Frankreichs Kommunen pleite dank Franken-Krediten

“Französische Kommunen stehen vor der Zahlungsunfähigkeit. Sie hatten sich vor Jahren Kredite mit Frankenbindung angeschafft….” (hier)

13 comments

  1. Fragolin

    Immer das Gleiche. Weil sie dringend einen neuen Kreisverkehr mit einer sauteuren Skulptur eines isländischen Avantgardekünstlers in der Mitte oder einen Ausbau des Freibades, dessen Geschäftsführer (rein zufällig natürlich, weil er einfach der Beste dafür ist…) der Schwager des Bürgermeisters ist, brauchen, gieren die Ortskaiser nach Geld. Wie die Obertanen, so die Obertänchen. Und dann gehen sie zu der Bank, die sie schon seit Jahren mit pekuniären Drogen beliefert, und lassen sich einen Frankenkredit andrehen. Vor 3 Jahren. Das war 2012!!!
    Menschen mit Hirn (und v.A. Menschen, die für die Folgen des eigenen Tuns auch voll zur Verantwortung gezogen werden) sind spätestens 2010 aus den Frankenkrediten geflüchtet, nachdem die 1,40-Marke unterschritten wurde und die Zinsen für Eurokredite in den Keller fuhren. Aber vernünftiges Denken kann man von Süchtigen nicht erwarten, und so ließen sich die Geldjunkies weiter versorgen; das Risiko liegt eh bei “der Gemeinde” und “dem Steuerzahler” – der Politiker muss keinerlei Verantwortung übernehmen und verabschiedet sich höchstens ins wohlbestallte Ausgedinge.

    Und was machen diese selbstherrlichen Steuergeldvernichter und Einwohnerverschuldner jetzt? Ziehen (Weh-)klagend vor Gericht, man hätte sie nicht ausreichend über Risiken informiert! Und das, obwohl sie den Kredit vor 3 Jahren aufgenommen haben, also ein ganzes Jahr, nachdem der Franken schon einmal Richtung Parität gedonnert war und von den Schweizern selbst mit Müh und Not wieder auf 1,20 gedrückt und dort an den Euro gekoppelt wurde – für jeden Halbblinden war ersichtlich, dass dies ein Spiel auf Zeit war. Stand in jeder Zeitung, ging durch alle Medien – aber Bürgermeister können scheinbar nicht nur nicht logisch denken, nein, Lesen ist auch nicht ihre Stärke.
    Diese Bürgermeister, die erst die Anwohner ihrer Gemeinde fahrlässig verschulden und deren Gelder veruntreuen, wollen sich jetzt als dumme kleine Hascherln hinstellen? Bei der Wahl mimen sie den Silberrücken und trommeln sich auf die kompetenzgeblähte Affenbrust, aber wenn ihre Inkompetenz, Fahrlässigkeit und geldgierige Dummheit nicht mehr versteckt werden kann, wenn die Scheiße, wie man so schön sagt, in den Ventilator fliegt, dann mutieren diese großspurigen Gorillas zu kleinen kieksenden Kapuzineräffchen und verstecken sich hinter Justitias Rockzipfel. Putzig.

    Diese Gestalten sollen froh sein, dass all die Menschen, die sie belogen, betrogen und beschissen haben, es nicht überzuckern, wer wirklich Schuld an der Misere ist (an Überschuldung immer ausschließlich der Schuldner und entgegen aller Propaganda weder die Bank, die niemanden zur Kreditaufnahme zwingt, noch die Währung, die nur ein Instrument ist und so wenig Schuld an etwas sein kann wie eine Waffe an einem Mord) – sonst könnten sie noch auf die Idee kommen, die auf Pump angeschaffte wundervolle Skulptur im neuen Kreisverkehr mit einem angehängten Bürgermeister zu verzieren…

  2. Thomas Holzer

    Wir sollten nicht hämisch über die Grenzen blicken, sondern vor den Türen unserer eigenen, gewählten! Megalomanen heftigst kehren

  3. aneagle

    Nur keine Aufregung.
    Saudiarabien wird seinem kleinen Bruder Frankreich schon aus der Wirtschaftsmisere helfen. Finanzieren sie doch jetzt schon generös die französischen Prestigeuniversitäten und stützen wohltätig die in, nicht nur wirtschaftliche, Not geratene französische Kultur und Intelligenz.

    Längst ist es an der Zeit, mal was für die fleißige Landbevölkerung zu tun.
    Schließlich, das weiß man ja von den Griechen, sind an den Wirtschaftskrisen diese Israelis schuld, die bekanntermaßen so viel Einfluß auf die Geldverteilung haben. Deshalb hat Saudiarabien auch so viel davon. 😉

  4. cmh

    Es wäre schon richtig vor Gericht zu ziehen, aber nicht gegen die Banken, sondern gegen die Mandatare. Die sollten für ihre – nennen wir es einmal wohlwollend – Dummheit nur ordentlich Lehrgeld bezahlen.

    Bei dieser Gelegenheit würde mich schon auch noch interessieren, wie sich ÖGB und SPÖ so in gewaltig kurzer Zeit wieder sanieren konnten.

    Freundschaft Genossen!

  5. cmh

    Nachsatz:

    Den alten Krempel aka Kultur und überkommene (Sach)Werte an den reichen Scheich zu verscherbeln ist doch nur folgerichtig. Wer braucht denn schon das alte Zeugs, das dem Fortschritt eh nur im Wege ist?

  6. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Ich habe meinen Kommentar bewusst nicht regional gebunden. Ich brauche nur an die Schmierenkomödie von Linz denken, wo die Roten sich jetzt an den neuen Eigentümern ihrer damaligen Hausbank abputzen wollen oder an Klagenfurt, wo einem Politiker bereits gerichtlich bescheinigt wurde, trotz seines hohen Amtes ein vollkommen ahnungsloser Dolm sein zu dürfen – da brauchen wir wirklich nicht ins weitere EU-Land schweifen. Und jeder keinnt eine Gemeinde mit diesem Kreisverker, Freibad, Therme, Gewerbepark oder ähnlichem Vorzeige-Freunderlversorgungs-Projekt, das koste es den Steuerzahler was es den Politiker wolle auf Pump durchgedrückt wird.
    Und leider ist Ihr Rufzeichen richtig platziert, denn selbst in Gmeinden, in denen bereits vor der letzten Kommunalwahl der geradezu katastrophale Zustand der Gemeindekasse offiziell wurde und die Gemeindeoberen zähneknirschend ihr pekuniäres Totalversagen und den Ruin des Gemeinwesens eingestehen mussten (was zu 300% Gebührenerhöhungen und ähnlichen Zuckerln für die Anwohner führte), wählten die Stimmschafe die gleichen Dolme wieder. Diese versprachen ja auch vorher, jetzt aber wirklich und ganz doll volle Experten zu sein und niemals nicht wieder jemals irgendwas falsch zu machen. Nach der Wahl verabschiedeten sie dann den neuen Haushalt mit noch saftigeren Gebührenerhöhungen, Sonderabgaben und natürlich neuen Schulden bei der Bank für den Ausbau der Freunderlversorgungsprojekte…
    Die Leute wollen es scheinbar nicht anders. Ich glaube, wenn die von einem Politiker mal ganz ehrlich behandelt werden, laufen sie weg und ziehen nach Wien.

  7. jeanvaljean

    Völlig unverständlich dieses französische Problem

    Sollen sie doch Frau Morone äh Marron äh Braun fragen, die hat nur die beste Erfahrung mit für die Stadt Wien nicht existierenden Frankenkrediten.

  8. sokrates

    Auf die Frankenkredite sind vor allem die Sozialisten reingefallen, die glaubten naemlich die EU Saga vom starken Euro und den Absturz des Franken!,

  9. Fragolin

    @sokrates
    Man könnte den Sozis wirtschaftliche Dummheit vorwerfen, aber ich sehe das anders. Sie spielen nur die armen Kaninchen vor der bösen neoliberalen Schlange – in Wirklichkeit verbrennen sie das Geld bewusst, in der vollen Absicht, die Menschen auszuplündern und die Massen zu verarmen.
    Wie ich darauf komme?
    Erstens: Mit ihrem eigenen Geld, also dem, was sie sich abschöpfen, bevor der Rest vernichtet wird, können sie sehr wohl haushalten. Also kann es nicht am Unvermögen liegen sondern muss willentlich gesteuert sein. Die Spitzen des Eisberges sind dabei von grenzenloser Gier getriebene Ausreißer, aber das System der Geldvernichtung folgt einem Zweck.
    Zweitens: Nur die Sozis gewinnen an verarmten Massen, die vor der bösen neoliberal-kapitalistischen sozialen Kälte in die kuschelig schützenden Arme der Sozialisten flüchten. Ein wohlhabendes Volk, das sich in Mehrheit selbstbewusst ein Leben in Wohlstand leisten kann und genug Geld hat, um am Freien Markt einzukaufen, wäre zwar der Wirtschaft eine Freude, der Gewerkschaft ist es aber ein Gräuel. Und solange die Propagandamaschine durch die Wohnzimmer walzt und, von den eigentlich Schuldigen gesteuert, virtuelle Feindbilder in die Hirne hämmert, funktioniert es ja auch.

  10. Astuga

    @aneagle
    Die französische Regierung umwirbt ja vor allem Katar.
    Ist aber eh wurscht, sind ja ebenfalls Wahabiten.

  11. sokrates9

    Fragolin@ Sorry sie überschätzen die Wirtschaftskompetenz der Sozialisten gewaltig! In Linz hat der zuständige Wirtschaftsexperte der Stadt (“Auhofmagister” mit entsprechendem Gehalt anlässlich des Swaps, der Linz mindestens 500 Mio kosten wird) vor Gericht unwidersprochen ausgesagt, sich maximal bei Bausparverträgen auszukennen!!

  12. Thomas F.

    @jeanvaljean
    Und die Dexia kann sich bei Claudia Schmied Tipps holen. Als Vorstand der Kommunalkredit hat sie Geschick bewiesen im Aufbau eines Kreditportfolios an Kommunen.
    Wir haben eben für alles Experten mit wertvoller – oder zumindest (für den Steuerzahler) teurer – Erfahrung in den Reihen unserer Sozialisten.

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