Frau Merkel beendet den Reformkurs in Europa

“Union und SPD verstoßen gegen jene Rezepte, die sie den Krisenländern empfohlen haben. Griechen, Italiener und Franzosen können aufatmen. Sie werden es leichter haben, über die Stränge zu schlagen.” (hier)

One comment

  1. Klaus Kastner

    Ich bin mir da nicht so sicher, dass es schlecht ist, wenn Deutschland gegen jene Rezepte verstößt, die es den Krisenländern empfiehlt. Was gut für Deutschland ist, ist noch lange nicht gut für die Eurozone. Ich beginne zu bezweifeln, ob Deutschland es durchstehen kann, auf Dauer ‘so gut’ zu sein, während der große Rest der Eurozone ‘so schlecht’ ist.

    Die deutsche Wirtschaft ist derzeit zum Erfolg verdammt. Ein Euro, der für den Süden (inkl. Frankreich) zu teuer ist, ist zu billig für die deutsche Exportwirtschaft und treibt deutsche Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse zu immer neuen Rekordniveaus (und somit auch die Netto-Kapitalexporte). Der Süden hingegen kommt aus seinem Loch dadurch noch weniger heraus. Diese Schere wird m. E. noch weiter aufgehen. Je schwächer der Süden, desto günstiger kann sich Deutschland verschulden. Auch dies ist ein Trend, der bereits bestehende Spaltungen nur vorantreiben wird.

    Obige Trends müssen vor dem Hintergrund gesehen werden, dass Deutschland auf dem besten Wege ist, sich vom Süden erpressbar zu machen. Soweit ich weiß, verfügt der Süden bereits über eine Mehrheit sowohl bei der EZB als auch beim ESM. Nur dass halt der Süden bis jetzt noch nicht zu einer gemeinsamen Linie gefunden hat.

    Es kann m. E. nur gut sein, wenn Deutschland Schritte setzt, die den Süden davon abhalten können, eine erpressungsfähige Mehrheit einzusetzen.

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