14 Gedanken zu „Frankreich auf dem Pannenstreifen

  1. wollecarlos

    Wenn “Sozialismus” die Vorstufe zum “Kommunismus” ist, dann wissen wir ja, was auf uns zukommt.

    Es fehlen dann noch ein paar Lodurs als Chefbonzen der Arbeiter- und Soldatenräte und die Welt ist perfekt…
    … wenn es die Menschen dann auch wären.
    (und wenn nicht, haben wir ja in Sibirien ausreichend Fläche für GULAGS u.ä.)

  2. Spruance

    Sind nicht eher die Leute das Problem, die immer noch auf solche Knallchargen hereinfallen und sie wählen?

  3. Christian Peter

    Frankreichs Problem sind teils hausgemacht, hauptsächlich jedoch dem Euro
    geschuldet : Die Gemeinschaftswährung ist zu hart für Frankreich und zu
    weich für Deutschland. Die französische Franc wurde von 1945 bis zur
    Einführung des Euro alle 10 Jahre um ein Drittel abgewertet, sodass Frank-
    reichs Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben konnten.

    Frankreich steht vor demselben Problem wie Spanien, Portugal, Italien,
    Griechenland : Es benötigt dringend eine Abwertung, im Euro ist dies
    jedoch nicht möglich.

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Spruance
    … auch, aber die Jakobiner in den Führungsetagen sind nicht ausgestorben und mutieren zu Überlebenskünstlern?

  5. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Da haben Sie schon recht; nur! durch Abwertungen alleine wird eine “Volkswirtschaft” langfristig auch nicht wettbewerbsfähiger 🙂
    Vom aufgeblähten Staatssektor ganz zu schweigen.
    So viel kann Frankreich gar nicht abwerten, daß in genügend großer Zahl Freiwillige auftreten, um z.B. einen Renault zu kaufen 😉

  6. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    Müssen Sie bei jedem Ihrer Kommentare Smilies verwenden ?

    Ohne Abwertung wird es nicht gehen. Da angesichts der politischen Agenda
    Hollandes keine interne Abwertung erfolgt, bleibt nur der Ausweg über eine
    externe Abwertung : Der Austritt der Nordländer aus der Eurozone.

  7. Mercutio

    @wollecarlos
    Jetzt verzapfen Sie auch schon ähnliche Stehsätze wie Rennziege, ich bin irgendwie enttäuscht. Glauben Sie auch den Unsinn, dass jede sozialdemokratische Regierung (derer es bedarf, da nur konservative Regierungen in Folge auch nicht wünschenswert sind) unmittlebar in die Sowjetdiktatur führt? Gerade als Ex-DDRler müssten Sie wohl den Unterschied zwischen einer SED und der Nachkriegs-SPD von Schmidt bis Schröder sehen?

  8. wollecarlos

    @Mercutio
    “Glauben Sie auch den Unsinn, dass jede sozialdemokratische Regierung…unmittlebar in die Sowjetdiktatur führt?”

    Erstens: Nicht JEDE
    Zweitens: Es gibt ja auch Gegenkräfte, die Re-Aktionäre
    Drittens: Schmidt und Schröder halten sich für “Sozialdemokraten” und nicht für “Sozialisten” Haben Sie im Übereifer diese kleine Differenz übersehen?
    Viertens: Ich schrieb “Wenn… dann..” Damit ist noch kein automatischer
    Zusammenhang zum Ausgang hergestellt!

  9. Turing

    Ich sehe Frankreich als äußerst problematisches Land. Natürlich war Frankreich nicht so tief in der Sch… wie Griechenland oder Portugal, aber bei den letztgenannten Ländern tut sich doch wenigstens was und die richtigen Reformen sind eingeleitet. In Frankreich aber, dessen Situation prekärer ist als die Deutschlands vor Beginn der Hartz-Reformen, sind große Teile der Bevölkerung immer noch nicht überzeugt, dass man mehr Liberalisierung und weniger Staatswirtschaft benötigt.

  10. Mercutio

    @wollecarlos
    ““Sozialdemokraten” und nicht für “Sozialisten””
    Als ob das irgendjemand von den hier im Forum Umtriebigen differenzieren würde, wissen doch nicht mal Sozis selbst den genauen Unterschied. War Kreiskys in den 1970ern noch sozialistische Partei linker oder revolutionärer als die schon seit 1890 so heißende sozialdemokratische Partei in Deutschland?

  11. Kapuściński

    Frankreichs stetiger schleichender Verlust an Wettbewerbsfähigkeit im Euro zerstört die gewerbliche Basis des Landes. Damit muss der Lebensstandard der Franzosen (65 Millionen Einwohner) eigentlich ebenso stetig sinken. Ohne Wertschöpfung keine Party – und keine künstlichen Hüftgelenke für jedermann. Das Problem des französischen Politbüros besteht nun darin aus dem Euro auszuscheiden und massiv abzuwerten oder einen externen Finanzier für die Aufrechterhaltung des französischen Lebensstandards zu finden. Und zwar eben nicht durch Austausch von Waren und Dienstleistungen sondern durch Transferzahlungen, Schutzgelder, Alimentation, Apanagen, wie immer man das nennen will. Und dies am besten so, das es niemand merkt. Da kommen natürlich nur Deutschland, Österreich, Holland, Finnland als Sugar Daddies in Frage. Deren Politkaste nun muss ein Eigeninteresse darin finden den Franzosen pro Jahr 40 bis hundert Milliarden Euro aus dem Erarbeiteten ihrer Wähler zu schenken, damit in Frankreich der öffentliche Dienst den Vorsprung auf Platz 1 in Europa (25 Prozent aller Beschäftigten in F arbeiten im öffentlichen Dienst. Zum Vergleich D je nach Zählung 13 16 Prozent) weiter ausbauen kann. Was ich mich frage: Wo liegt das Eigeninteresse der Politbüros in Deutschland etwa 100 Milliarden aus deutscher Wertschöpfung an Frankreichs Frührentner zu verschenken? Und woher wissen sie dass sie dafür nicht eines Tages gehenkt werden?

  12. Spruance

    “Wo liegt das Eigeninteresse der Politbüros in Deutschland etwa 100 Milliarden aus deutscher Wertschöpfung an Frankreichs Frührentner zu verschenken?”
    Wer gibt, hat Macht, auch wenn es nicht das eigene Geld ist. Außerdem besteht immer noch die Hoffnung, daß niemand merkt, wie schwach D mittlerweile ist, nachdem wir das ekelige Militär fast komplett ausgesourct haben.

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