EZB-Vize: Euro noch immer in Gefahr

Von | 29. April 2014

“…Der portugiesische Stellvertreter von EZB-Chef Mario Draghi sieht die Euro-Zone immer noch in der Gefahrenzone. Sein Trost: Vor zwei Jahren sei man vor dem “Beinahe-Zusammenbruch” gestanden….”  (hier)

4 Gedanken zu „EZB-Vize: Euro noch immer in Gefahr

  1. Sybille Stoa

    Der Kapitalismus und Neoliberalismus funktioniert nur dann, wenn durch Arbeit Wohlstand erleistet werden kann und wenn Kapital investiert wird um nutzbringende Leistungen für die Gesellschaft bereitzustellen. Die Zinsen sind so niedrig, weil zu viele Kapital zurückhalten und wenig Kapital investieren und die €-Zone im Tief steckt. Wir haben bei den privaten Reichen keine Neoliberalen, die Wohlstand und Fortschritt für die Gesellschaft schaffen wollen durch Innovationen. In Europa sind die privaten Reichen in einem feudalen antiquierten Denken verhaftet. Die EZB handelt vollkommen marktkonform, Draghi sollte einen negativen Leitzins setzen, da das der Marktsituation entspricht: Es halten zu viele Kapital zurück und daher wird dieses Markt-Ungleichgewicht mit niedrigst Zinsen zum Ausdruck gebracht. Hohe Zinsen sind bei einer Geldschwemme nötig, damit keine Hyperinflation ausgelöst wird, weil da hält fast niemand dann Geld zurück und alle wie rasend investieren!

  2. Sybille Stoa

    Der private Reiche hat von Innovation immer auch als erster den größten Nutzen bei Fortschritten auf dem Gebiet der Medizin und auch long term gesehen. Sein Vermögen wird am ehesten in einer innovativen Fortschrittlichen Gesellschaft die entsprechenden assets ihm wieder zurück geben.

  3. Thomas Holzer

    @Sybille Stoa
    Was ein “privater Reicher” mit seinem Kapital macht, geht weder Sie noch mich etwas an!
    Aus. Punkt.

    Ich denke, Sie verwechseln Ursache und Wirkung; die Zinsen sind nicht(sic!) niedrig, weil (zu viel) Kapital zurückgehalten, zu wenig Kapital investiert wird, die Euro-Zone im “Tief steckt”, sondern schlicht und einfach weil Draghi entscheidet, wie niedrig die Zinsen sein sollen. Und auf Grund dieser Entscheidung wird Kapital zurückgehalten, nicht investiert und steckt die Euro-Zone im Tief.
    Gäbe es einen freien(sic!) Markt, sähe es ganz anders aus!

  4. gms

    Sybille Stoa,

    das Entscheidende zu Ihrer groben Verkennung der Kausalitäten hat Holzer bereits angemerkt.

    Zu Ihrem “Die Zinsen sind so niedrig, weil zu viele Kapital zurückhalten und wenig Kapital investieren und die €-Zone im Tief steckt.”

    Erstens macht die EZB die aktuellen Zinsen. Zweitens halten in der Krise die Leute ihr Geld tatsächlich eher beisammen, sie sind nämlich kritischer bei der Beurteilung allfälliger Schuldner, was wiederum die Zinsen hebt.

    Krisen sind dem Wortursprung nach Zeiten der Bewährung. Laufen Krisen ohne hybrishafte Staatsinterventionitis ab, sind natürliche, hohe Zinsen Ausdruck um das verstärkte Ringen um adäquate Antworten. Was wollen die Leute wirklich, wenn sie doch mit dem Gegenwärtigen unzufrieden sind? Hohe Zinsen erfordern die Suche nach noch besseren Lösungen.
    Mit künstlich niedrigen Zinsen wird das gegenwärtig Unbefriedigende künstlich gestützt und zugleich dem Halbgaren, das Glücksritter mit verringertem eigenen Risiko herstellen können, Vorschub geleistet. Das sind dann die stranded costs, die exemplarisch als omnipräsente und halbfertige Bauwerke ohne Verwendung der allumfassenden Ratlosigkeit nach dem künstlichen Strohfeuer ihr Gesicht verleihen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.