„EZB verstößt vollkommen offensichtlich gegen ihr Mandat“

“Beim „Geldpolitik Forum“ in Frankfurt haben Ökonomen am Donnerstag über den Kurs der EZB diskutiert – so erbittert, dass der Hausherr eingreifen musste…” mehr hier

3 comments

  1. Rado

    Schade, dass es kein Video von der Veranstaltung gibt. Habe jedenfalls selber keines gefunden.

  2. Eugen Richter

    Die Kritik an Draghi ist nicht unberechtigt. Persönlich favorisiere ich die Austrians. Der Weg dorthin sich diesen Erkenntnissen anzunähern gleicht einer Springprozession.

    Trotzdem muss man festhalten, dass Draghi den, überwiegend talentbefreiten und inkompetenten, Politikern mit seiner Geldpolitik viel Zeit verschafft hatte, um den Wirtschaftsordnungszug wieder solide auf die Gleise zu stellen. Eine Metapher von einem liegengebliebenen LKW, der repariert wird, ist mir lieber. Ein LKW nutzt Straßen und kann sich flexibler fortbewegen als ein auf der Schiene „gefesselter“ Zug.

    Zurück zur gewonnenen Zeit. Die Politiker haben diese Zeit sinnlos verstreichen lassen und das Gegenteil dessen betrieben, was notwendig war und noch immer ist. Draghi ist so dumm und böse gar nicht, wie er oft dargestellt wird. Die Bevölkerung hat zwar Gründe zu klagen und zu jammern, die Gründe dafür werden auch mehr, aber sie war mit daran beteiligt und hat den Mist mehrheitlich unterstützt. By the way, ein weitere Beleg, dass wir nicht in einer aufgeklärten Epoche leben. Es war, ist und wird auch sehr lange so bleiben, dass nur eine Minderheit drohendes Unheil und sinnvolle Wege etc. frühzeitig erkennen kann. Da es diesen in D praktisch verboten öffentlich ist ihre Meinung ohne Häme und Hetze kundzutun und über deren Anliegen zu gesittet zu diskutieren, erreichen wir nur schwer eine echte nachhaltige Lösung der en masse aufgelaufenen Probleme. Es wurde alles vertagt und mit Schulden die bodenlosen Problemlöcher aufgefüllt.

    Draghi hat als Mohr zunächst seine Schuldigkeit getan. Als nächstes wird er den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen. Und zwar genau von der Gruppe, die den Zeitgewinn nicht nur sinnlos verstreichen liessen, sondern nach das Gegenteil dessen, was notwendig war darauf sattelten. Auch viele andere Gruppe werden sich genüsslich an ihm reiben. Er war nur der Regen. Nun ist eine Traufe dran.

  3. Johannes

    Zunächst finde ich es gut wenn sich endlich Fachleute aus der Deckung trauen und durchaus resolut auftreten.
    Wäre eine solche Front von Anfang an gestanden hätte Draghi einen scharfen Gegenwind gespürt, so hätte er immer einen Kompromiss suchen müssen. Einen Mittelweg also der den Südländern als Signal gedient hätte das Reformen notwendig sind, das sparen angesagt ist, das man sich vielleicht in Italien nicht die teuersten deutschen Autos leisten hätte können sondern doch lieber den billigeren Fiat.

    Die Nervosität der Fachleute deutet auf eine fortgeschrittene Gefahr hin.
    Noch ahnen die braven Bürger nicht was wirklich kommen kann, keine Zinsen hat man hingenommen es war irgendwie unreal und abstrakt, wie eine kurze Reifenpanne und dann geht es wieder flott weiter.Keine Zinsen, dass muss erst in die Köpfe der Menschen sickern um diese nie dagewesene Situation zu begreifen.

    Aber wenn es nicht dabei bleibt, wenn vielleicht sogar Negativzinsen kommen dann brechen die Dämme dann werden die Sparbücher geplündert und das Geld zu Hause gehortet, das sagt doch wohl der Menschenverstand.

    Wenn der Wertverlust des Ersparten klar und deutlich in der Wahrnehmung der kleinen Sparer angekommen ist dann werden diese Sparer das ganze Konstrukt der EZB erschüttern, dann nützen die schönsten Theorien nichts, dann werden auch alle Steuerungsmittlel versagen, denn dann handeln Millionen Menschen nach einem intuitiven Gefühl.

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