FPÖ in Wien schon bei 40%

Von | 19. November 2016

“Eine neue Umfrage in Wien zeigt, dass die Bürger von den Altparteien mehr als enttäuscht sind. Die SPÖ kommt demnach auf nur 27 Prozent, die ÖVP auf weit abgeschlagenen 7 Prozent. Die Freiheitlichen hingegen liegen im Trend. Der Umfrage zufolge kommt die FPÖ auf 40 Prozent der Wählerstimmen in Wien…” (hier)

21 Gedanken zu „FPÖ in Wien schon bei 40%

  1. Fragolin

    Tja, das hätten sie wählen sollen als sie die Wahl hatten. Hamse aba nich, wie der Berliner sagt.

  2. Gerald

    Wenn es dann wieder mal zu einer Wahl kommt, weiß die Mehrheit der Wiener schon , dass sie ihre Sozen nicht enttäuschen dürfen. Und es werden täglich mehr davon, die können leider nicht an Umfragen teilnehmen, weil die Deutschkenntnisse nicht ausreichen, aber bei der Wahl hilft dann eh der gute Onkel von der SPÖ.

  3. Falke

    Das wird die SPÖ wenig kratzen. Die letzte Wahl haben sie halbwegs überstanden, die nächste ist erst in 4 Jahren. Bis dahin kann noch sehr viel geschehen (denken sich die SPÖ-Verantwortlichen jedenfalls – falls sie überhaupt denken, und noch dazu so weit voraus).

  4. sokrates9

    Ob sich das für Hofer positiv auswirkt? Motto Denkzettel der nicht weh tut??

  5. GeBa

    Die letzte in Wien hat mich schwer getroffen, hätte nie gedacht dass es dieser Häupl schafft, wenn auch nur mit den Grünen, die ihm ja vorher nur Honig ums Maul gestrichen haben, um ja dabei sein zu können.
    Für die BP Wahl fürchte ich Übles, denn die Jungen, und das sind naturgemäß die Grünwähler, haben keine Ahnung, was sie sich mit VdB für ihre Zukunft antun.
    Man kann nur auf die vorgezogene Nationalratswahl hoffen…

  6. Christian Peter

    Besonders erfreulich sind die 7 % der Christdemokraten. Kaum zu glauben, dass diese hochkorrupte Partei von Österreichern vom Land noch immer gewählt wird. Eigentlich müsste diese Partei längst aufgelöst werden, ein Schicksal, dass die Schwesterpartei Democrazia Cristiana nach ein paar Korruptionsskandalen in den 90-er Jahren in Italien ebenfalls ereilte.

  7. Rado

    Das erfreuliche dieser Umfrage ist es zu sehen, wie die ÖVP immer schneller um den Ausguss rotiert. Nächstes Mal sind sie in Wien Geschichte! Bundesweit ist die ÖVP den Umfragen auch schon deutlich unter 20 %
    Was man an diesen Leuten verlieren würde, kann man am schwarten Aufmarsch um den Wahlkampf van der Bellens recht gut beobachten.

  8. astuga

    @Christian Peter
    Sie sind zumindest groß genug um sicher zu stellen, dass auch andere Regierungen angelobt werden können als rot-schwarz-grüne-neos.
    Und ich traue Hofer tatsächlich zu, dass er nicht automatisch zu allen Abkommen, Verträgen oder Beschlüssen seinen Sanktus gibt (sprich seine Zustimmung).

    Wenn Sie auf den Kandidaten ihrer Träume hoffen, dann müssen Sie sich selber einen backen.

  9. astuga

    Allerdings traue ich solchen Umfragen nicht.
    Das dient mittlerweile sowohl der vornehmlich roten Wählermobilisierung, wie dazu eigene erwartbare schlechte Ergebnisse im Nachhinein abzuschwächen (“Wir waren doch besser als in den Umfragen”, siehe Wien-Wahl).

  10. Christian Peter

    @astuga

    Was heißt Kandidat der ‘Träume’ ? Ich gehöre erfreulicherweise nicht zu den Wahnsinnigen, die zur Wahlurne kriechen und alles und jeden wählen, bloß weil es (angeblich) keine Alternative gäbe.

  11. astuga

    Eben, Sie gehören bloß zu den “Wahnsinnigen” die vor der Wahl jammern und hinterher ebenso.
    Aber selbst nicht wählen gehen.

    Gut, das ist jedermanns Recht, nur halt wenig sinnvoll.
    Darum halt – einen Wunsch-Kandidat selber backen oder auch Kandidieren. 😉

  12. Christian Peter

    @astuga

    Auch Sie werden vor und nach den Wahlen jammern – bei den zur Auswahl stehenden verheerenden Parteien ist nichts anderes zu erwarten. Es sind Bürger wie Sie, die die Demokratie zu Grabe tragen, weil sie trotzt widrigster Verhältnisse durch Abgabe der Stimme bei Wahlen das politische System legitimieren und somit am Leben erhalten.

  13. Christian Peter

    @astuga

    Welcher vernunftbegabter Bürger wird sich durch Abgabe einer Stimme bei Wahlen freiwillig in politischen Angelegenheiten totalentmündigen lassen ? Glauben Sie wirklich, Demokratie lässt sich darauf reduzieren, Parteien zu wählen ?

  14. astuga

    “Glauben Sie wirklich, Demokratie lässt sich darauf reduzieren, Parteien zu wählen?”

    Das sehe ich wohl ebenso wie Sie, ist aber konkret nun wirklich ein komplett anderes Thema.
    Denn auf Nichtwählen lässt sich Demokratie ebenso wenig reduzieren.

    Ich gehe ja nicht bloß wählen weil ich mir ein (blaues) Wunder erwarte, sondern auch um noch Schlimmeres zu verhindern.

  15. Christian Peter

    @astuga

    Wer wählt der kauft – bei den politischen Parteien. Beteilige mich an jeder direktdemokratischen Abstimmung, lasse mich in politischen Angelegenheiten aber von niemandem vertreten. Schauen Sie in der Schweiz, dort liegt die Beteiligung bei Wahlen mitunter bei unter 30 %, ganz einfach weil die Bürger alle wichtigen Angelegenheiten direktdemokratisch entscheiden und politischen Parteien daher einen weit geringeren Stellenwert haben. Ist doch grotesk, Parteien in totalen Parteienstaaten wie Österreich durch Abgabe einer Stimme bei Wahlen dafür zu belohnen, dass die Bürger in politischen Angelegenheiten totalentmündigt werden.

  16. Leitwolf22

    Die Neuigkeit kommt jetzt aber mit über einem Monat Verspätung ;).

    Mal abgesehen davon, habe ich erhebliche Zweifel an diesem Ergebnis. Das liegt an unseren Erfahrungen mit Umfragen allgemein (auch mit jenen zur Wien Wahl 2015), dem Format der Umfrage (Online), und schließlich den Ergebnissen der BP Wahl in Wien. Alles jenseits der 35% ist in Wien ein harter Acker für die FPÖ.

    Grundsätzliches daran ändern könnte nur ein Ereignis, das sich in den letzten Wochen immer mehr andeutet: eine Implossion der SPÖ. Insofern sind weniger die 40% FPÖ das signifikante Ergebnis, sondern die 27% für die SPÖ. Denn darin könnte ein Körnchen Wahrheit stecken.

  17. Der Realist

    da werden unsere “Eliten” wohl schon Überlegungen anstellen, das Wahlvolk auszutauschen

  18. Johannes

    Immerhin die andere Seite hat 60 Prozent, werden sie es halt so wie bei Hofer – Van der Bellen machen;)

  19. astuga

    @Johannes
    Eigentlich waren es ziemlich genau je 30 % Nichtwähler, Vdb- und Hofer-Wähler.
    Also ist theoretisch bei den bisherigen Nichtwählern noch Potential.
    Bei den anderen Lagern wird es imho kaum noch große Wanderungen geben, da hat jeder seine feste Meinung.

    @Christian Peter
    Ich bin ebenfalls ein Anhänger von mehr direkter Demokratie nach dem Modell Schweiz.
    Wobei das dort bereits auf der untersten politischen Ebene der Gemeinden beginnt, und sich über die Kantone dann bis zur Bundesebene durchzieht, das vergessen viele.
    Dort geht es eben nicht bloß um isolierte Volksabstimmungen.

    Aber jedenfalls kann man auch hier von VdB oder seinen Unterstützern nichts erwarten.
    Wie speziell Grün und Rot Volksabstimmungen oder Befragungen handhaben hat sich ja gezeigt.
    Afaik haben sich bloß Hofer und die FPÖ dem Thema gegenüber aufgeschlossen gezeigt.
    Ob sie es dann auch umsetzen würden steht auf einem anderen Blatt.
    Aber die restlichen Parteien haben bereits ihren Unwillen unter Beweis gestellt.

  20. Christian Peter

    @astuga

    Es gibt in einer Bananenrepublik wie wie Österreich viele Gründe, Wahlen fern zu bleiben, mangelnde Bürgerbeteiligung ist bloß einer davon. Es wäre geradezu grotesk, ein politisches System, welches man ablehnt, durch Abgabe einer Stimme bei Wahlen am Leben zu erhalten.

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