Freiheit und die letzten Dinge: Leben vor dem Tod

“Jeder kennt es: Kommendes, das einem zuwider ist. In der Zukunft liegende Situationen, die man nicht umgehen oder „ableiten“ kann. Auf der Skala vorweggenommener Gefühle rangieren sie irgendwo zwischen „Unannehmlichkeit“ und „blankem Entsetzen“. Man kann versuchen, sowohl das Wissen um das Kommende als auch die damit verbundenen Gefühle zu unterdrücken, oder man kann sich darauf vorbereiten…..” (hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    “dahinleben in einem Sumpf von Vorsicht und Feigheit unter der obersten Regel, dass es am sichersten sei, zu entscheiden, gar nichts zu entscheiden und noch weniger, etwas zu tun, und dass „am Leben sein“ zu genügen habe.”

    Anscheinend ist es aber genau das, was “unsere”, demokratisch legitimierten Politikerdarsteller für ihre Untertanen vorgesehen haben und versuchen, mit jedem neuen Gesetz, jeder neuen Verordnung zu “perfektionieren”
    Eine Heerschar an Kleingeistern, welche de facto nur noch dahin vegetieren, zu züchten.

    Das die große Mehrheit mit einem derartigen Leben kein! Problem hat, ja dieses zu bevorzugen scheint, steht auf einem anderen Blatt; ist aber außerdem auch belanglos, da Politikerdarsteller eigentlich nicht dafür existieren, die Trägheit, Bequemlichkeit und Unwilligkeit auf Kosten weniger zu fördern.

  2. sokrates9

    …dahinleben in einem Sumpf von Vorsicht und Feigheit unter der obersten Regel, dass es am sichersten sei, zu entscheiden, gar nichts zu entscheiden..
    das ist das was uns der “Sozialismus” verspricht: Versorgt von der Wiege bis zur Bahre, Millionen Vorschriften, es wird dem Sklaven alles abgenommen, er braucht nur mehr sinnlos planwirtschaftsgemäß Arbeiten! – Das Arbeiterparadies!

  3. Hanna

    Na, dass die meisten Menschen eigentlich stumpfsinnige “Folger” sind, ist ja schon lange bekannt, wobei “stumpfsinnig” jetzt nicht “dumm” bedeutet, sondern eben mit nicht besonders scharfem “Sinn”, also “Verstand” ausgestattet, halt gerade zum Durchkommen. Das ist auch eine Art “Auslese”, von wegen “Survival of the Fittest”. “Fit” zum Überleben kann auch sein, wer sich möglichst unauffällig benimmt und zu allem “Ja” und “Amen” sagt. Das mit dem Kämpfen fürs wahre eigene Wohlergehen ist ja eine Legende und gilt nur für einige Wenige. Und mich wundert’s längst nicht mehr, dass es so viele spannende Theorien darüber gibt, dass der “Geist”, der die Menschen “beseelt” nicht in jedem Menschen derselben Herkunft ist, nämlich der iridischen. Man bedenke: Wir bewegen uns durchs Universum und kommen da an vielerlei Existenzformen vorbei, die wir mit unseren Wahrnehmungsmitteln eben nicht wahrnehmen und schon gar nicht interpretieren könn(t)en. Klar, können unsichtbare Außerirdische unter uns leben. Oder in uns. Aber ich rede da nicht von den berühmten “Reptilians”, sondern ich philososphiere da nur logisch herum. Und man sage nicht, dass es keine “unsichtbaren” Existenzformen gibt. Alles, was zu klein ist, um vom Auge gesehen zu werden, ist unsichtbar. Jetzt haben wir Mikroskope … vielleicht haben wir in einigen Jahrzehnten andere Möglichkeiten, unsichtbare Lebensformen wahrzunehmen. Da bin ich mir eigentlich sicher, dass das “Innere” von Menschen nicht unbedingt “erdgewachsen” ist. Und nein, ich habe noch nicht “zu viele Ostereier” genossen und auch noch keinen Eierlikör. Frohe F-Eiertage, in diesem Sinne!

  4. Rennziege

    Danke, Geheimrat, für diesen UNO-Link. Schon der alte Goethe sagte: “Es ist unglaublich, wieviel der Geist zur Erhaltung des Körpers vermag. Der Geist muß nur dem Körper nicht nachgeben.” Der Geist, so man ihn beizeiten gedeihen ließ, wirkt auch im Unbewussten, sogar in Ohnmacht und Koma.
    Was den Bericht dieses alten Herrn bestätigt — und auch seinen Glauben. Meinen ebenfalls, wenn auch der amtierende Papst mir missfällt; aber er ist nicht der erste Zeitgeistwackler auf dem Stuhl Petri. Er ist halt da, doch seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. überstrahlen ihn bleibend.

  5. mariuslupus

    Zuerst müsste sichergestellt werden, dass es ein Leben vor dem Tod gibt. Die meisten Mitmenschen haben sich auf eine vita minima reduziert. Leben bedeutet sich zu entwickeln, Selbstverantwortung zu übernehmen, autonom zu denken und zu handeln. Davon sind Menschen in dieser Gesellaschaft weit entfernt, und die Entfernung zu Fähigkeit eigene Meinung zu artikulieren, wächst und wächst.

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