Flüchtlinge? Oder doch Illegale Einwanderer?

(ANDREAS UNTERBERGER) Eine deprimierende Nachricht hat auch wenigstens eine erfreuliche Seite. Mehr als 276.000 „illegale Einwanderer“ sind im vergangenen Jahr in die EU gekommen. Das ist eine schockierende Steigerung um nicht weniger als 138 Prozent (und das ist auch der  Grund des Beinahe-Kollapses im österreichischen Asyl-Wesen). Aber die Bekanntgabe dieser Zahl durch EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hat wenigstens einen positiven Aspekt: Sie zeigt einen deutlich ehrlicheren Umgang mit diesem Problem als früher. Denn der Grieche spricht nämlich primär von „illegalen Einwanderern“ und nicht wie die meisten österreichischen Medien in ihrer krampfhaften Political Correctness automatisch von „Flüchtlingen“ (Wobei sie auch nicht die Tatsache stört, dass diese Bezeichnung juristisch beim Grenzübertritt immer falsch ist, und in den meisten Fällen auch dauerhaft). Ehrlichkeit ist immer der erste – wenn auch nicht ausreichende – Schritt, um einer Problemlösung etwas näher zu kommen.

PS.: Der zweite Schritt zur Ehrlichkeit würde sagen, wie viele von diesen illegalen Einwanderern sunnitische Moslems sind, was sie leider viel Fundamentalismus-anfälliger macht als andere islamische Gruppen. (TB)

13 comments

  1. PP

    Aber aber, sind doch alles nur Menschen und kein Mensch ist illegal! Und reich sind wir auch und Religion interessiert uns gar nicht. So einfach ist das!

  2. Christian Peter

    Selbstverständlich gibt es aufgrund einer völlig verfehlten Einwanderungspolitik (fast) ausschließlich illegale Einwanderer. Solange man Menschen privilegiert, die illegal ins Land reisen, wird sich daran nichts ändern. Experten empfehlen, zu einem System der legalen Einwanderung überzugehen – Asylsuchende sollen in ihren Herkunftsländern einen Asylantrag stellen während illegale Einwanderer unmittelbar (ohne Asylverfahren) wieder abgeschoben werden. Das würde mit einem Schlag die illegalen Routen (samt Tausenden Toten) nach Europa und die Grundlage des Schlepperwesens austrocknen.

  3. Thomas Holzer

    “…………Asylsuchende sollen in ihren Herkunftsländern einen Asylantrag stellen……….”

    Das kann ich mir bildlich so richtig vorstellen, wie Asylsuchende z.B. in Damaskus die österr. Botschaft -so sie überhaupt noch geöffnet ist- unter den Augen der “Assad-Polizei” aufsuchen, um politisches Asyl zu beantragen, gewährt bekommen und mit den entsprechenden Papieren dann im Taxi zum Airport fahren und dort ein Flugticket lösen.

    Viele Vorschläge “unserer” Politikerdarsteller sind nicht gerade sehr durchdacht……..

  4. Christian Peter

    Hirn benutzen. Wenn es Millionen gelingt, unter abenteuerlichsten Bedingungen illegal nach Europa zu reisen, wird es auch gelingen, im Heimatland einen Asylantrag zu stellen.

  5. Christian Peter

    @t.holzer

    Bei Ihnen fragt man sich tagtäglich : Tun Sie nur so ? Was stellt Ihrer Meinung nach einen größeren Aufwand dar ? Sich von Schleusern (nicht selten unter Lebensgefahr) durch viele Länder illegal nach Europa schaffen zu lassen oder in der nächstgelegenen Botschaft einen Asylantrag zu stellen ?

  6. Hephaistos

    Das Problem mit den Illegalen und damit den Status von “Flüchtlingen” erreichenden liegt vor allem darin, dass wir es dulden, gutherzige Menschen im Augenblick mitfühlend sind und sich für den Verbleib aussprechen. Leider denken die meisten Leute nicht über die Nasenspitze hinaus. Wie soll eine Integration aussehen? Was sollen diese Leute arbeiten? Wie erlernen sie die Sprache? Solange dafür keine Pläne auf dem Tisch liegen, eindeutige Zahlen von Menschen deffiniert sind, die wir aufnehmen können, solange wird man auch weiterhin nur Öl ins Feuer giessen und Unzufriedenheit schüren. Es gibt in Ö 500.000 Menschen, die keine Arbeit finden. Wie wollen wir den neu zu uns kommenden Arbeit und damit eine finanzielle Basis anbieten? Die Steuerlast ist bereits dermassen hoch, dass das System kollabieren wird. Die Politik redet das zwar schön, dies ist aber Realität. Das Zauberwort heisst “Gegenfinanzierung” und niemand ! Spricht offen darüber, dass dies nur ein Umverteilen vom linken in den rechten Sack ist. Einsparung oder Vorschläge, wie man mehr Geld verdienen kann, sind nicht zu hören oder zu lesen. Daher ist der Status quo für Flüchtlinge interessant, weil jeder in den armen Länder weiss, dass in Österreich die politische Hilfsbereitschaft ungebrochen ist und man für’s Nichtstun (dürfen) im Warmen sitzt und versorgt wird. Die Frage ist nur, wie lange das noch so weiter geht.

  7. Fragolin

    @Christian Peter
    Meinen Sie sowas wie die Ausreiseanträge in der DDR? Die waren ja auch erfolgreicher als die illegale Erpressung der BRD-Botschaften in Prag und Budapest.
    Natürlich gehört das Asylwesen reformiert, aber politische Flüchtlinge bei ihren Verfolgern um Ausreise bitten zu lassen ist ein Vorschlag, der dümmer nicht sein kann.
    Hätten die verfolgten Juden in der Hitlerei nur einen Antrag stellen sollen?
    Nein, so einfach funktioniert die Welt nicht. Es gibt Menschen, die wirklich verfolgt werden.
    Die würden aber auch dann kommen, wenn hier kein Honigbrot auf sie wartet. An den Versorgungsansprüchen erknennt man sie…

  8. Christian Peter

    @Fragolin

    Hirn benutzen. Gerade politisch Verfolgte würden von dieser Praxis am meisten profitieren, da sich Einwanderung sehr viel besser steuern ließe, anders als heute, wo sich 95 % der illegal Eingewanderten als Wirtschaftsflüchtlinge politisches Asyl erschleichen und selbst Flüchtlinge mit abgelehntem Asylbescheid nicht abgeschoben werden.

  9. Christian Peter

    Oder anders formuliert : Warum sollte man Menschen belohnen, die den Weg der Illegalität beschreiten und solche bestrafen, die sich an die Gesetze halten ?

  10. Fragolin

    @Christian Peter

    Wie politisch Verfolgte davon profitiert haben, sich ordnungsgemäß bei ihren Peinigern abzumelden, können Sie mal den ehemaligen Einsitzern des Stasi-Gefängnisses in Bautzen erklären. Die werden Ihnen den Besitz eines Hirns glatt absprechen, glauben Sie mir.
    Die wirklich Verfolgten haben die Flucht sogar unter Lebensgefahr gewagt, obwohl ihnen klar war, dass die andere Seite sie nicht durchalimentieren wird. Die Freiheit des Westens bestand auch in der Freiheit, unter der Brücke zu landen. Wirtschafts- und vor Allem Sozialsystemflüchtlinge meiden das Risiko wie der Beelzebub den Messwein. Daher: Aufnahmelager in alten Kasernen, sofortige Arbeitserlaubnis und Räumungsbescheid nach 4 Monaten – entweder man hat sich bis dahin organisiert oder kehrt wieder heim.
    Wirklich Verfolgte gehen lieber Schuhe putzen oder Parkplätze kehren als zurückzugehen.
    Asylbetrug resultiert nicht aus der kriminellen Energie von Menschen, die bösartig Sozialsysteme ausschnorren, sondern aus idiotischer Gutmenschenpolitik. Wenn ich den Kornspeicher offenlasse, weil die Leute glauben, die paar Körner, die die Mäuse knabbern, würden ihnen nicht abgehen, brauche ich mich nicht wundern, wenn der Speicher morgen von Ratten geflutet wird. Die Nager sind nicht Schuld, die nehmen nur ein Geschenk dankbar an, sondern jene mit dem Schlüssel.

  11. Christian Peter

    ‘Die Nager sind nicht Schuld, sondern jene mit dem Schlüssel.’

    Eben. Daher darf die Politik Menschen nicht belohnen, die den illegalen Weg beschreiten, sondern muss den Weg (ausschließlich) legaler Einwanderung beschreiten. Es kann doch nicht sein, dass in den vergangenen Jahren Tausende Migranten bei der Überfahrt nach Europa ertranken und dennoch weiterhin ihr Leben riskieren, nur weil sie mittels einer absurden Einwanderungspolitik einen besseren Status als ihre Landsleute zu Hause erhalten, wenn sie illegal in Europa landen.

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