„Fast alle Leitmedien sind zur ironiefreien Zone verkommen“

“….Zurzeit ist eher Meinungsjournalismus populär, und fast alle Leitmedien sind zur ironiefreien Zone verkommen. Doch die Leute werden wieder den Wunsch nach ungeschönten Fakten haben: Lesen, was ist und nicht das, was ein Journalist gerne verbreiten möchte. Professionellen Journalismus wird es immer geben, aber in einer fragmentierteren Gesellschaft werden die Zielgruppen dünner. Entscheidend wird sein, ob die Leserschaft bereit ist, dafür mehr zu bezahlen./ mehr

3 comments

  1. nator

    Papperlapapp. Mainstream sucht sich heute jeder für sich selber. Meiner ist Tichys Einblick. Und der ist nicht ironiefrei.

  2. GeBa

    Ich lese (überfliege) mehrere Tageszeitungen online und kommentier(t)e auch bei einigen.
    Zuerst begann die Presse, dass man nur mehr mit bezahltem Abo kommentieren darf – da mir die Redaktionslinie nicht gefällt, lese ich eben nur die Headlines und die paar Nachrichten, die frei zugänglich sind. Jetzt hat der Kurier nachgezogen – kommentieren nur mehr Digital-Abonnenten. Nun, um diese Kommentarfunktion tut mir nicht leid, dort war ohnehin sehr oft nur der linke Abschaum unterwegs.
    Kommentieren beim Standard macht mir besonderen Spaß, denn dort weiß ich, dass 98% der anderen Kommentatoren anderer Meinung sind als ich. Aber da meine Kommentare freigeschaltet werden, kringle ich mich beim Nachlesen. Ehrlich gesagt, da sind sogar bei Heute gescheitere Leute unterwegs. Die WZ ist doch noch immer vorbildlich, man kann sagen, 98% der Kommentare werden frei geschaltet, auch da kennt man schon seine Pappenheimer und muss manches gar nicht lesen, um es richtig zu bewerten.🤭
    Ich hatte bis 2015 ein Papier-Zeitungsabo, dann kam die Asylantenwelle und es rutschte diese Zeitung – ich muss kein Geheimnis draus machen, es war der Kurier, nach links und damit war das Abo Geschichte. Leider hat sich auch mit dem Ausscheiden von Brandstätter nichts geändert, obwohl ich von Frau Salomon mehr Neutralität erwartet hätte. Aber es gibt eben über dem Chefredakteur noch die Herausgeber, und da ist wie auch bei der Krone, jemand dabei von dem man eigentlich Besseres erwartet hätte. Wobei man ja bei der Krone dankenswerterweise auch noch kommentieren kann… Gut dass es Oo gibt!👍

  3. Johannes

    Nach der wörtlichen altgriechischen Übersetzung ist Ironie die “Verstellung oder Vortäuschung“, so gesehen sind alle Leitmedien geradezu Ironie-Superspreader.

    Zum Beispiel die Berichterstattung in Deutschland über die seit einigen Tagen stattfindenden Randale in Leipzig ist im Vergleich zur Berichterstattung über die Corona-Demo in Berlin pure Ironie.

    Auf der einen Seite der Nationale Notstand, ein gescheiterter Putsch, ein Sturm auf den Reichstag, eine Entweihung, eine Reaktion der gesamten Politik bis hinauf zum obersten Ironienmeister der Republik.

    Auf der anderen Seite brennen seit drei Tagen die Strassen von Leipzig und man diskutiert was falsch gelaufen ist und welche Fehler gemacht wurden, dass man die jungen Leute zu einer solchen Verzweiflungstat geradezu gezwungen hat.

    Das ist doch Ironie vom feinsten würde ich meinen.

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