Fleisch darf man bald nur noch heimlich essen

“Vegetarisch oder vegan?” So lautet heute in besseren Kreisen die Frage bei Tisch. Dass jemand Fleisch will, wird allenfalls geduldet.” (amüsant,hier)

19 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Scheint, dass der Link nicht funktioniert (oder nur bei mir?).
    Abgesehen davon, das Theater mit dem “veggy-day”ist überflüssig. Die rk.Kirche hat seit Jahrhunderten den Freitag als fleischlosen Tag auf ihrem Kalender. Und ansonsten sind Fasttage, welche die Kirche vorschreibt nicht rezeptpflichtig, aber manchmal gesund?

  2. Thomas Holzer

    @Ortner
    Würde der link funktionieren, wären auch wir in der Lage zu entscheiden, ob der Beitrag amüsant ist 😉

  3. Thomas Holzer

    @HVRc
    Besten Dank!
    Ja, mit dem Ignorantenspruch und Klimawandel”argument” wird Fleisch bald auf dem Index landen; davor wahrscheinlich rationiert werden 😉

  4. cmh

    Vegetarisch, vegan oder was?

    Den Leuten geht es doch nur zu gut. Einmal wenig bis nichts zu fressen haben und schon geht es wieder.

    Wenn jemand wirklich aus weltanschaulichen Gründen kein Fleisch essen will, dann nervt er damit nicht seine Mitmenschen.

  5. Christian Peter

    Blödsinn, man schaue sich die Speisekarten heimischer Restaurants an. Wenn man Glück hat, findet man dort auch eine vegetarische Alternative.

  6. Karl

    Ach Herr Peter, sie kommen offenbar wenig herum. Auf heimischen Speisekarten vom einfachen Gasthaus bis zu Spitzenlokal finden sie genügend vegetarische Alternativen.
    Nehmen wir z.B. mal die Eiernockerln mit grünem Salat. Oder essen sie sowas aus ideologischen Gründen nicht?

  7. Christian Peter

    @Karl

    wie gesagt : Vegetarische Gerichte in heimischen Restaurants sind eher die Ausnahme als die Regel.

  8. Thomas Holzer

    Da bleibt nur eines: gesetzliche Quote für vegetarische, vegane, frutarische, laktosefreie Gerichte, und was es sonst noch so alles gibt, in der gesamten Gastronomie, ohne Ausnahme, bei drakonischen Strafen; Überprüfung durch -da die BH überfordert sein werden- selbsternannte Veganersheriffs

  9. Rudolf Winkelmayer

    Endlich wird darüber zumindest diskutiert, was in einer aufgeklärten gebildeten Gesellschaft schon längst verinnerlicht sein sollte:
    1. die weltweite, konventionelle Fleischproduktion ist mit unendlich viel Tierleid verbunden
    2. zumindest die europäische Fleischproduktion ist nicht nachhaltig, sondern in hohem Maße auf Futtermittelimporte angewiesen.
    3.über 40% der globalen Getreideproduktion wird bereits für Tierfutter verwendet – mit einem enormen Energiegefälle
    4. der weltweite Fleischkonsum liegt derzeit bei rund 45 kg pro Kopf und Jahr und ist somit mehr als doppelt so hoch als gesundheitlich zuträglich.
    5. die derzeitige weltweite Fleischproduktion ist eines der Haupthindernisse der Verteilungsgerechtigkeit und schädigt die Umwelt enorm.
    Fazit: Die vegetarische Lebensweise (wenn schon nicht die Vegane) sollte bestmöglich gefördert werden, denn sie vermeidet Tierleid, ist gesund und umweltschonend und daher grundvernünftig. Außerdem schmeckt vegetarisches Essen hervorragend, stellt aber meist höhere Anforderungen an die Kochkunst. Aus dieser Sicht sind mir auch polemische Artikel recht, denn sie kurbeln die Diskussion an!

  10. Der Realist

    jeder soll essen was ihm schmeckt, nur keinen stinkenden Kebap in öffentlichen Verkehrsmittel. Ich bin jedenfalls überzeugter Fleischesser, gerne habe ich dazu aber auch frischen Salat und Gemüse aus dem eigenen Garten. Habe mir gerade ein herrliches Rehfilet (auch selbst erlegt) schmecken lassen, dem Vernehmen nach hat es auch meinen Gästen schmeckt.

  11. FDominicus

    @Winkelmayer. Was Sie so alles wissen zu meinen, und noch erstaunlicher Sie wissen was für alle besser ist. Haben Sie erwogen in die Politik zu gehen? Ich denke die grünen Faschisten wären genau diejenigen, bei denen Sie sich zu Hause fühlen könnten.

  12. Christian Weiss

    @ Rudolf Winkelmayer:
    1. Nicht beweisbare Behauptung. Ich sage: Masttiere leben kurz aber gesund, während Wildtiere ebenfalls kurz leben und entweder von Krankheiten oder von anderen Wildtieren hingerafft werden. Die Tötungsmethoden von letzteren sind wesentlich schmerzvoller als das was in europäischen Schlachthöfen Standard ist.

    2. In dicht besiedelten Gebieten mit ungenügend ackerbautauglichem Land wie in Österreich und der Schweiz ist man ganz generell auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Die Alpweiden in diesen beiden Ländern eignen sich zudem ausschliesslich für die Viehwirtschaft und sind die einzige Möglichkeit, für den Menschen nutzbare Kalorien aus dem Boden zu ziehen, denn dieser frisst bekanntlich kein Gras.

    3. Das Energiegefälle in der Fleischproduktion würde deutlich geringer ausfallen, wenn man in der Europäischen Union die Verwendung von Küchenabfällen aus Kantinen, Restaurants und Hotels zur Ernährung des Viehs gestatten würde und auch der “Abfall” aus den Lebensmittelläden dort landen würde. Aber “Konsumentenschützer” und andere Grünlinge wissen ja solches jeweils zu verhindern.
    Allerlei Verfechter von irrwitzigen Energiewenden sorgen zudem dafür, dass Massenweise Nahrungsmittel ohne jeden Energiegewinn für die menschliche Ernährung einfach in Motoren verbrannt werden.

    4. Dass 45 Kilogramm pro Kopf und Jahr, also nur wenig mehr als 100 Gramm Fleisch pro Tag, irgendwie gesundheitsschädlich sein soll, ist in keiner Weise bewiesen.

    5. Der Fleischkonsum hat mit der “Verteilungsgerechtigkeit” rein gar nichts zu tun, zumal der Begriff schwachsinnig ist, weil auch Nahrungsmittel nicht einfach “verteilt” werden, sondern produziert werden müssen. Hunger gibt es dort, wo die Menschen zu wenig Nahrungsmittel selber produzieren können oder zu wenig Geld haben, um sich welche zu kaufen. Die Ursache für die Nahrungsknappheit und Armut sind fast immer strukturelle Probleme: Ertragsschwache Bewirtschaftungssysteme, die wenig Ertrag abwerfen. In der Folge leben die Leute mehr oder weniger von der Hand in den Mund, was ihre eigene Scholle hergibt und leiden dann Hunger, wenn saisonale Extremwetterereignisse das wenige noch kaputt machen.
    Greenpeace-Schwachköpfe und Sozialisten “unterstützen” das, so fern diese Leute überhaupt als Fürsorgeobjekte interessant sind, noch mit tollen Tipps zur “extensiven” Landwirtschaft und der Verteufelung der Gentechnik, damit ja keine Ertragsverbesserung eintritt und/oder bringen in die betroffenen Regionen einfach Hilfsgüter, damit die örtlichen Bauern auch noch ihre wenigen lokalen Kunden verlieren und endgültig in die Armut abdriften.
    In manchen Ländern mit chronischer Nahrungsmittelknappheit aber eigentlich guten Böden würde die Nachfrage nach Nahrungsmittel durch westliche Rindviecher Wunder wirken, weil das die landwirtschaftliche Produktion zu einem profitablen Geschäftszweig machen würde, was die Produktion steigert und für die lokale Bevölkerung dank Arbeitsplätzen neue Wohlstandsperspektiven bringen würde.

  13. Erich

    @christian weiss
    Danke für die ausführliche und profunde Replik! Leider wird auch zum Essen unendlich viel unsäglicher Schwachsinn aufgetischt. Wieso wird übrigens die Liste der Nahrungs-ergänzungsmittel immer länger, wenn doch nur vegetarisch oder gar vegan gesund ist??
    Und zur Ergänzung eine weitere Frage: sind die vielen, ausgemergelten, in Abgasen und Stadtdreck dahinwankenden Rinder in Indien und anderen Ländern, in denen der Glaube sie “schützt” glücklicher als unser Almvieh???

  14. Herbert Manninger

    > Winkelmayer: Und das Fleisch, auf das ich verzichte, bekommt dann der Afrikaner in Form von Gemüse zugeteilt?
    Dass Grüne immer so kindhaft argumentieren!

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