Fleischlos, geschlechtslos, sinnlos

“…Wir befinden uns auf dem Weg von der klassenlosen in die fleisch- und geschlechterlose Gesellschaft. Wer das nicht glaubt, sollte einen Blick auf das totalitäre Gebaren der Weltverbesserer werfen. Von Henryk M. Broder, “Welt“)

30 comments

  1. Thomas Holzer

    Die, welche das Paradies auf Erden versprechen, haben bisher stets die Hölle produziert!
    Und es wird auch in Zukunft so sein!

  2. apz

    Der neue Faschismus wird nicht sagen:
    “Ich bin der Faschismus.”
    Er wird sagen:
    “Ich bin der Antifaschismus.”
    … oder?

  3. Der Unternehmer

    Die neue Form der Diktatur ist subtil. In klassischen Diktaturen wurden die Menschen versklavt. Der moderne demokratische Bürger jedoch versklavt sich freiwillig. Die Gehirnwäsche wirkt

  4. Lodur

    “Der neue Faschismus wird nicht sagen:
    “Ich bin der Faschismus.”
    Er wird sagen:
    “Ich bin der Antifaschismus.”
    … oder?”

    Genau das sagen die Anhänger des “alten Faschismus”.

  5. Lodur

    @Der Unternehmer
    “Die neue Form der Diktatur ist subtil. In klassischen Diktaturen wurden die Menschen versklavt. Der moderne demokratische Bürger jedoch versklavt sich freiwillig. Die Gehirnwäsche wirkt”

    Stimmt. Deshalb kann sich ja auch das kapitalistische Weltsystem (noch) so erfolgreich halten.

  6. Lodur

    @Thomas Holzer
    “Die, welche das Paradies auf Erden versprechen, haben bisher stets die Hölle produziert!
    Und es wird auch in Zukunft so sein!”

    Stimmt. Die Gemeinwohlphrasen der Apologeten des Kapitalismus wie Mises, Hayek oder Friedman erwiesen sich als Lügenpropaganda.

  7. Thomas Holzer

    @Lodur
    “Die Gemeinwohlphrasen” führen hauptsächlich Ihre Genossen im Munde und in der Hand.

    Im Gegensatz zu Ihrer “Rätegesellschaft” wird im Kapitalismus niemand mit gezogener Waffe zur Gefolgschaft gezwungen!

  8. Lodur

    @Thomas Holzer
    “Im Gegensatz zu Ihrer “Rätegesellschaft” wird im Kapitalismus niemand mit gezogener Waffe zur Gefolgschaft gezwungen!”

    Kolonialismus und Imperialismus zu Gunsten des europäischen Kapitals während des 19. und 20. Jh. basierten natürlich nur auf Friede, Freude, Eierkuchen. Und auch heute noch werden Protestierende/Streikende mit Polizeigewalt räsoniert und zum systemkonformen Handeln gezwungen, und das in den sogenannten “westlichen Demokratien”. Im Arbeitsalltag dominiert natürlich nicht die Waffen-, sondern die Systemgewalt. Ökonomische Sachzwänge bedingen, dass breite Massen der Bevölkerung ihre Arbeitskraft in Form der Lohnarbeit verkaufen müssen, weil Sie keine Verfügungsgewalt über die Produktionsmitteln haben und so die Arbeitskraft die einzige Ware ist, die sie verkaufen können. Und am Arbeitsplatz diktieren “Sachzwänge” Arbeitsbedingungen und Lohnniveau, und nicht die Bedürfnisse der Arbeitnehmer. So eine ökonomische Systemgewalt ist viel effizienter, da sie nur schwer zu erkennen und nicht an Personen und/oder Gruppen festzumachen ist.
    So viel zum Kapitel “Freiheit und Kapitalismus”.

  9. Der Unternehmer

    @Lodur
    Es gibt überhaupt keinen Kapitalismus in der wesichen Welt. Ihre auswendig gelernten inhaltsleeren Politphrasen ersetzen eben keineswegs eigenes Denken.

    Sowohl die USA als auch die EU sind Dreiviertelsozialismen .

  10. Feldheld

    @Lodur
    Streikende und Demonstrierende, die sich an die Gesetze halten, haben keine Polizeigewalt zu befürchten. Polizeigewalt trifft den Mob, der keine Rücksicht auf fremdes Eigentum und die Rechte anderer nimmt. Und das ist sehr notwendig und sehr gut so.

    Aber Sie wären kein typischer Linker ohne die permanente Lüge. Linke sind die Negation der Zivilisation, die degenerierte Jugend, die aus Verwöhntheit am eigenen Ast sägt, der Abschaum, der nichts schaffen kann, nur zerstören.

  11. Lodur

    @Feldheld
    “Aber Sie wären kein typischer Linker ohne die permanente Lüge. Linke sind die Negation der Zivilisation, die degenerierte Jugend, die aus Verwöhntheit am eigenen Ast sägt, der Abschaum, der nichts schaffen kann, nur zerstören.”

    Besser hätten es Alfred Rosenberg und Julius Evola auch nicht formulieren können.

  12. Lodur

    @Der Unternehmer
    “Es gibt überhaupt keinen Kapitalismus in der wesichen Welt. Ihre auswendig gelernten inhaltsleeren Politphrasen ersetzen eben keineswegs eigenes Denken.

    Sowohl die USA als auch die EU sind Dreiviertelsozialismen.”

    Interessant. In EU und USA basiert die Wirtschaft Ihrer Ansicht nach nicht auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln. Das Ziel dieser Produktionssysteme ist also nicht die Akkumulation von Kapital, sondern die Bedürfnisbefriedigung. Des Weiteren wird dort Arbeit nicht nach individuellen Profitbedürfnissen, sondern nach gesamtgesellschaftlichen Erfordernissen verteilt. Produktionsmittel, Immobilien, Finanzwesen und Grund Boden werden dort ebenfalls von den Arbeitern und Konsumenten demokratisch verwaltet. Das ist nämlich Sozialismus.

    Verzeihen Sie bitte, aber ich vermute, dass Sie im Fierberwahn delirieren. Wenn Ihr betriebswirtschaftliches Wissen genau so hoch wie Ihr volkswirtschaftliches ist, dann sehe ich für Ihr Unternehmen schwarz.

  13. Lodur

    Ach so, Sie meinten Dreiviertelsozialismus. Also ein Viertel Kapitalismus und drei Viertel Sozialismus. Aha, verstehe. Also sind dort nur drei Viertel aller Produktionsmittel kollektiviert? Oder werden dort die Betriebe zu drei Viertel von den Arbeitnehmern und zu einem Viertel von den Arbeitgebern geführt? Oder wie? Oder was?

    Dieser Nonensene kommt dabei heraus, wenn man “Wirtschaftsexperten” wie den Unternehmer ernst nimmt.

  14. Feldheld

    @Lodur
    Schon mal ins Auge gefaßt, sich eine zweite Gehirnzelle wachsen zu lassen? Möglicherweise bekommen Sie dann mal ein Posting hin, was aus mehr als infantilem Gekläffe besteht.

  15. Lodur

    @Feldheld
    Was Sie als “infantiles Gekläffe” im Sinne der antimarxistischen Diktion nationalkonservativer bis (neo-) faschistischer Kreise bezeichnen, sind fundierte sozioökonomische sowie kultursoziologische kritische Analysen des herrschenden Systems. Und wenn “Leuchten” wie Der Unternehmer behaupten, dass USA und EU “Dreiviertelsozialismen” sein sollen, ohne zu erklären, was darunter zu verstehen ist, zeugt das nicht gerade von der intellektuellen Überlegenheit der hier postenden Liberalen.

  16. Der Unternehmer

    @Lodur
    Ich will Ihnen die Richtigkeit meiner Aussage an einem Beispiel demonstrieren.

    Die in Deutschland angestrebte “Energiewende” ist reine Planwirtschaft, also reiner Sozialismus. Die natürliche Funktion des Marktes wurde hier zu 100 Prozent ausgeschaltet.

    Ich könnte Ihnen hier tausende solcher Beispiele anführen.

    Marktwirtschaft ohne Markt gibt es nicht.

  17. Mercutio

    @Lodur
    Grüße Lodur, Ich teile Ihre Ideologie nicht, aber muss schon sagen, was hier immer wieder von den Selbständigen (?) Helden der Marktwirtschaft abgesondert wird, ist schon oft Jammern auf hohem Niveau. Dass ausgerechnet Umwelttechnologien, die uns doch alle im Sinne unserer Nachkommen am Herzen liegen sollten, als die Hauptwurzeln eines teuflischen Sozilaismus gezeichnet werden, finde ich schon kurios. Und dass wo sämtliche Umwelttechnologien im Vergleich zu konventioneller Energie (Atom, Kohle) und Militär (zum Schutz “unserer” fossilen Reserven) nur vergleichsweise Mini-Beträge sind.

  18. Der Unternehmer

    @Mercutio
    Weil das, was uns heute als Öko, Bio und Grün verkauft wird, sich als die größte Umweltzerstörung seit Jahrhunderten entpuppt.

  19. Lodur

    @Der Unternehmer
    “Die in Deutschland angestrebte “Energiewende” ist reine Planwirtschaft, also reiner Sozialismus. Die natürliche Funktion des Marktes wurde hier zu 100 Prozent ausgeschaltet.”

    Planwirtschaft alleine macht noch keinen Sozialismus. So hat auch der profitorientierte Unternehmer einen Geschäftsplan, also ein Konzept, wie der höchstmögliche Gewinn zu machen ist.
    Da ja der Staat ein Produkt der materiellen, also sozioökonomischen Verhältnisse ist, verschmilzt ab einer bestimmten Entwicklungsphase der Staat mitsamt seinen Institutionen mit den herrschenden Klassen, die ja darauf aus sind, ihre Interessen politisch realisiert zu wissen, und deshalb in einem parlamentarisch-demokratischen System Interessensvertretungen und Parteien gründen bzw. diese einzunehmen versuchen. Beispiele dafür sind Politiker, die früher Unternehmer waren (z. B. Stronach) oder ehemalige Amtsträger, die nach Ende ihrer Funktionsperiode in Unternehmen als Vorstände oder Aufsichtsräte sitzen, weil sie eben Politik zu Gunsten dieser Gruppen praktiziert haben.
    Ab einer gewissen Phase des Spätkapitalismus haben sich Oligopol- bzw. Monopolstellungen von einigen wenigen Großunternehmen durchgesetzt. Heutzutage diktieren Konzerne/Trusts das Wirtschaftsgeschehen auf globaler und nationaler Ebene. Die kleinen und mittleren Unternehmen können nur mehr auf die Aktionen der großen Player reagieren bzw. werden immer mehr vom Markt verdrängt oder einfach von diesen gekauft. Und ja, auch die Politik bzw. die staatlichen Amtsträger vertreten immer mehr die Interessen des Großkapitals, teils aus Eigennutz bzw. persönlichen Verbindungen/Interessen, teils aus Gründen der von den Konzernen diktierten Sachzwänge im Kontext des Standortdebatte. Und dieses Phänomen betrifft alle Branchen/Sektoren, auch die Energieversorgung, die prinzipiell von profitorientierten Privatunternehmen und Unternehmen der Öffentliche Hand getragen wird. Denn im Kapitalismus kann auch der Staat als gewinnorientierter Unternehmer fungieren, was er auch teilweise macht. Dass dies alles natürlich dem Konzept eines freien Marktes zuwiderläuft ist klar ersichtlich. Ein gebildeter marxistischer Ökonom, und nicht nur dieser, weiß eben, dass der freie Markt nur eine Station in der Entwicklungsphase des Kapitalismus darstellt. Der Konkurrenzkapitalismus zahlreicher kleinerer und mittlerer Unternehmen wird in der Spätphase der Entwicklung des Kapitalismus vom Oligopol- und Monopolkapitalismus abgelöst, in dem wir heute leben. Eine Folge des Phänomens, dass ineffiziente Kapitale von effizienteren vom Markt verdrängt bzw. aufgekauft werden.

  20. Mercutio

    @Der Unternehmer
    Das ist pauschal hingelaberter Unsinn und das wissen Sie. Es gibt Fehlentwicklungen und falsch Anreize. Gegen Smog, Lärm, Chemie in Flüssen und Trinkwasser sowie Strahlung sind das aber Banalitäten. Aber die konventionelle Energiewirtschaft wird hier gerne schöngeredet. Billige Energie will jeder, niemand wird aber die Foilgeschäden tragen wollen.

  21. Der Unternehmer

    @Mercutio
    Ach ja. Und im Sozialismus gibt es natürlich gar keine Umweltprobleme.

    Die angeblich so umweltfreundliche Energie wie Windräder, Solar ist eben nicht umweltfreundlich. Es genügen Schulkenntnisse in Physik, um das zu kapieren.

  22. Feldheld

    @Lodur
    Sie hätten der erste Linke in der Weltgeschichte werden können, mit dem eine sachliche Diskussion möglich wäre. Aber dummerweise wären Sie dann sofort kein Linker mehr.

  23. Lodur

    @Der Unternehmer
    Nein. Tatsachen. Ökonomische Tatsachen. Fangen wir im Kleinen an. Was glauben Sie warum es in Österreich immer weniger kleine Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel gibt? Weil Sie von Konzernen wie Rewe, Lidl, Spar oder der ZIP Warenhandel AG (Zielpunkt) vom Markt verdrängt wurden. Eine klassische Konzentrationserscheinung des Kapitalismus.
    Des Weiteren wird der globale Lebensmittelmarkt von den Konzernen Tyson, Kraft Foods, Danone, Nestle, Coca Cola und Unilever kontrolliert.

  24. Lodur

    @Feldheld
    “Sie hätten der erste Linke in der Weltgeschichte werden können, mit dem eine sachliche Diskussion möglich wäre. Aber dummerweise wären Sie dann sofort kein Linker mehr.”

    Im Gegensatz zu Ihnen poste ich hier sachlich-argumentativ Fakten. Sie können nur beleidigen und stereotype Ressentiments gegen alles Linke absondern.
    Wohl eher ein Maulheld als ein Feldheld.

  25. Mercutio

    @Der Unternehmer
    Wer redet von Sozialismus, aber ohne Bürgerbewegung und staatliche Regularien können Sie sich vorstellen wie unsere Flüsse und unser Luft ausschauen würden? Wie in China, Mexiko oder Südamerika. Den Konzernen ist die UMwelt- und Lebensqualität wurscht solange die Kasse stimmt. Auch das ist Kapitalismus. Sozialismus? — ein klares nein! Aber auch regulationsfreier Kapitalismus ist nicht das Gelbe vom Ei.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .