Feuchtbiotop Internet

(C.O.) Barbara Prammer war noch nicht einmal begraben, da notierte ein halbwegs bekannter Wiener Arzt geschmackssicher auf Facebook: “Ich trauere nicht um Barbara Prammer, die Welt ist jetzt ein bisschen besser geworden. Der Charly Blecha fehlt jetzt noch . . .”
Im selben Medium ätzte fast zeitgleich ein Regionalpolitiker in Oberösterreich über einen chinesischen Imbissstand-Betreiber in sprachlich wie inhaltlich unorthodoxer Art und Weise: “Ratten gibt es auch bei Dir zum essen hoffe dein lulu ist nicht so gelb wie bei den reis kochen dein schwanz muss soo lange und so schwarz wie bei einem nigger sein.” Nach dem Tod des Schauspielers Robin Williams war stundenlang im Online-Forum der noblen Hamburger “Zeit” zu lesen: “Dreckiger US – Kriegfanatiker frisst Scheiße! Was für eine herrliche Nachricht. Eine dumme Amisau weniger. Danke dir lieber Gott. Weg mit dem Ami-Dreck.” Und nach einem etwas entgleisten Interview der ORF-Journalistin Lisa Gadenstätter mit einem Sprecher der türkischen Community gehörte “Du dumme Hure” noch zu den subtileren Meinungsäußerungen.

Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem nicht irgendwo im Feuchtbiotop Internet derartige Sauereien nachzulesen sind, oft nicht einmal anonym, sondern in einer Mischung aus intellektueller Unterausstattung und charakterlicher Deformation sogar mit dem richtigen Namen des verbal Flatulierenden versehen. Denn dass ein Arzt jemandem schriftlich den Tod wünscht, ein Politiker im Jahr 2014 was von “Niggern” daherlallt und ein vermutlich wahlberechtigter Bürger den Suizid eines Schauspielers “herrlich” findet, zeugt weder von einer minimalen Grundintelligenz noch von einem homöopathischen Vorhandensein von Anstand.

Der naheliegende Verdacht, das Internet im Allgemeinen und die Social Media im Besonderen produzierten derartigen Müll, verkennt freilich Ursache und Wirkung. Denn völlig geschmacksbefreite Anpöbler, Stänkerer und Verbalaggressoren gab es schon davor, vermutlich nicht mehr oder weniger als heute. Nur sind diese Typen heute wesentlich besser sichtbar. Was früher im Papierkorb einer Redaktion gelandet wäre, ist heute auf digitalen Pinnwänden und Timelines öffentlich. Ob eine Klarnamen-Pflicht im Internet Abhilfe schaffen kann, ist zweifelhaft. Erstens ist sie technisch nur mühsam durchzusetzen, zweitens sondern ja viele selbst unter ihrem eigenen Namen Unsägliches ab.

Diese Feuchtgebiete liefern aber auch, so man seelisch für Vermessung und Analyse robust genug ist, durchaus relevante Informationen über den Zustand der Gesellschaft: Denn sie legen ziemlich gut sichtbar bloß, welche Fehlentwicklungen sich in einer Wirklichkeit gerade anbahnen, mit der Politiker wie Medienmenschen normalerweise nicht mehr übertrieben viel Kontakt haben. Dass sich etwa im migrantischen Milieu teilweise gröberer Antisemitismus formiert, war in den Kloaken des Internets viel früher spürbar als in der analogen Welt; so wie die Hasswellen gegen Conchita Wurst Indikatoren dafür waren, wie es mit der Toleranz in diesem Land wirklich bestellt ist. Was in den Sozialen Netzwerken so vor sich hin gammelt, spiegelt eben auch einen Teil der Wirklichkeit wider – und gibt frühzeitig Hinweise, wo gerade wieder etwas gründlich schiefläuft. (WZ)

37 comments

  1. Der Realist

    wenn der Tod Prammers medial penetrant als nationale Tragödie dargestellt wird, Herr Wurst wochenlang als “Queen of Austria” gefeiert wird, braucht niemand überrascht sein, wenn dies auch negative Rektionen erzeugt.
    Toleranz darf aber auch von jenen gefordert werden, die ständig danach rufen.
    Dass eine Kunstfigur wie die “Wurst” nicht überall auf totale Zustimmung trifft, ist auch verständlich.

  2. Zenius

    Eine Sprach-Polizei muss her! Ganz schnell. Das geht doch nicht an, dass jemand die Conchita beleidigt. In die Umerziehungslager mit solchen Typen!

  3. Thomas Holzer

    @Zenius
    Bitte bringen Sie doch unsere Politikerdarsteller nicht auf dumme Gedanken 😉

  4. Dieter Zakel

    In Wahrheit habe ich natürlich nicht das zitierte gepostet sondern dies:

    “Der Tot Barbara Prammers sollte kein Anlass zur Freude sein, ein Anlass zur Trauer ist er für mich allerdings gewiss nicht.
    Empfängnis und Geburt meiner beiden Söhne fielen unter die Amtszeit dieses roten Parteisoldaten und ich habe kein einziges gutes Wort darüber zu verlieren, was sie als Ministerin unter “Gleichberechtigung” verstanden hat. “Gleichberechtigung” war für Prammer – selbst eine Quotenfrau – immer nur der euphemistische Begriff für die Privilegierung ihrer Geschlechtsgenossinnen. Wenn tatsächliche Gleichberechtigung vor dem Gesetz möglich und notwendig war – wie etwa bei der gemeinsamen Obsorge – hat sich Prammer immer gegen das gleiche Recht für beide Geschlechter ausgesprochen.
    Prammer’s Amtszeit ist geprägt von einer verbitterten, einseitigen, radikal-femistischen Handschrift, ihrer Voreingenommenheit und ihren persönlichen erfolglosen Beziehungs-Vita, die sie unreflektiert auf alle Frauen projiziert hat. Eine Ehefrau, die ihren Ehemann verrät und sich aus Prinzip vor dessen Verleumderin stellt, ist wohl an Niedertracht kaum zu überbieten.
    Unter Ministerin Prammer habe ich genau jenen Eiseskälte kennen gelernt, die sie selbst mit ihrem eigenen Mann gelebt hat. Politik, die bei Anerkennung der Vaterschaft den Müttern 14 Tage “Bedenkzeit” einräumt (und darüber bei diesem Formalakt auch belehrt) – dieses selbe an sich schon zweifelhafte “Recht” den Vätern aber verwehrt. Ich habe eine Frauenministerin erlebt, die mir bis zuletzt verbieten wollte, Obsorgeberechtigter meiner beiden Söhne zu sein; die mit ihrer Anti-Männer-Politik mein Leben sowie die Beziehung zu meinen Söhnen nachhaltig beeinträchtigt hat.
    Nein, ich weine Barbara Prammer wahrlich keine Träne nach, ganz im Gegenteil, ich muss gestehen, dass “endlich” mein erster Gedanke war. “Endlich; eine weniger”. Ich hoffe sehr, dass ich mich von diesen schlechten Gedanken, die im Laufe der Jahre in mir leider an dieser “Politik” gewachsen sind, noch befreien kann.
    Für mich ist mit Barbara Prammer ein schlechter Mensch gestorben, der wahrscheinlich tausende Väter und Kinder geprägt hat. Ihr Tot ist nicht zuletzt kein Grund zur Freude weil wir nicht wissen, welches Übel auf sie noch folgen wird – und das Übel ist in den politischen Reihen ja unerschöpflich.
    Ruhe jetzt endlich in Frieden, Barbara Prammer.
    Ich arbeite an meinem.”

    Und in einem ähnlichen Zusammenhang: “Der Charly “Blech” fehlt noch”

  5. Selbstdenker

    Verglichen mit den Offline-Freudenfeiern (“The witch is dead”, etc.) der Linken nach dem Ableben von Margaret Thatcher waren die Online-Kommentare zum Tod von Barbara Prammer geradezu harmlos.

    Letztenendes geht allmählich jene Saat auf, welche von linken Hass-Aktivisten bei jeder sich bietenden Gelegenheit gestreut wurde. Das Problem dabei: das Unkraut wuchert nun nicht nur in Nachbars Garten, sondern auch rund ums eigene Haus. Wer hätte das gedacht?

    Die Methode, dass man einen Teil der Bevölkerung pauschal zu sakrosankten vermeintlichen Opfern und einen anderen Teil pauschal als vermeintliche Täter zu Freiwild erklärt, hat neben den offenbar gewünschten politisch-medialen Effekten eine hässliche Nebenwirkung: es lösen sich allgemein verbindliche moralische Standards auf.

    Solange es hier kein Umdenken gibt, braucht man sich – auch wenn ich die Entrüstung über pietätslose Entgleisungen nachvollziehen kann – leider nicht wundern.

    Was wäre zu tun?

    Extremistische, hetzende, pietäts- oder geschmacklose Äußerungen gegenüber einer breiten Öffentlichkeit gleich zu behandeln. Und zwar unabhängig davon von wem sie ausgehen, gegen wem sie gerichtet sind und welches Medium dabei benutzt wird.

    Der häufig linksdrehende Journalismus kennt keine Gnade, wenn ideologische Gegner zu Lebzeiten total entmenschlicht und nach ihrem Ableben medial geschändet werden. Gleiche Würde oder zumindest gleiche Pietät für alle gilt hier bei den – ansonsten stets auf totale Gleichheit bedachten – Medienmachern nicht.

  6. nometa

    Herr Ortner findet diese unfassbaren Hassorgien “geschmacklos”, sie seien Ausdruck von A) mangelnder Intelligenz und B) fehlendem Anstand.
    Mit anderen Worten: Ja, okay, inhaltlich kann man so etwas ja vertreten, aber man sollte schon genug Geschmack, Intelligenz und Anstand besitzen, um so etwas nicht gleich (in der Form) öffentlich kundzutun.
    Ortners Analyse spricht – wie so oft – für sich selbst. Und die standardmäßigen Soziopathen-Kommentare der üblichen Verdächtigen darunter sowieso.

  7. nometa

    Erinnert mich übrigens an die “Snobs” und deren Eltern in meiner Schulzeit: Natürlich ist man rassistisch, aber man möge sich doch bitte gepflegt ausdrücken.

  8. Selbstdenker

    @nometa: also ein leuchtendes Beispiel in Sachen intelligenter und gewählter Ausdrucksweise geben Ihre Kommentare hier nicht gerade ab.

  9. McCarthy the Great

    Lieber Herr Ortner, dieser Blog heut war ein Fehlschlag, denn in starkem Gegensatz zu journalistischen Grundsätzen haben Sie das Originalzitat des von Ihnen erwähnten Arztes offenbar nur oberflächlich gelesen, absichtlich verkürzt oder nicht richtig kapiert:

    “Der Tot Barbara Prammers sollte kein Anlass zur Freude sein, ein Anlass zur Trauer ist er für mich allerdings gewiss nicht.
    Empfängnis und Geburt meiner beiden Söhne fielen unter die Amtszeit dieses roten Parteisoldaten und ich habe kein einziges gutes Wort darüber zu verlieren, was sie als Ministerin unter “Gleichberechtigung” verstanden hat. “Gleichberechtigung” war für Prammer – selbst eine Quotenfrau – immer nur der euphemistische Begriff für die Privilegierung ihrer Geschlechtsgenossinnen. Wenn tatsächliche Gleichberechtigung vor dem Gesetz möglich und notwendig war – wie etwa bei der gemeinsamen Obsorge – hat sich Prammer immer gegen das gleiche Recht für beide Geschlechter ausgesprochen.
    Prammer’s Amtszeit ist geprägt von einer verbitterten, einseitigen, radikal-femistischen Handschrift, ihrer Voreingenommenheit und ihren persönlichen erfolglosen Beziehungs-Vita, die sie unreflektiert auf alle Frauen projiziert hat. Eine Ehefrau, die ihren Ehemann verrät und sich aus Prinzip vor dessen Verleumderin stellt, ist wohl an Niedertracht kaum zu überbieten.
    Unter Ministerin Prammer habe ich genau jenen Eiseskälte kennen gelernt, die sie selbst mit ihrem eigenen Mann gelebt hat. Politik, die bei Anerkennung der Vaterschaft den Müttern 14 Tage “Bedenkzeit” einräumt (und darüber bei diesem Formalakt auch belehrt) – dieses selbe an sich schon zweifelhafte “Recht” den Vätern aber verwehrt. Ich habe eine Frauenministerin erlebt, die mir bis zuletzt verbieten wollte, Obsorgeberechtigter meiner beiden Söhne zu sein; die mit ihrer Anti-Männer-Politik mein Leben sowie die Beziehung zu meinen Söhnen nachhaltig beeinträchtigt hat.
    Nein, ich weine Barbara Prammer wahrlich keine Träne nach, ganz im Gegenteil, ich muss gestehen, dass “endlich” mein erster Gedanke war. “Endlich; eine weniger”. Ich hoffe sehr, dass ich mich von diesen schlechten Gedanken, die im Laufe der Jahre in mir leider an dieser “Politik” gewachsen sind, noch befreien kann.
    Für mich ist mit Barbara Prammer ein schlechter Mensch gestorben, der wahrscheinlich tausende Väter und Kinder geprägt hat. Ihr Tot ist nicht zuletzt kein Grund zur Freude weil wir nicht wissen, welches Übel auf sie noch folgen wird – und das Übel ist in den politischen Reihen ja unerschöpflich.
    Ruhe jetzt endlich in Frieden, Barbara Prammer.
    Ich arbeite an meinem.”

    Und in einem ähnlichen Zusammenhang: “Der Charly “Blech” fehlt noch”

  10. Wolf

    Entweder man ist für Meinungsfreiheit (die man nicht nur “haben”, sondern auch äußern darf) oder nicht, wobei die “Meinung” ja per definitionem völlig subjektiv ist, auch Gefühle einschließt und daher keineswegs eine objektive Wahrheit widerspiegeln muss oder kann – ganz abgesehen davon, dass man sich fragen muss, was die “objektive” oder gar “absolute” Wahrheit ist und wer sich im Besitz dieser befindet – obwohl ja sehr viele (Einzelpersonen ebenso wie Organisationen, Institutionen, Religionsgemeinschaften) glauben, diese zu besitzen. Besonders scheinheilig ist ja die Erwartung, dass jemand, der eine bestimmte Person immer schon sozusagen “zum Teufel ” gewünscht hat, plötzlich, beim Tod dieser Person, tieftraurige Krokodilstränen vergießen soll.

  11. Der Realist

    @Selbstdenker

    hervorragender Kommentar!
    dass die linken Hass-Aktivisten mehr oder minder Narrenfreiheit haben hat sich bei vielen Gelegenheiten gezeigt. Paradebeispiele sind ja die Demonstrationen der linken guten Menschen, nur wird dabei meist das Demonstrationsrecht total fehlinterpretiert, dieses Recht beinhaltet nämlich nicht das Recht auf Sachbeschädigungen oder tätliche Angriffe auf Polizisten. Auch die Freiheit der Kunst wird vielfach missbraucht, was da so für Scheiße unter dem Deckmantel de Kunst produziert wird ist haarsträubend.

  12. sokrates9

    Solange es political correctness gibt, mit der Linke bestimmen was man sagen darf und was nicht, braucht man sich nicht wundern, dass viele versuchen daraus auszubrechen!
    Auch:Es gilt die Unschuldsvermutung ist so eine Entmündigungsfloskel! Wenn ihnen einer ein Messer in den Bauch stosst, dürfen sie nicht sagen, das ist ein Verbrecher, sondern sie müssen warten bis völlig korrupte Instanzen ein Urteil gefällt haben , und auch internationale Gerichtshöfe das ” Verbrechen” bestätigt haben! Bis es so weit ist, ist leider der Delikt schon verjährt…

  13. Selbstdenker

    Der Charly … ist das nicht jener rechtskräftig Verurteilte, der nun das Parteiprogramm der SPÖ neu schreibt?

  14. Leitwolf

    Ich kann der Analyse nur zustimmen. Auch wenn man forciert solche Rülpser unterbinden wollte, würde sich an der dahinter steckenden Gesellschaft doch wenig ändern. So bekommt man wenigstens ein wenig Einblick.

    Und das Ärzte sich selbst nicht nur gern als Herren über Leben und Tod sehen, sondern letzterem zumindest manchmal emotional gern den Vorzug geben, sollte zu denken geben. Das ist weder selten, noch unbedeutend.

    35 Mrd setzt der Gesundheitssektor in Ö um. Nichtmal ein Antibiotikum darf sich der Patient hier selbst kaufen. Alle Macht und Verantwortung liegt beim Arzt. Die juristische Praxis garantiert diesen weitestgehend Narrenfreiheit. Das einzige Qualitätskriterium auf das sich am Ende verlassen wird, ist wie mir scheint am die Redlichkeit des Arztes. Und was die angeht – siehe oben ;/

  15. Passant

    Wer auf Kultiviertheit Wert legt, sollte seinen Umgang. wie auch seine Lektüre sorgfältig auswählen.
    Wer die Realität erfahren will, muss sich dem Grausen aussetzen, der Lohn dafür ist, dass man daraus lernt.
    Wenn man aber daraus gelernt hat, dann sollte man auch der Frage nicht ausweichen, ob politische Rechte tatsächlich allen zustehen sollen, wie es der heutigen Definition von Demokratie entspricht.

  16. Christian Peter

    Die österreichischen Berufspolitiker – Wanzen sollten froh sein, wenn es bloß bei verbalen Entgleisungen bleibt. Immerhin lassen sich diese von der Wiege bis zur Bahre vom Steuerzahler durchfüttern und zu allem Überdruss auch noch das Begräbnis von der öffentlichen Hand bezahlen.

  17. PP

    Hieramts, den 25.08.2014 https://www.ortneronline.at/?p=30618

    “Freiheit, die nur gewährt wird, wenn im voraus bekannt ist, dass ihre Folgen günstig sein werden, ist nicht Freiheit. Wenn wir wüssten, wie Freiheit gebraucht werden wird, würde sie in weitem Masse ihre Rechtfertigung verlieren. Wir werden die Vorteile der Freiheit nie geniessen, nie jene unvorhersehbaren Entwicklungen erreichen, für die sie die Gelegenheit bietet, wenn sie nicht auch dort gewährt ist, wo der Gebrauch, den manche von ihr machen, nicht wünschenswert erscheint. Es ist daher kein Argument gegen individuelle Freiheit, dass sie oft missbraucht wird. (Friedrich von Hayek)”

  18. Thomas Holzer

    @Wolf
    “Entweder man ist für Meinungsfreiheit (die man nicht nur “haben”, sondern auch äußern darf) oder nicht, wobei die “Meinung” ja per definitionem völlig subjektiv ist, auch Gefühle einschließt und daher keineswegs eine objektive Wahrheit widerspiegeln muss oder kann – ganz abgesehen davon, dass man sich fragen muss, was die “objektive” oder gar “absolute” Wahrheit ist und wer sich im Besitz dieser befindet – obwohl ja sehr viele (Einzelpersonen ebenso wie Organisationen, Institutionen, Religionsgemeinschaften) glauben, diese zu besitzen.”
    Dem ist vollinhaltlich zuzustimmen!
    Was ich mir in meiner “grenzenlosen Naivität” jedoch wünschen würde, wäre eine zumindest etwas gezügeltere Ausdrucksweise; man kann seine Meinung auch vertreten, ohne das Gegenüber coram publico persönlich zu diffamieren und in den Dreck zu ziehen.

  19. FDominicus

    Wenn die hier zitierten Textsstellen von Ihnen gemeint wurden Herr Ortner, hat nicht der Autor dieser Zeilen sondern Sie zu den von Ihnen so genannten “Feuchtbiotop Internet” beigetragen.

    Wenn es dort nicht wie hier zitiert steht, könnten Sie und ja zumindest mit dem beanstandeten Link informieren. Warum haben Sie das nicht gemacht?

  20. Christian Ortner

    @FD: 

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‪Markus Fichtinger‬‬ Ich stehe offen dazu, kein Mitgefühl für Räuber, Lügner und Betrüger zu empfinden. Weder zu deren Lebzeiten, noch nach deren Tod. Sie mögen das für pietätlos halten, ich sehe das als legitime Verhaltensreaktion an.
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‪Christl Von Luetgendorff‬‬ Danke, dass dieser unsägliche Kommentar gelöscht wurde !
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‪Dieter Zakel‬‬ Ich trauere auch nicht um Prammer. Die Welt ist jetzt ein wenig besser geworden.
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‪Dieter Zakel‬‬ Der Charly Blech fehlt noch…
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‪Christl Von Luetgendorff‬‬ Das wird mir jetzt zu viel. Sorry. Sie war in der SPÖ, und hat vielleicht nicht immer getan , was Ihnen passt. Vor allem aber war sie ein Mensch, eine Frau, die gegen eine schwere Krankheit gekämpft und verloren hat. Sie hat diese Häme nicht verdient – das hat niemand !


  21. Christian Ortner

    @Zakel: Ihr Posting hier im Original:
    

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‪Markus Fichtinger‬‬ Ich stehe offen dazu, kein Mitgefühl für Räuber, Lügner und Betrüger zu empfinden. Weder zu deren Lebzeiten, noch nach deren Tod. Sie mögen das für pietätlos halten, ich sehe das als legitime Verhaltensreaktion an.
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    (Übrigens: Sie brauchen hier nicht auch noch als “McCarthey” anonym posten, einmal reicht.)

    

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‪Christl Von Luetgendorff‬‬ Danke, dass dieser unsägliche Kommentar gelöscht wurde !
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‪Dieter Zakel‬‬ Ich trauere auch nicht um Prammer. Die Welt ist jetzt ein wenig besser geworden.
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‪Dieter Zakel‬‬ Der Charly Blech fehlt noch…
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‪Christl Von Luetgendorff‬‬ Das wird mir jetzt zu viel. Sorry. Sie war in der SPÖ, und hat vielleicht nicht immer getan , was Ihnen passt. Vor allem aber war sie ein Mensch, eine Frau, die gegen eine schwere Krankheit gekämpft und verloren hat. Sie hat diese Häme nicht verdient – das hat niemand !


  22. FDominicus

    @CO
    “Entfernen

‪Markus Fichtinger‬‬ Ich stehe offen dazu, kein Mitgefühl für Räuber, Lügner und Betrüger zu empfinden. Weder zu deren Lebzeiten, noch nach deren Tod. Sie mögen das für pietätlos halten, ich sehe das als legitime Verhaltensreaktion an.
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    (Übrigens: Sie brauchen hier nicht auch noch als “McCarthey” anonym posten, einmal reicht.)”

    Und das Problem damit?

    ” 

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‪Dieter Zakel‬‬ Ich trauere auch nicht um Prammer. Die Welt ist jetzt ein wenig besser geworden.
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”

    Ich würde um sehr viele aktuelle Politiker auch nicht trauern, mein Problem was danach kommt kann immer noch Schlimmer sein.

    “Entfernen

‪Christl Von Luetgendorff‬‬ Das wird mir jetzt zu viel. Sorry. Sie war in der SPÖ, und hat vielleicht nicht immer getan , was Ihnen passt. Vor allem aber war sie ein Mensch, eine Frau, die gegen eine schwere Krankheit gekämpft und verloren hat. Sie hat diese Häme nicht verdient – das hat niemand !
”

    Zusammenhang? Welche Häme? Nur weil man nicht trauert.

    Einige haben hier gepostet wie angeblich seriöse Zeitungen über einige schreiben. Wieso entrüsten Sie sich speziell um einige aber andere nicht? Könnte es sein, daß Sie auch bei einigen wenig traurig wären?

    Ich gestehe es durchaus zu, bei sehr vielen trauerte ich auch nicht. Sondern ich würde mir denken: “Glück gehabt”.

    Oder anders herum, wenn Sie merken Sie sollen zur Schlachtbank geführt werden, dann sähen Sie bitte wen lieber tot? Sich oder Ihren Henker oder diejenigen die Sie zur Schlachtbank führen?

  23. Selbstdenker

    Wie bereits erwähnt: die Saat geht auf:
    http://derstandard.at/3168090

    Und nun wuchert das Unkraut nicht nur beim Nachbarn, sondern auch auf dem eigenen Grundstück.

    Vielleicht hätten manche, die nun Fairness fordern, auf manche Untergriffikeiten verzichten sollen.

    Eine Rechtfertigung? Nein.

    Eine mögliche Erklärung? Ja.

  24. Wolf

    @Dieter Zakel
    Woher sie dieses “Zitat” haben, weiß ich zwar nicht, kann mir aber kaum vorstellen, dass ein Arzt (oder auch jeder, der eine Volksschule erfolgreich absolviert hat) nicht einmal das Wort “Tod” (mit D am Ende!) richtig schreiben kann.

  25. Pingback: Feuchtbiotop Internet | FreieWelt.net
  26. Christian Peter

    @Christian Ortner

    die Politik sollte in der Bananenrepublik Österreich endlich die untragbaren Missstände abstellen (Parteienstaat statt Demokratie, teuerste Demokratie der Erde, weltweit höchste Politikergehälter und Parteienförderung, Horde an Berufspolitikern ohne Berufserfahrung in der Privatwirtschaft, etc. etc), dann wird sich mit Sicherheit der Umgangston der Bürger im Internet mäßigen.

  27. Franziska Malatesta

    Ich trauere auch nicht um die Prammer. Ich könnte diese Abwesenheit von Trauergefühlen natürlich verschweigen. Aber warum? Weil ich 1973 beim Elmayer gutes Benehmen gelernt habe? Ach was. Gutes Benehmen wird überbewertet. Das dachten offensichtlich auch die trauernden Sozen, die vor dem Sarg der Prammer Schlange standen und dort photographisch fesstgehalten wurden, in Kinder- und Strandkleidung, in Hot Pants, in schillernden Turnhosen, in Spaghettiträger-Tops, in jeder Hinsicht unzulänglich bekleidet für den Anlaß, für das Parlament, für die Wiener Innenstadt. Und nein, ich schreibe hier nicht nur über Oberflächliches, weil ich Oberflächliche an Oberflächen hängenbleibe, anstatt zum Kern einer Sache vorzudringen, ich schreibe über die Oberflächen, weil ich das, was ich von Sozen und Prammer halte, aus Gründen des hier geforderten guten Tons nicht sagen darf. Was aber nicht heißt, daß ich es vergessen werde.

  28. gms

    Christian Ortner,

    > (Übrigens: Sie brauchen hier nicht auch noch als “McCarthey” anonym posten, einmal reicht.)

    Selbst auf die Gefahr hin, mich zu irren: Das erste Posting selben Inhaltes vom 31. August 2014 – 12:46 war nach meiner Wahrnehmung zeitnah danach hier im Thread nicht einsehbar und hing mutmaßlich in der Moderationsquarantäne, worauf angesichts der Schwere der Vorwürfe in Ihrem Blogbeitrag der zwei Stunden später wiederholte Versuch einer Richtigstellung mehr als verständlich und Ihr obiger Kommentar meines Erachten unangebracht ist.

    Daß dieser Blogeintrag noch dazu als Gastkommentar gedruckt in einer landesweit erscheinenden Tageszeitung erschien, macht das Ganze noch eine Dimension größer. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, sind die inkriminierten Textstellen nur einer eingeschränkten Öffentlichkeit zugänglich, sprich für jemanden, der sich selbst ein Bild von den Sachverhalten machen will, ist dies nur schwer oder garnicht möglich.

    Womit wir von wegen “Feuchtbiotop Internet” geradewegs bei einem Subthema dazu angelangt sind, nämlich der Möglichkeit, mit verkürzten und sinnentstellenden Zitaten aus wiederum schwer zugänglichen Quellen jemandem an den Karren zu fahren und hernach eine Gegendarstellung im selben Medium respektive Kontext zu verhindern oder auch nur zu verzögern.

    Wer in einem Feuchtbiotop Wellen schlägt, kann selbst naß werden dabei. Wenn wir Glück haben, reicht ein einziger Fall für diese Lektion.

  29. Christian Ortner

    @gms: Also ein letztes mal: Sie irren tatsächlich, ich habe Herrn Zakels fb-postings ungekürzt und unverändert zitiert. Wenn er es nicht gelöscht hat, können Sie es auf fb jederzeit nachlesen, eine Kopie habe ich bereits gepostet.

  30. gms

    Christian Ortner,

    “Sie irren tatsächlich, ich habe [das] fb-postings ungekürzt und unverändert zitiert.”

    Das bezweifle ich und nenne unten auch die Gründe dafür.

    Zugleich entzündete sich meine Kritik daran, wonach Sie monierten, der fb-Eintrag wäre hier zweimal dupliziert werden (“einmal reicht”). Können Sie reinen Gewissens behaupten, das erste Posting (als Kopie des beanstandeten fb-Postings, gebracht unter dem Realnamen) wäre unverzögert hier im Thread einsehbar gewesen?

    Ich habe es am frühen Sonntag Nachmittag hier nicht gesehen, was auch erklären würde, wonach es später vom Urheber unter einem Pseudonym nochmal gebracht wurde, um mutmaßlich dergestalt die Moderation zu umgehen und zugleich einen unhaltbaren Vorwurf zu entkräften.

    “Wenn er es nicht gelöscht hat, können Sie es auf fb jederzeit nachlesen ..”

    Nein, das kann ich eben nicht, selbst wenn’s noch dort ist. Nicht grundlos schrieb ich bereits von schwer bis garnicht zugänglichen Quellen. Dieser fb-Bereich ist für Hinz und Kunz mit einem Internetzugang nicht einsehbar. Gelesen habe ich den gesamten Text erst, als er unter einem Pseudonym hier gestern gegen 14:30 von “McCarthy” eingestellt wurde.

    “.. eine Kopie habe ich bereits gepostet.”

    Was Sie heute um 09:40 brachten (und um 09:46 mit einer zusätzlichen Einleitung wiederholten), entspricht nicht dem, von dem der Urheber behauptet, es sein Text gewesen und der ebenfalls hier im Thread noch nachzulesen ist. Lügt der Urheber also Ihrer Meinung nach?

    Falls er nicht lügen sollte, wollen Sie anhand des dann unstrittigen Original-Textes Ihren Vorwurf aufrechthalten, er hätte jemandem den Tod gewünscht?
    Falls er aber dennoch Ihrer Meinung nach lügt, können Sie dann jene Stelle in dem von Ihnen Geposteten zeigen, wo er den Todeswunsch artikuliert?

    Offensichtlich gestattet das Feuchtbiotop Internet den Leuten nicht nur, ihre subjektive Meinung kundzutun, sondern ebenso subjektiv die Meinungsäußerungen von Dritten zu verwursten und das dann als Beweis für die Mißstände im Tümpel auszugeben.

  31. Christian Peter

    @Christian Ortner

    solange sich die politischen Parteien in der Bananenrepublik Österreich den Staat zur Beute machen, werden sich Bürger dagegen auflehnen.

  32. Christian Peter

    Man sollte über das Vorhandensein des Internet als Informationsquelle mehr als dankbar sein. Denn im Parteienstaat Österreich, in dem die von der Politik völlig abhängigen Presse bereits seit Jahrzehnten nichts als journalistischer Einheitsbrei bietet, stellt das Internet eine abwechslungsreiche und vor allem die einzig unabhängige Informationsquelle dar.

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