Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark: “Das alles dürfte im Chaos enden”

“…..Folgen die Zentralbanken ihrer bisherigen Logik, würden sie sich nicht scheuen, noch innovativer zu werden und die Belastbarkeit neuer Instrumente zu testen. Das heißt insbesondere: die Ausweitung der “mengenmäßigen Lockerung” der Geldpolitik und Negativ-Zinsen auf breiter Front durchzusetzen.
Dafür gibt es aber Grenzen der Akzeptanz und erhöht den Anreiz zur verstärkten Bargeldhaltung, was wiederum ganz offensichtlich die Zentralbankpolitik ins Leere laufen lassen würde. In letzter Konsequenz führt dies zur Abschaffung des Bargelds und zur Entmündigung der Bürger. Das alles dürfte im Chaos enden….” (hier)

8 comments

  1. sokrates9

    Deprimierend; Alle mit Verstand sind von der Politik ausgeschieden worden und betrachten nun 1. Reihe fußfrei das sich abzeichnende Desaster!

  2. Fragolin

    Und wieder ein EX…
    Wenn es eines Beweises badarf, wie korrupt und versumpft das gesamte System ist, dann muss man sich nur anschauen, dass grundsätzlich nur EX-Funktionäre den Mund aufbekommen. Solange sie sich am Futtertrog drängeln, grunzen sie mit den Schweinen; erst im Ausgedinge, wenn ihnen der Metzger nix mehr anhaben kann, fangen sie an zu quieken. Das ergibt ein Sittenbild unter unserer moralisch ach so hochwertigen Elite, das einem das Speiben kommt.
    Werden wir wirklich ausnahmslos von korrupten A*löcherln regiert, beherrscht, verschaukelt?
    Und wenn ja: Was hat der Versuch mit der Demokratie jetzt wirklich besseres gebracht als irgend eine andere Herrschaftsform?

  3. Reini

    … das die Finanzkrise nur hinausgeschoben wurde, lag auf der Hand, nur wann die nächste Ausbricht, bzw. die verschobene ans Tageslicht kommt ist das Rätsel. … wie heißts so schön, das verflixte 7.Jahr! …

    … als EX kann man es sagen: “das alles dürfte im Chaos enden”.
    … warum sagt man die Wahrheit nicht wenn man im Amt ist???? … das wusste er doch schon vorher!!!…
    … ach so, man darf die Börsen nicht nervös machen!

  4. Thomas Holzer

    @Reini
    Der Herr Stark hatte wenigstens den Anstand, zurückzutreten, wenn auch sehr spät und viel zu leise!
    Die anderen Ex, wie z.B. die Verfassungsrichter, welche sich für den Herrn Seehofer engagieren, haben bis zur Pension gewartet, sich im Sinne des Rechtes zu äußern

  5. gms

    Ehrenmitglied der ÖBB,

    “Herr Stark : auf wienerisch. ja eh.. und was tun wir dagegen?”

    Wenn vielleicht nicht der dringlichste Punkt, so dennoch ein entscheidender, ist die Aneigung von Wissen um die Hintergründe. Solange der Bürger keinen Tau hat, welches Spiel seit den Gründungen der Zentralbanken, inkusive ihrer Dachorganisation BIS sowie Worldbank und IMF, mit ihm abgezogen wird, gehen seine Forderungen nach möglichen Abhilfen in der Regel in die falsche Richtung.

    Dann und nur dann, wenn Common Sense ist, daß das weltweite Geldsystem als einbetoniertes Kartell in den Händen weniger Privater liegt, die damit seit über einem Jahrhundert schon ihre eigenen Interessen verfolgen, läßt sich auch die Historie richtig interpretieren und die Zustände, zu denen dies heute führte.

    de.wikipedia.org/wiki/Group_of_Thirty

  6. wbeier

    War Herr Stark nicht auch ein Apologet des Schuldgeldsystems? Bekommen die ehemaligen Apostel plötzliches Muffensausen weil ihnen der eigene Popanz unheimlich wird?
    So lange jeden Euro/Dollar in unseren Geldbörseln irgendwo, irgendwer schuldig ist, funktioniert das Ding ja scheinbar und auch die Brüsseler Notenpresse läuft nur synchron der rapide steigenden Verschuldung der Haushalte. So gesehen mag dieses System in alle Ewigkeit fortgeschrieben werden wenn der Zins so weit gedrückt werden kann um den Zinsendienst zu sichern.

  7. gms

    wbeier,

    Herr Stark ist eine tragische Figur, die, wie viele andere deutsche Ökonomonen ebenfalls, an die Wirksamkeit verbriefter Regeln glaubten, im Anlaßfall den Vertrag von Maastricht und das EZB-Mandat. Als Maastricht konsequent ausgehöhlt wurde und zugleich die EZB amoklief, opponierte er zunehmend lauter, bis er irgendwann resignierend das Handtuch warf.

    Wer sich mit Hunden bettet, wacht mit Flöhen auf. Jürgen Stark war nicht der erste, der das verkannte, ein Vorwurf, der mich als damaligen Befürworter zum EU-Beitritt nicht minder hart trifft.

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