Frau Merkel, frisch gewendet

Von | 23. Juni 2016

“….Bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates am Dienstag sprach Angela Merkel im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise von einem „Angriff“ auf die europäischen Außengrenzen. Das passt so gar nicht in die bisherige Tonlage der Kanzlerin zu dem Thema…..” (hier)

16 Gedanken zu „Frau Merkel, frisch gewendet

  1. cmh

    Darf man sich jetzt vera…rscht fühlen oder wurde man simpel von einem untreuen Mandatar betrogen?

    Weder einem vera…rschenden noch einem betrügenden Regierungschef sollte man eine zweite (oder zumindest noch eine) Chance geben, das zu tun, das zu tun er einstens gelobte.

  2. stiller Mitleser

    Langsam, langsam adaptiert sie doch etwas; aber immer im EU-Konsens.

  3. Rado

    Zum Glück hat sie sich ja jetzt Erdogan als Beschützer angelacht.

  4. Thomas Holzer

    Merkel hat sich schon immer nach der Stimmungslage an den Stammtischen gerichtet. Ihre Politik war und ist nicht von Grundsätzen getragen, sondern von Umfragen. Genau so, wie sie anscheinend in der DDR mitgeschwommen ist, versucht sie jetzt, mitzuschwimmen.

    Die Tragik für die Bevölkerung der EU, und vor allem Deutschlands, besteht jedoch nunmehr darin, daß diese Frau leider an den Schaltheben der Macht sitzt, da wirken sich ihre “Entscheidungen” und Wortspenden leider fatal aus.

    Egal, was sie nunmehr und in Zukunft sagt, sie ist und bleibt wesentlich dafür verantwortlich, diesen Schaden, und nicht nur diesen, angerichtet zu haben.

  5. Reini

    … Herr Faymann hats vorgemacht – und wenns keinen Ausweg mehr gibt, die Kacke am Dampfen ist, folgt der Rücktritt und (Fay)man hinterlässt einen Sauhaufen! …

  6. Falke

    @Reini
    Faymann hat ja vorher noch eine Kehrtwende versucht und ist dann erst zurückgetreten (worden), vor allem nach der BP-Wahl-Pleite. Das Problem mit dem hinterlassenen Sauhaufen ist allerdings, dass man von dem jetzt angetretenen Schweinehirten kaum eine Verbesserung erwarten darf, eher einen noch größeren Sauhaufen.

  7. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Die sogenannten Stammtische hatten von Anfang an mehr Verstand als Merkel und Co. Damit meine ich die Bürger, die schon am Anfang nicht an die Lobeshymnen über Asylanten und deren große Qualifikationen geglaubt haben.

    Richtig ist, dass sich Merkel nach Umfragen richtet, zumal die Wahl im nächsten Jahr näher kommt und im Frühjahr noch Landtagswahlen sind. Ich fürchte, Merkel bleibt auch nach 2017 Kanzerlin, weil sie mit jedem koalieren würde, auch mit Himmel und Hölle, nur um Kanzlerin zu bleiben. Das Grauen hat den Namen Merkel, aber auch der Innenminister ist ein unfähiger Tölpel.

  8. Mona Rieboldt

    Falke
    Kanzler Kern besucht gerade Merkel. Sie wird ihm dann schon sagen, was er tun soll. Faymann war ja eine zeitlang der Schoßhund Merkels.

  9. Fragolin

    Merkels neuer Pudel Kern hat vor wenigen Minuten pressekonferenzt, dass die wichtigsten Themen der Zukunft sind: 1. “sichere Fluchtwege nach Europa zu schaffen” und 2. die Flüchtlinge “besser in Europa zu verteilen”. Es ist wichtig, Menschen die nach Österreich und Europa wollen, auch dann diesen Weg zu ermöglichen wenn sie ihn sich eigentlich gar nicht leisten können und ähnliches Babla. Klartext: Es wird keine Begrenzung geben, keine Grenzsicherung, keine Abweisungen an der Grenze, stattdessen will man mehr Einwanderer anlocken und diese sogar aktiv herholen.
    Wie nach der Wahl von VdB und Faymanns Abgang nach seinem Bremsversuch auch hier angekündigt wurde: es wird nicht nur weitergehen sondern intensiviert; sowie die Brexit-Diskussion vom Tisch und die BP-Neuwahl abgeschmettert sind, also in wenigen Tagen, wird es einen massiven Zustrom aus Richtung Türkei und Italien geben; Bulgairen beginnt schon zu zittern und überlegt einen “ungarischen” Zaun zur Türkei; Deutschland stockt derweil seine Lebensrettermarine im Mittelmeer auf um noch mehr Menschenmaterial nach Italien zu schaufeln (momentan wieder tausende pro Tag, die schon in den Startöchern scharren und der offene Brenner wartet schon…) und der Irre vom Bosporus rumpelstilzt auch herum und wird bald die Schleusen öffnen.
    Die nächsten Wochen werden lustig, wetten?

  10. Fragolin

    Und zu Merkel: da wendet sich gar nichts, die zieht ihr Ding durch; es bleibt ihr auch gar nichts anderes übrig, da sie nur eine Marionette ist. Das hindert sie aber seit Jahr und Tag nicht daran, immer genau das zu fabulieren, was die Leute von ihr hören wollen. Wie ein Schlächter, der dem Rindvieh mit angesetztem Bolzenschießer noch eine Geschichte erzählt, dass eh alle Menschen Vegetarier sind.
    Und zum Brexit: Der wird nicht stattfinden.

  11. Johannes

    Merkels Politik ist die Summe von Einflußnahmen denen sie, entgegen dem Verstand, nicht standgehalten hat..
    Da war die Industrie die Arbeitskräfte für Arbeiten die kein Deutscher mehr machen will braucht, da war die Linke die Kampagnen führen kann wie keine andere politische Ausrichtung das ihr sehr viele Medien aus einem gewissen Zeitgeist sehr nahe stehen. Da war auch die Kirche und die NGO`s . Es ist sicher nicht leicht gegen eine solche Macht Entscheidungen zu treffen und dennoch hat eine verantwortungsvolle Politik gerade das zu tun.
    Politiker mit Weitblick dürfen sich nicht einschüchtern lassen, sie müssen Entscheidungen dieser Tragweite für das Volk und sonst niemanden treffen, wer erkennt was Richtig ist muß sich vor keiner Anfeindung fürchten den der Souverän steht hinter ihm (ihr) und nur dem Souverän ist Frau Merkel verpflichtet.

  12. gms

    Fragolin,

    “Und zu Merkel: da wendet sich gar nichts, die zieht ihr Ding durch;”

    Selbstmurmelnd tut sie dies. Die oberflächliche Widersprüchlichkeit klärt sich, so man ins Kalkül zieht, was sonst noch auf jüngst vom CDU-Wirtschaftsrat an Absichten artikuliert wurden [1].

    Unterm Strich läuft es auf eine weitere Vertiefung hinaus — Bankenunion, eine Kapitalmarktunion und die Vertiefung des einheitlichen Binnenmarkts sowie einheitliches Asylrecht mit einheitlichen Standards.

    Dies wiederum gelingt nur mit jenen Staaten, die im EU-Jargon “Block” genannt werden, bestehend aus Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande und Luxemburg, ergänzt um sonstige Länder mit Lust auf intensivierten Souveränitätsverzicht.
    Merkels aktuell medial hervorgehobenes Wortgeklingel dient allein dem Eintakten der Massen auf jenes, was seit September des Vorjahres EU-intern beschlossene Sache ist.

    [1] dw.com/de/schäuble-fordert-kurswechsel-in-europa/a-19346366

  13. dieter

    Wenn Merkel sich wendet, dann meist total und alternativlos. Jeder, der die Wende nicht mitmacht wird gnadenlos marginalisiert.

    Diesmal wird es schwierig für die Merkelianer eine gesichtswahrende Story zu finden. Aber man arbeitet schon seit Monaten daran, wenn man genau zuhört.

  14. Falke

    @Johannes
    Merkel hat keinen Verstand, nur eine Ideologie.

  15. Lisa

    @Johannes: Danke, dass mal nicht ienfach Merkel-bashing getrieben wird – ich kann mir eines schiefen Grinsens nicht erwehren, wenn wieder mal von den “mächtigsten Frau” geschrieben wird. Wer nur schon mal in der Gemeinde- oder gar Länderpolitik aktiv war, weiss um die Unabwägbarkeiten der Einflüsse von allen Seiten. Zudem finde ich es anmassend, über Politiker, egal welcher Couleur, zu urteilen, als ob man mit ihnen in einer WG wohnte oder mit ihnen öfters am Stmmtisch diskutiert oder – rauher ausgedrückt – mit ihnen zusammen Schweine gehütet hätte. Man kann über eine Massnahme urteilen, aber die Personen dhinte sind eine ganze Klüngel von IGs und individuellen Macht- und Einflusswünschen.

  16. stiller Mitleser

    @ dieter
    “gesichtswahrende Story”

    wenn man die Kommentare der innenpolitischen Redakteure der deutschen überregionalen Presse verfolgt, gewinnt man auch diesen Eindruck

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