Falschmünzer und Menschheitsretter

(MARCUS FRANZ) Stellen Sie sich vor, ein Arzt würde einem mündigen Patienten eine gut behandelbare Tumor-Diagnose verschweigen, weil er diese für nicht zumutbar hält. Oder, noch schlimmer, der Arzt hat zwar den begründeten Verdacht, dass etwas gravierendes nicht stimmt, aber er leitet die notwendigen Schritte nicht ein, weil er hofft, der Krebs-Verdacht würde schon irgendwie vergehen. Er verzichtet auf Labor und Röntgen, um den Patienten nicht zu verunsichern oder gar zu traumatisieren. Er fürchtet sogar, der Patient könnte durch eine Krebs-Diagnose stigmatisiert werden.

Gut gemeint ist das Gegenteil von Gut
Wer als Arzt so handelt, betreibt nicht nur eine schlimme pseudo-altruistische Vogel-Strauß-Taktik, sondern er gefährdet fahrlässig, ja im Grunde sogar vorsätzlich die Patienten. Und er versagt als Arzt vollkommen, obwohl er sich auf seinen guten Willen und seine Moral beruft und es scheinbar gut meint mit dem Patienten. Wenn sein krasses Fehlverhalten entdeckt wird, hat er juristische Folgen zu gewärtigen – bis hin zum Gefängnis.

Political Correctness ist gefährlich
Ähnliches passiert in der Politik und im Alltag, wenn die wahren Begriffe und die nachweislichen Tatsachen einer ideologisch begründeten Realitätsverweigerung weichen müssen, die im Namen einer missverstandenen Menschlichkeit daherkommt. Die Nafri-Affäre in Köln war gerade wieder ein Paradebeispiel eines exzessiven und absurden, letztlich auch gefährlichen und einseitigen Denkens aus der Welt der Political Correctness (PC).

Die Menschheitsretter spielen ein falsches Spiel
Die Verfechter der PC sind darauf spezialisiert, die Wahrheiten zu verdrehen und teilweise zu verschweigen. Sie agieren wie Falschmünzer und wollen definitiv falsche Begriffe in die Politik einführen. Dabei berufen sie sich immer auf Menschlichkeit, Rücksicht und Respekt vor dem Anderen. Diese Art der politischen Haltung ist an Euphemismus kaum mehr zu überbieten. Gerne unterstellen die Politkorrekten den normal denkenden Menschen dann noch faschistisches oder diskriminierendes Gedankengut, um sich selber als die Retter des Wahren, Schönen und Guten aufzuspielen.

Immer wieder: Die Grünen
Typischerweise ging die folgenreiche und heisse Nafri-Debatte wieder einmal von den Grünen aus. Zur Erinnerung: “Nafri” bedeutet im deutschen Polizei-Jargon “Nord-Afrikanischer Intensivtäter”. Damit sind die in Rudeln auftretenden männlichen Migranten gemeint, die Frauen “antanzen” und sexuell attackieren. Die deutsche Grünen-Politikerin Simone Peter nahm das Wort zum Anlass, der Polizei Rassismus vorzuwerfen: Es sei diskriminierend, Menschen nur aufgrund ihres Aussehens in eine Verdächtigen-Gruppe aufzunehmen und zu observieren.

Nafri sind real existierende Täter
Sie tat damit sich selber und der grünen Bewegung nichts Gutes, denn die Wogen der Kritik an ihrer schamlosen Attacke auf die Polizei sind seit Tagen zu Recht nicht abgeebbt. Es kann nicht sein, dass linksideologsich verblendete Politiker der Polizei vorschreiben wollen, welches Wording sie verwenden darf – noch dazu, wenn das inkriminierte Wort ohnehin völlig wertfrei ist. Nafri ist die sachliche Kurz-Beschreibung einer real existierenden Tätergruppe, die schon viel Böses angerichtet hat.

Racial Profiling ist legitim
Und natürlich muss sich die Polizei im Sinne des optimalen Schutzes der Bevölkerung an bestimmten Täter-Merkmalen orientieren, die Aussehen und Herkunft betreffen. Daran ist überhaupt nichts Rassistisches oder Verwerfliches, sondern das ist die Pflicht der Polizei. Wenn der Verdacht begründet (und in diesem Fall sogar durch die Vorfälle der Silvesternacht 2015/16 bewiesen ist), bleibt der Polizei gar keine andere Wahl, als “Racial Profiling” zu betreiben, um Verdächtige nach den genannten Kriterien heraus zu filtern und besonders zu beobachten.

Wenn Politiker sich schuldig machen
Die Polizei würde in ihrer Aufgabe ähnlich dem oben zitierten Arzt kläglich versagen, wenn sie nicht alle zur Verfügung stehenden diagnostischen Mittel ausschöpfte. Die Sicherheit der Bevölkerung hat für die Polizei höchste Priorität – und nicht die verbogene, pseudo-humanistische Denke der Grünen. Und wenn PolitikerInnen versuchen, mit falschen Begriffen und miesen Anschuldigungen die Staatsgewalt in ein schlechtes Licht zu rücken und dadurch ihre Arbeit zu behindern, dann sind sie keine Menschenfreunde, sondern machen sich schuldig, weil sie die Bevölkerung gefährden.

12 comments

  1. Fragolin

    Die gleichen Grünen und Linksextremen hätten sich über die Polizei ausgerotzt, wenn sie die Räuber- und Grapscherbanden einfach auf die Feiernden losgelassen hätte. Die kann man nicht für voll nehmen, die sind immer empört, weil es das Einzige ist, was sie tun können. Strunzdumme Empörkömmlinge, die ind er verdienten Bedeutungslosigkeit verschwänden, wenn die Medien nicht jedesmal einer dieser gestalten ein Mikrofon vor das gesicht halten würden.
    Gerade die deutschen Medien befragen zu wirklich jedem Thema erstmal den Oberexperten für Alles und Jedes (außer Frisur) Anton Hofreiter oder durchforsten die tweets der üblichen Selbstdarsteller, um deren meinung als Hauptschlagzeile unter das Volk zu bringen. Sensation, Sensation, Herr Özdemit hat dies gesagt, Frau Roth hat über das geweint – wen interessierts? Sogenannte Qualittäsmedien hecheln grünen Meinungen hinterher wie die Regenbogenpresse einem Nippelblitzer irgendeiner C-Prominenten aus dem Dschungelcamp.
    Dem ganzen Land wäre diese Diskussion um, ja was eigentlich?, erspart geblieben, wenn man Frau Peter und Herrn Lauer einfach mit jener Aufmerksamkeit bedacht hätte, die sie verdient haben: gar keiner.
    Ein vernünftiger Arzt wird sich in seiner Arbeit auch nicht beeinflussen lassen, wenn ein Laie einen Leserbrief im Dorfanzeiger verfasst, er würde den Einsatz von Spritzen für unmenschliche Folter halten und das Anstechen als Relikt maskuliner Gewaltausübung betrachten. Ignorieren und weitermachen.

  2. Zaungast

    Gibt reichlich Volk, das “alternativer Heilkunst” (Homöopathie usw.) den Vorzug gibt. Die Leute wollen das so. Mundus vult decipi…

  3. stiller Mitleser

    @ Zaungast
    medicus sanat
    (und medizinhistorisch gesehen gibt’s eine lange, lange Serie von Scharlatanerien und medizinischen Moden)

  4. mariuslupus

    @stiller Mitleser
    “Medico curat, natura sanat”.
    Aber die Mediziner wurden durch Quacksalber, Kurpfuscher, Blutsauger ersetzt. Die Barbarei ist auf dem Vormarsch

  5. Rennziege

    6. Januar 2017 – 14:28 — mariuslupus
    Erstens heißt’s im Nominativ medicus, nicht medico. Wenn schon Latein, dann richtig, wenn’s nicht zuviel verlangt ist.
    Zweitens entsprechen bei weitem nicht alle Ärzte Ihrer miserablen Bewertung. Zumindest nicht die meisten Schulmediziner. Sie haben aber recht bezüglich der Verschreiber von Zuckerkügelchen (Homöopathen), Naturheiler, Bachblütengaukler, Rudolf-Steiner-Schüler und x anderen Gesundbeter.

  6. mariuslupus

    @Rennziege
    Lapsus calami
    Habe nicht die Mediziner als Berufsgruppe gemeint, sondern die allgemeinen, politischen Unterstützer der Barbarei die dabei ist, sich hier zu epidemisch zu verbreiten.

  7. stiller Mitleser

    “medicus sanat”
    bedeutet daß der Arzt selbst, die Persönlichkeit des Arztes nämlich ( seine Zuwendung, Geduld, Interesse, Erfahrung, Expertise) heilend ist

  8. Thomas Holzer

    @Rennziege, mariuslupus, stiller Mitleser
    Mögen sich die werten Beitragsschreiber doch bitte den Film “Der Medicus” ansehen 😀
    Da wird ja alles ganz populärwissenschaftlich erklärt ………….

  9. Rennziege

    6. Januar 2017 – 18:07 — stiller Mitleser
    Danke, aber dieses Wissen dürfen Sie im hiesigen Wohnzimmer voraussetzen — auch wenn es gelegentliche Aussetzer gibt. 🙂

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