Finnland demnächst in der NATO – und Österreich?

Der finnische EU Minister Alexander Stubb, wahrscheinlich schon demnächst Ministerpräsident seines Landes, sagte am 14 Juni, dass Finnland der NATO beitreten solle. Das ist angesichts der neuen geopolitischen Lage mehr als verständlich – weshalb auch Österreich diesen nahe liegenden Schritt andenken sollte.

8 comments

  1. michelle

    die österr. Neutralität – eine Erfindung der ÖVP, die u.a. zur Befreiung Österreichs vom russ. Besatzungsjoch führte – wurde zu einer Art Ersatzreligion der Roten, die nie aufgegeben wurde und wird: Auch die ÖVP hat sich in den letzten Jahren leider aus populistischen Gründen dieser Haltung (kein NATO-Beitritt, dafür PfP) angeschlossen.
    Wer von den feigen “Politikern” würde es heute wagen, diese Haltung trotz aller gefährlichen Entwicklungen der Realität anzupassen ? Wir waren, sind und bleiben halt Trittbrettfahrer….

  2. S.M.

    Nunja Herr Ortner, man kann angesichts der geopolitischen Lage zweierlei entscheiden.

    1) Man duckt sich kriecherisch, wie Sie es hier lancieren, unter den Mantel einer Militärformation und hofft, dass diese Formation nicht eines Tages selbst Gelüste für unsere reichen Schätze hegt oder

    2) Man rüstet sich hoch, baut eine anständige Armee auf, die das Land zu verteidigen weiß und kann sich sicher sein, dass dieses Territorium nicht von einem Menschen betreten wird, der hier unerwünscht ist.

    Sie haben sich also für die Nummer Eins entschieden. Bitte, ich entscheide mich für Nummer Zwei.

  3. Rennziege

    In der ebenfalls neutralen Schweiz kommt nicht mal der dümmste Alm-Öhi auf die Idee, der NATO beizutreten. Warum wohl? Allerdings haben die Eidgenossen eine Armee, die diesen Namen verdient. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendwer in der NATO sich das abgewirtschaftete österreichische Bundesheer ans Bein binden will, das unsere superg’scheiten Politiker aller Farben zum Pflegefall verkommen ließen.

  4. Paul H. Ertl

    Sehr löblich, S.M. Ich fürchte nur, daß die Republik Österreich mit den zur Aufrüstung zur Verfügung stehenden Mitteln bestenfalls die Karawanken gegen eine die Hänge erstürmende (und unbewaffnete) Infanterie verteidigen könnte, ein Angriff einer Koalition aus der Schweiz, Liechtenstein und der Luftwaffe San Marinos wäre wohl das Ende der immerwährenden Neutralität. Oder wollen Sie (wie weiland Udo Proksch) mit aufblasbaren Panzern abschrecken ?

  5. gms

    S.M.,

    “Bitte, ich entscheide mich für Nummer Zwei.”

    Die überwiegende Mehrheit der Finnen (wie übrigens auch der Schweden) sieht dies ebenso. Wer wie die Finnen über 1.200 Kilometer an Landesgrenze mit Rußland teilt und dergestalt als Neutraler sogar den kalten Krieg in Steinwurfweite zu UdSSR friktionsfrei überstand, der wird sich vom aktuellen Gepolter einiger Kriegsphantasten auch nicht den Verstand aus dem Kopf trommel lassen.

  6. Tom Jericho

    Was genau soll uns ein NATO-Beitritt bringen? Nur weil wir trotz beinahe höchster Steuerbelastung weltweit nicht in der Lage sind, ein vernünftiges Bundesheer zu unterhalten (die Schweiz schafft das problemlos bei weit geringeren Steuern [@ Linke: selbst, wenn man die Vermögens- und Erbschaftssteuern einrechnet])?

  7. Rennziege

    18. Juni 2014 – 11:05 Paul H. Ertl
    Schön, dass Sie den roten Intimus Serge Kirchhofer (vulgo Udo Proksch) erwähnen. Seine grausigen Schandtaten geschahen vor meiner aktiven Zeit, aber mein alter Herr hat alles aufbewahrt, was den damaligen “Demel”-Chef aufgeblattelt hat. Daraus kann man viel lernen über unsere Republik, wie sie gebraten und gebacken ist, bis heute. (Wobei ich mich frage, ob die Morde der Nomenklatura nicht einfach nur subtiler geworden sind: Anstatt der “Lucona”-Matrosen bringt man heute halt die Bürger und deren Nachkommen um; die ersaufen nicht im Ozean, sondern in der Vertreibung von Unternehmen und gut Ausgebildeten, in einer irrwitzigen Verschuldung, die mindestens noch unsere Enkelgeneration enteignen wird, etc.
    Nicht einmal die Gummi-Panzer hat dieser Proksch erfunden; die wurden 1944 an der englischen Kanalküste aufgepustet, um die deutsche Wehrmacht über das wahre Ziel der alliierten Invasion zu täuschen.

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