Flüchtlinge als Devisenquellen

Von | 12. November 2015

“…Auf dem EU-Afrika-Gipfel will Europa die wichtigsten afrikanischen Herkunftsstaaten von Flüchtlingen zu effektiveren Rücknahmeabkommen bewegen. Doch die haben daran gar kein Interesse, ” berichtet die FAZ.

11 Gedanken zu „Flüchtlinge als Devisenquellen

  1. Lisa

    Ist doch logisch: kein Land will arme Leute – und die Menschenexportländer wären ja schön blöd, ihre “Landeskinder” wieder zurückzunehmen, wo bald die Devisen ins Land fliessen werden: Wenns rechtens zugeht, von deren Löhnen, wenns nicht ganz so rechtens zugeht, übers Sozialamt, bzw. den Steuerzahler.

  2. Reini

    … vorher werden sie angelockt zum Futtertrog,… und jetzt verschwinds wieder! … “effektives Rücknahmeabkommen” …. der ist guat!!!

  3. Fragolin

    Das afrikanische ist doch ein bombastisches Geschäftsmodell:
    Erst vergraulen wir die Leute, die ihr ganzes Geld bei Schleppern abliefern, um in ihr vermeintliches Paradies auszuwandern. Dann lassen wir uns die Rückführung der Glücksritter auch noch üppig bezahlen und die müssen ganz von vorne anfangen zuhause wieder Fuß zu fassen.
    Das “Flüchtlingsgeschäft” ist inzwischen eine globale Industrie, an der sich einige Leute und Staaten am degenerierten Westen und seinen höchstbelasteten Steuerkühen auf Kosten minimalgebildeter Glücksritter dumm, dämlich und besinnungslos verdienen.

  4. mannimmond

    Dieses Geschäftsmodell hat in afrikanischen Ländern jahrhundertealte Tradition.

    Bis ins 19.Jahrhundert hinein war es üblich, dass afrikanische Stammeshäuptlinge ihre überzähligen jungen Männer – und in geringerem Maße auch Frauen – an Sklavenhändler verkauften. Auch wenn es heute gerne verschwiegen wird: Die meisten Sklaven wurden von ihren eigenen Stammesbrüdern verkauft – und nicht von einfallenden Sklavenjägern gefangengenommen.

    Es ist auch leicht einzusehen, warum sich gerade dieses “Geschäftsmodell” durchsetzte: Der Stammeshäuptling konnte sich so vieler junger Männer entledigen, die schon allein deshalb aufmüpfig waren, da ein großer Teil der jungen Frauen vom Stammesfürsten selbst beansprucht wurde, weshalb die jungen Männer, die nicht zur unmittelbaren Familie des Häuptlings zählten, keine Frauen haben konnten.

    Und dafür, dass die Sklavenhändler dem Häuptling diese “Störenfriede” abnahmen, wurde er auch noch bezahlt. Besser konnte es nicht gehen.

    Aber auch für die Sklavenhändler war dieses System vorteilhaft: Es war wesentlich effizienter, dem Häuptling ein paar Silberlinge zukommen zu lassen und dann starke, junge Männer geliefert zu bekommen, als mit einem Schiff irgendwo an der afrikanischen Küste zu landen, um dann erst mühsam Gefangene zu machen – wobei es womöglich noch Verletzte (auf Seiten der Schwarzen!) hätte geben können. Man bedenke: Ein junger kräftiger Schwarzer mit einem zerschlagenen Bein ist schließlich auf dem Sklavenmarkt nichts mehr wert. Deshalb verlegten sich die Sklavenjäger sehr rasch auf den Sklavenhandel.

    Nebenbei: Diese Ersthändler waren vorwiegend Araber. Es wurden auch Zehntausende Schwarzer nach Arabien verbracht. Da aber die Araber alle männlichen Sklaven kastrieren ließen, gibt es auf der arabischen Halbinsel keine schwarze Bevölkerung – im Gegensatz zu Amerika.

    Zurück zum “Geschäftsmodell”: Dieses hat sich seitdem kaum geändert. Der Stammeshäuptling – mittlerweile heißt er Präsident – exportiert weiterhin junge Männer und erhält im Gegenzug Entwicklungshilfegelder. Damit finanziert er den eigenen Luxus, zu dem heute nicht mehr nur die jungen Frauen des eigenen Stammes zählen, sondern auch Villen, Yachten, Autos, … und natürlich weiterhin Frauen.

  5. Lisa

    Sehr richtig. Wir sind eben doch letztlich Primaten: auch der Silberrücken vertreibt die Jungmännchen. Allerdings haben das – in abgeschwächter und rational begründeter Form auch auch Europäer gemacht, indem sie die Jungmänner in fremde oder eigene Kriegsdienste zwangen.

  6. astuga

    Seltsamer Weise scheitern solche Abkommen immer wenn sie in einem möglichst großen Rahmen und auf höchster Ebene abgeschlossen werden sollen.

    Wenn einzelne Nationalstaaten so etwas aushandeln, funktioniert es meist (ohne mediales Tamtam und Aufsehen).
    Siehe Großbritannien mit Pakistan, Spanien mit Westafrika.

  7. Christian Peter

    Man bräuchte bloß ein vernünftige Einwanderungspolitik verfolgen, dann kann man sich entwürdigende Verhandlungen mit afrikanischen Staaten ersparen. Man bräuchte bloß die Willkommenskultur für illegale Einwanderer beenden und diesen die Möglichkeit verwehren, in Europa einen legalen Aufenthaltstitel zu erwerben, das würde dem gesamten Schlepperwesen mit einem Schlag die Geschäftsgrundlage entziehen. Solange man illegale Einwanderer rechtlich besser stellt als Menschen, die sich auf legalem Weg um Einwanderung bemühen, werden die Flüchtlingsströme niemals versiegen.

  8. gms

    Lisa,

    “Wir sind eben doch letztlich Primaten: auch der Silberrücken vertreibt die Jungmännchen. Allerdings haben das – in abgeschwächter und rational begründeter Form auch auch Europäer gemacht, indem sie die Jungmänner in fremde oder eigene Kriegsdienste zwangen.”

    Ein ähnliches Motiv findet sich bei jenen wohlhabenden Silberrücken, die ihr Vermögen längst im Trockenen haben und zugleich die rote Trompete blasen; hinter sich nach dem Aufstieg die Leiter hochziehen und potententiellen Nachfolgern implizit die Tür zum Auswandern weisen, wenn diesen danach das staatliche Raubritterum stinkt.

    Soros: “Auch ich müsste mehr Steuern zahlen.”
    Mateschitz: „Eine Vermögensteuer ist durchaus legitim.“
    Haselsteiner: “Für absurd hohe Gehälter so um die fünf Millionen Euro gehören 70, 80 Prozent Spitzensteuersatz.”

    Sind Jugendliche aus Rebellion und Naivität heraus links gepolt, kuriert sich dieses Defizit im Alter zumeist aus, es sei denn, das sich Verbandeln mit dem Staat hält Konkurrenz auf Abstand.

  9. aneagle

    Es geht auch anders.
    Wenn Herr Orban nicht gleich die Ansicht der Staatsratsvorsitzenden teilt, entblödet sich Luxemburgs SP-Außenminister Herr Asselborn, “ständig zuständig” für Migration und Asyl in die EU, nicht, gleich nach der EU-Fördergeldblockade zu rufen. Und ein ahnungsloser Herr Gabriel sekundiert bewundernd. So ist also der demokratisch tolerante Umgang mit Partnern im gleichen Kulturkreis. Wer zahlt schafft an. ( W. Putin, alte sozialistische Weisheit)

    Auf der anderen Seite wird den afrikanischen Staaten über ihre fragwürdigen Machthaber Entwicklungshilfe aus unseren Steuergeldern reingeschoben, das nachweislich keinen bedürftigen Afrikaner erreicht und die korrupten Strukturen Afrikas noch festigt.(vgl.: Dambisa Moyo, Dead Aid)
    Europas geniale Strategie: Mehr vom Schlechten- noch höhere Entwicklungshilfezahlungen.

    Das erinnert fatal an die jahrelangen (bis heute!) monatlich pünktlichen Gehalts-Doppel-Zahlungen der EU an ALLE palästinensischen Beamten für den Staats -“aufbau” in den Palästinensergebieten. Da sich Hamas und Fatah aber nicht einigen können, wer die Beamten stellen soll, gibt es jeden Beamten dort doppelt. Österreich wird das bekannt vorkommen, ein Roter und ein Schwarzer halt und keiner, der die Arbeit macht.
    Aber beide bekommen von der EU bezahlt und alle gemeinsam sind aus Protest gegen die Zweifachbesetzung seit Jahren nicht im Amt erschienen. So lässt es sich gut alimentiert leben und es ist verständlich, wenn Griechenland für seine viel harmloseren TV-Putzfrauen als EU- Staat zumindest den gleichen Standard fordert. Wenigstens erhalten griechische Putzfrauen mit dem Geld nicht auch noch eine Terrorstruktur !
    Aber zurück zu Afrika mit seinen, dank der Staatskunst der Herren Asselborn und Gabriel, nutzlos im Sand versickernden EU-Zahlungen: Was wäre, würde man das System Orban anwenden und den Potentaten Afrikas für ihr zögerliches Entgegenkommen etwas vom Taschengeld streichen? Dann sieht die persönliche Devisenberechnung gleich teurer aus. So einfach geht das nämlich !

  10. Lisa

    @gms: Affen haben eben noch nie was von „noblesse oblige“ gehört und ihr Sozialsystem beruht v.a. auf dem Recht des Stärkeren. Wenn man jung ist kennt man viele Hintergründe für die zu Recht empörenden Ungerechtigkeiten und das Leid in der Welt noch nicht. Es sagte mal einer, wer mit 20 nicht links sei, habe kein Herz, wers mit 40 noch sei, keinen Verstand, oder so ähnlich, was sich auch all die „Gutmenschen“ mal hinter die Ohren schreiben sollten.Zzu den erwähnten Silberrücken: das stört mich gewaltig bei den „Linken“, dieses Wasser predigen und Wein saufen. Sind deren Kinder etwa Arbeiter und Bauern?!? Bauern gibts nicht mehr viele und wer heute Arbeiter ist, hat oft, wenn nicht meist, einen Migrationshintergrund – dessen Idee von Staat ist indes nicht Sozialismus oder gar Kommunismus, igitt! sondern ein kleinkapitalistisch orientiertes persönliches Lebens- und Berufsziel mit Bevorzugung der eigenen Familie und einer rein formalen Staatszugehörigkeit (Pass, Steuern, Sozialsystem). Die Mutter putzt noch oder sitzt an der Supermarktkasse, der Vater arbeitet auf dem Bau oder in der Fabrik – aber die Kinder und Enkel sollen was „Besseres“ werden. Das hat nichts mit Islam zu tun, sondern mit Kulturen, deren Träger zwar auch Muslime sind, aber längst nicht nur. So etwas wie Arbeitsethos wie in Mittel- und Nordeuropa gibt es in den meisten Kulturen nicht, sondern Arbeit ist – und war schon früher – etwas für Sklaven, Ungebildete, Schuldner und andere Rechtlose.
    @aneagle: Theoretisch richtig: Geldhahn zu – und “machts euren Dreck aleene”. Aber das geht bei der globalen Vernetzung der Wirtschaft und der blitzschnellen Information nicht mehr.In kürzester Zeit erreichen uns die Bilder, die Reportagen, die Filme, die Schilderungen der Opfer – den einen zur Abendunterhaltung oder antidepressionswirksamer Echauffierung, den andern Gewissensqualen bereitend.

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