EZB: Ist der Ruf erst mal ruiniert….

Von | 9. Mai 2013

“….Zur Bekämpfung der Schuldenkrise wird bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einem Zeitungsbericht zufolge derzeit der Aufkauf fauler Kredite aus Südeuropa geprüft. Zahlreiche Notenbanker seien dafür, entsprechende Darlehen aufzukaufen, berichtete die Zeitung “Die Welt” am Mittwoch laut Vorausbericht unter Berufung auf Notenbankkreise. Damit würde die Zentralbank jedoch in den Augen von Kritikern ihr Mandat verletzen und erhebliche Verlustrisiken eingehen…” (Presse) – Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: “Ankauf fauler Kredite zur Bekämpfung der Schuldenkrise” ….

3 Gedanken zu „EZB: Ist der Ruf erst mal ruiniert….

  1. Spruance

    Ja, es scheint unglaublich, wie weit man die Lüge treiben kann, wenn man das Schräubchen jedesmal nur ein wenig weiterdreht! Da wir am Ende wirklich Schwarz aus Weiß, der größte Blödsinn erscheint plötzlich rational und doch hat der Kaiser immer noch nichts an.

  2. Mourawetz

    In der FAZ liest sich das wesentlich entspannter:

    Zur Bekämpfung der Schuldenkrise gibt es innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) offenbar Überlegungen, ein Programm aufzulegen, um speziell die Kreditvergabe an kleine und mittelgroße Unternehmen in Südeuropa anzukurbeln. […] Unternehmen haben gerade in den unter Finanzproblemen und in zuweilen schweren Rezessionen steckenden Euroländern wie Spanien oder Italien enorme Probleme, Kredite zu bekommen.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/wegen-der-rezession-im-euroraum-ezb-prueft-spezialprogramm-fuer-suedeuropa-12176418.html

     Es geht dieses Mal also nicht um ganz banale, monetäre Staatsfinanzierung, der illegalen Lieblingsbeschäftigung der EZB, an die wir uns schon gewöhnt haben. Endlich tut die EZB mal was für die Wirtschaft. Man muss allerdings schon beide Augen zudrücken, um diesem neuerlichen Eingriff etwas Positives abzugewinnen. Die Eingriffe werden immer tiefer und direkter. Am Ende der Interventionsspirale steht die Planwirtschaft. Wenn die EZB die Fäden durch Kredite in der Hand hält, an denen die Wirtschaftstreibenden baumeln, kann von freier Wirtschaft nicht mehr die Rede sein.

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