Frankreich: So wird das was, ganz sicher…

Von | 9. März 2013

“….Brennende Reifen, Angriffe auf die Polizei: Aus Protest gegen die Schließung ihres Werks haben französische Goodyear-Mitarbeiter versucht, die Unternehmenszentrale zu stürmen – es kam zu einer Straßenschlacht….” (HB)

11 Gedanken zu „Frankreich: So wird das was, ganz sicher…

  1. rubens

    Schuld ist natürlich der Manager von Titan, der sich traute, Öl ins Feuer zu gießen. Immer die Bösen aus Amerika.

  2. Gerhard Huemer

    Wenn jetzt sogar schon die “high-tech” Betriebe aus Frankreich abwandern, dann wird der Wohlstand kaum zu halten sein (Achtung Ironie)

  3. Thomas Holzer

    Diese franz. “Goodyear”-Mitarbeiter sollten nicht die Unternehmenszentrale stürmen, sondern ihre Ersparnisse zusammenkratzen, und meinetwegen mit Unterstützung ihrer Gewerkschaft dieses Werk aufkaufen und zeigen, daß sie es besser können.

    Aber, das ist anscheinend zuviel verlangt, und erfordert außerdem mehr Intelligenz, als für das Anzünden von Reifen und/oder Attacken gegen die Polizei notwendig ist.

  4. Reinhard

    Zitat:
    „Die französischen Beschäftigten bekommen hohe Gehälter, aber sie arbeiten lediglich drei Stunden. Sie haben eine Stunde für ihre Pausen und das Mittagessen, unterhalten sich drei Stunden und arbeiten drei Stunden…. Ich habe das den Gewerkschaftern ins Gesicht gesagt und sie haben mir geantwortet, das sei so in Frankreich.“

    Jaja, die Wahrheit vertragen sie nicht, dann schlagen sie um sich, werfen Brandsätze und greifen zu Sachbeschädigung und Körperverletzung, also Terror.
    Das Geld vom Unternehmen wollen sie haben, aber etwas dafür zu tun widerspricht dem Weltbild des wohlstandsverwahrlosten Salonsozialisten, der sich nicht zu fein ist, im Anlassfall die Plebs zu Straßenterror und Bürgerkrieg aufzuwiegeln.
    Von Wirtschaft keine Ahnung, aber von Stänkern, Hetzen und Terrorisieren.
    Gewerkschaften, die solches Tun initiieren und aktiv unterstützen, gehören als terroristische Vereinigungen verboten, zerschlagen und ihre Anführer vor Gericht gestellt! Jeder andere Verein, der seine Mitglieder zu Angriffen gegen Leib und Eigentum anderer aufhetzt und aktive Unterstützung bei gewaltsamen Ausschreitungen leistet, würde so behandelt!

  5. DailyMirror

    Sie haben ja so recht. Die Arbeiter von Goodyear hätten sich doch lieber versammeln und dem Management zu dessen mutiger strategischer Entscheidung gratulieren sollen.

  6. Reinhard

    @DailyMirror
    Genau, mit einem dummen rotzigen Spruch kann man das auch quittieren, wenn es für mehr nicht reicht.
    Es hätte aber auch eine andere Option gegeben, nämlich die, dass die Arbeiter das tun, wofür sie bezahlt werden und was den Sinn ihrer Bezeichnung ausmacht, nämlich arbeiten.
    Aber in den Köpfen der linken Krawalleure ist der Arbeitsvertrag, dessen Name sich ja eigentlich von der für die Entlohnung zu leistende Arbeit ableitet, nur eine Berechtigung, für körperliche Anwsenheit entlohnt zu werden. Das Konzept, dass man während dieser Anwesenheit auch die Verpflichtung hat, etwas für das Unternehmen zu tun, von dem man seine monatliche Entlohnung kassiert, hat zwischen deren Ohren dann keinen Platz mehr.
    Und dann kommen diese bösen bösen Manager und pochen darauf, dass entweder der Vertrag zu erfüllen oder aufzulösen ist, was eigentlich schon längst rechtlich vollkommen einwandfrei hätte passieren müssen. Na sowas!
    Meine Gratulation hat das Management. Auch wenn die linken Schreihälse jetzt davon ablenken, dass die eigentliche Schuld bei den Gewerkschaften liegt, die die Arbeiter weg von der Vernunft und hin zu trotzigem Nichtstun geleitet hat.
    Jetzt lernen die Arbeiter einmal mehr, dass sie und die Unternehmen eine unteilbare Einheit bilden, die in Abhängigkeit existiert und dass jeder, der einen Keil zwischen diese beiden treibt, auch beiden massiv schadet.
    Kein Unternehmen kann ohne Arbeiter leben und kein Arbeiter ohne Unternehmen, aber beide ohne Gewerkschaft!

  7. DailyMirror

    @Reinhard
    Jetzt lernen die Arbeiter einmal mehr, dass sie und die Unternehmen eine unteilbare Einheit bilden

    Und das schreiben Sie ausgerechnet als Kommentar zu einer Schließung eines Werks? Also ausgerechnet über ein Ereignis, das diese “unteilbare Einheit” dann doch auseinanderteilt?

  8. jeanvaljean

    Aus dem Ratgeber der AK und des ÖGB zur Unternehmensgründung:

    Es versammeln sich eigensdefinierte Mitarbeiter und gehen wie folgt vor:

    1. Wahl eines Betriebsrats(vorsitzenden)
    2. Beitritt zur Gewerkschaft
    3. Ausarbeitung eines Kollektivvertrages mit entsprechenden Erhöhungen und Sozialleistungen
    4. Kampf um die wohlerworbenen Rechte

    Mehr ist laut des Ratgebers auch überhaupt nicht nötig.

  9. Reinhard

    @DailyMirror
    Ja, denn das Werk wurde geschlossen, weil einmal mehr diese Einheit zerstört wurde. Und genau die linken Hetzer und Zerstörer, die das (und noch viele kommende Unternehmensabwanderungen) zu verantworten haben, hetzen dann noch die (nun gewesenen) Arbeiter zum Werfen von Brandsätzen auf.
    Ja, es gibt diese Einheit, und es gibt deren Zerstörer, die einen politischen Gewinn aus der Schaffung einer arbeitslosen und verbitterten Masse schöpft.
    Fragen Sie sich mal, wem es mehr nutzt, wenn tausende potentielle Fachkräfte statt ordentlich zu arbeiten meuternd und brandschatzend durch die Straßen ziehen…
    Ein Unternehmen braucht Arbeiter, aber wenn diese sich aus dieser Rolle verabschieden und eben nicht arbeiten wollen, wird jedes Unternehmen dorthin abwandern, wo es wieder Arbeitswillige findet. So einfach und für die Prediger leistungsfreien Schmarotzertums unverständlich funktioniert die Welt.

  10. Mona Rieboldt

    @Reinhard
    Wenn ein Werk geschlossen wird, sehe ich keinen Sinn darin, Reifen anzuzünden und die Zentrale zu stürmen. Oder gar, wie auch schon geschehen in Frankreich, Manager einzuschließen. Das Werk wird ja deswegen nicht weiter bestehen. Franzosen neigen offenbar mehr zu Gewalt, das haben schon andere Demos gezeigt.

    Im übrigen ist Frankreichs Wirtschaft/Industrie schon länger nicht mehr wettbewerbsfähig. Zu hohe Löhne, 35-Stunden-Woche und Rente ab 60, spätestens ab 62 Jahren, das führt dann zu hohen Lohnstückkosten.

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