU-Hetzern mit Hang zu makabren Scherzen behauptet, steht definitiv nicht die Bequemlichkeit des Inliegenden im Fokus gesetzgeberischer Voraussicht, sondern erwart- und berechenbare Klimaschutzvorteile durch die Vermeidung jener die biologische Verbrennung [Anm.: Verwesung] beeinflussenden Druckstellen an Leichen durch inadäquat gepolsterte Sarginnenseiten.

    Zugleich erfüllt diese Regelung erstmalig die Synthese genderwissenschaftlicher Zugänge mit jenen der Physik. Im Begleittext zur EHV-2014 (“Erweiterte Heilsverordung”) findet sich auf knapp 6.000 Seiten eine leicht verständliche und mit zahlreichen Bildern und Tabellen versehene Anweisung, wie soziales und biologisches Geschlecht zur Co2-korrekten Ausgestaltung von Sarginnenseiten zu berücksichtigen sind. Die im Gesetzgebungsverfahren insbesondere von der Gemeinde Wien thematisierten erwartbaren und erhöhten Schulungskosten für Bestattungsunternehmen wurden mit einem ausreichend dotierten EU-Fonds ebenso adressiert, wie mit dem neu auf EU-Ebene eingeführten Beratungszentrum für politisch korrekten Klimaschutz.

  6. Rennziege

    10. Mai 2014 – 15:34 gms
    Klingt satirisch, was Sie schreiben, ist aber ein konkreter Blick in die Zukunft.

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