Freiheit

Political freedom means the absence of coercion of a man by his fellow men. The fundamental threat to freedom is power to coerce, be it in the hands of a monarch, a dictator, an oligarchy, or a momentary majority. (Milton Friedman)

5 comments

  1. Lisa

    “politische” Freiheit ist eine wiedersprüchliche Kombination: die Polis ist per se eine Gemeinschaft – und da kann nciht jeder “machen, was er will” (wie mir das etwa mal völlig überzeugt von Zuwanderern aus patriarchalischen Herkunftsländern definiert wurde…) Absolute Freiheit gibt es nirgends, nciht mal beim Eremiten im Wald: der ist immer noch von der Natur abhängig,deren Machter sich beugen muss, wenn ihm sein Leben lieb ist. . Allerdings macht es meiner Meinung nach schon einen Unterschied, ob die Gemeinschaft selbst die Regeln aufstellt, an die sie sich mit dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens im Innern und einem Schutz gegen aussen zu halten gedenkt – oder ob das ein Autokrat oder ein paar Oligarchen tun, die sich über den Rest der Bevölkerung erheben, obwohl sie genauso schei*, schwitzen und vö* wie andere auch.

  2. gms

    Lisa,

    [ Political freedom means the absence of coercion of a man by his fellow men.]
    > „politische“ Freiheit ist eine wiedersprüchliche Kombination: die Polis ist per se eine Gemeinschaft –
    > und da kann nciht jeder „machen, was er will“

    Was an ‘Abwesenheit von Zwang’ ist beim obigen Zitat so schwer zu verstehen? Ist es vielleicht der Umstand, daß man als unaufmerksamer Leser ignorieren könnte, daß initiale Gewalt gegen Mitmenschen gleichfalls Zwang darstellt?

    Wir haben es daher weniger mit Widersprüchen zu tun, denn mit der Beschreibung eines anzustrebenden Zustandes, in dem eben nicht jeder macht was er will, weil er selbst seinem Willen mit seiner Vernunft Grenzen setzt. Im Kontext von Tieren abseits unserer Spezies wäre ‘politische Freiheit’ eine eigentümliche Wortkreation, aber dort stand sie nicht auf dem Prüfstand.

    Liberale Beckenrandschwimmer mögen sich selbst als Feinde ihrer Freiheit wahrnehmen, oder jene sich unfrei fühlen, die anderen Gewalt antun wollen, aber daran gehindert oder hierfür pönalisiert werden. Muß man das aber vertiefen?

    > Absolute Freiheit gibt es nirgends, nciht mal beim Eremiten im Wald

    Solche Statements auf dem Niveau von ‘Ich muß atmen!’ machen Debatten um Freiheit verdammt ätzend.

  3. Lisa

    @gmy, dass jeder machen könne, was er will,ist nciht meine Meinung, sondern die einer Gruppe von muslimischen Männern auf meine FRage, was sie denn unter Freiheit, Demokratie etc.verstünden. Das Niveau, das Sie so sehr verachten, ist nun mal das unserer biologischen Basis, unseres Lebens hier. Es gibt hier immer Zwang, nicht nur das Atmen, auch anderes Körperliches bis zum Sterben. Das mag der “kleine Gott der WElt” als höchste narzisstische Kränkung sehen – es bleibt eine Tatsache. Ob man aber zusätzlich “des Menschen Wolf” sein will oder es vorzieht, innerhalb nciht veränderbarer Zwänge, ein “gutes Leben” zu führen, ist eine freie Wahl. Die einzige Freiheit, die wir haben…

  4. gms

    Lisa,

    Darf ich bei dieser Gelegenheit um etwas mehr Sorgsamkeit ersuchen, sowohl beim Inhalt wie in dessen zeichentechnischer Umsetzung? Mir ist nicht daran gelegen, grenzwertig serialisiert in monolitische Absätze kristallisierte Gedankenfluchten zu dechiffieren und an den entsprechenden Stellen beim Lesen all jene semantischen und syntaktischen Korrekturen vorzunehmen, die ein sorgfältiger Schreiber selbst erledigt hätte, unterläge er nicht selbstauferlegtem Zeitdruck oder eingabetechnischen Hindernissen.

    > dass jeder machen könne, was er will,ist nciht meine Meinung

    Who cares. Was sollen eigene Ausfühungen bringen, die auf Meinungen basieren, die man selbst nicht teilt, um daraus wiederum Schlüsse zu ziehen, die man gutheißt und hernach noch mit kindischem Antiliberalismus aufpoliert, den man (ja/nein/vielleicht) selbst wiederum für Unsinn hält?
    Welchen Zweck hat es, zuerst partriachal orientierte Zuwanderer in den Zeugenstand zu führen, die Jeder-kann-machen-was-er-Will ablehnen, um später anzuführen, eben diese (oder sind’s plötzlich andere?) folgten justament solcher Willkür? [Das war jetzt keine Aufforderung zur individualhermeneutischen Fährtenlese post mortem.]

    Worauf läuft’s hinaus: Alles Denkbare in den Mixer und das Verquirrlte danach hier ausleeren. Dann ist alles irgendwie inklusive Gegenteil gesagt, und die Karavane zieht müde aber mit dem Gefühl der Erleuchtung weiter. Verwirrung ist ein möglicher Türöffner zur Erkenntnis, allerdings dann gewiß nicht, so man diese Verwirrung wiederholt per Keyboard zelebriert, anstatt bewußt und reflektierend innezuhalten.

    Nachfolgendes ist arrogant, von oben herab und unzulässig, weil ich mir anmaße, es ferndiagnostisch auf den Punkt zu bringen. Dennoch: Sie haben mehr auf dem Kasten und schlagen sich hier in unserer kleinen liberalen Selbsthilfegruppe weit unter Ihrem Potential!

    Noch arroganter: Der sich schwach Wähnende verschwurbelt wortreich sein Dilemma in einem Umfeld, wo das starke Gegenüber zugleich Feind und Beschützer sein kann. Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt er in einem Zittern zwischen gewünschtem Zwang und dessen Abwesenheit, unfähig dazu, die einzig relevante und zugleich hilfreiche Interpunktion auf die Reihe zu kriegen.

    Political freedom means the absence of coercion. Full stop.

    Will der Schwache diese Freiheit inform fehlenden Zwangs auf die Mitglieder der Polis? Selbst wenn es keine offensichtlichen Aggressoren gibt — wer zwingt die Mitbürger zum Beistand angesichts sonstiger Mißstände, die dem Individuum widerfahren könnten?
    Selbst will man von niemandem zu etwas gezwungen werden, befürwortet zugleich aber unbewußt jenen Zwang, der Dritten fürs Hilfeleisten auf die Sprünge hilft. Die Vernunft nennt ‘Zwangssolidarität’ eine mentale Mißgeburt, während die eigene Biologie sie für den Jackpot in der Lotterie des Lebens hält.

    Die omnipräsente linke Solidaritätspropaganda trieb den Leuten erfolgreich jedes Verständnis für Freiheit und dessen Konsequenzen aus und hinterließ jene Öde, in der das Individumm sich beim Gedanken an Freiheit verloren sieht. ‘Shit happens’ mit einem nachgemurmelten ‘und das ist gut so’ ist eine mögliche Reaktion. Die andere ist selbständiges Denken.

  5. Lisa

    @gms: Es hat (mindestens) fünf Gründe, warum ich so schreibe, wie ich schreibe. Einer davon: Ich habe zwar viel Zeit zum Denken und Nachdenken, aber wenig, um das überarbeitet und aufgebrezelt in eine Tastatur zu klopfen – handschriftlich wäre/ist problemlos. Ich bin, wie jede/r, hier nicht bezahlt für meine Schreibe („Zeit ist Geld“) und mein Korrektor arbeitet nicht gratis. 😉 Ein anderer Grund ist – wo wir gerade beim Thema sind – die Freiheit des Ausdrucks, ich mag mich nur insoweit Vorschriften beugen, als der Text natürlich noch verständlich sein muss. Vielleicht überschätze ich eben das „korrigierende Lesen“ anderer – ich jedenfalls sehe immer ganz erstaunt nochmal nach, wenn sich jemand wegen eines Vertippers entschuldigt, den ich überhaupt nicht bemerkt und bereits lesend korrigiert hatte. Zudem ist orthographische und syntaktische Korrektheit kein Garant für Klarheit und Substanz (siehe etwa das „colourless green leaves sleep furiously“ von Chomsky). Da Sie Probleme mit meiner Ausdrucksweise haben, bzw. es ihnen „nicht daran gelegen ist“ etc., verfasse ich diesen Text jedoch ausnahmsweise im Word, lasse den spellchecker drüber und hoffe, dass Sie nun keinen Fehler mehr rot anstreichen müssen. Was den Inhalt angeht: ich bin zwar jeden Morgen (nach der Presseschau in Rundfunk, Internet etc.) begierig darauf, was neoliberale Schreiber oder auch nur verängstigte Wutbürger zur Weltlage meinen. Die Diskussionen sind interessanter und lesenswerter als anderswo, Ch. Ortner agiert echt liberal – bislang war Fanatisches oder Beleidigendes kaum zu lesen, es wird wenig ad hominem argumentiert, sondern ad rem und vieles wird von den Schreibern durch Links und Quellen belegt – ein bisschen wie im Naturgarten, der ab und zu eine ordnende Hand braucht, um nicht zu verwalden. (Logo, wenn man Ortner heisst – sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen…) Meine Ansichten und Überlegungen basieren auf meinen Erfahrungen mit Menschen und der Welt, auf der Beobachtung und der Anteilnahme am warmen bunten Leben. Ihr Satz „Selbst will man von niemandem zu etwas gezwungen werden, befürwortet zugleich aber unbewußt jenen Zwang, der Dritten fürs Hilfeleisten auf die Sprünge hilft.“ ist doch wohl nicht auf meinen Beitrag gemünzt? (Etwas befürworten kann man übrigens nur bewusst.) Beim Zitat ging es um den Zwang von Menschen über Menschen, nicht um Zwang als Abstraktum. Von (konkretem) Zwang kann man sich u. U. befreien, nach diesem Befreiungsakt entstehen indes neue Zwänge, anderer Art – es gibt keine absolute Freiheit. Die einzige Freiheit, die wir haben (ich wiederhole mich…), ist die Freiheit der Wahl, ein Entweder-Oder (nö, nicht das Kierkegaard’sche, bloss das lapidare Ja oder Nein in jeder neuen Situation – und die Verantwortungsübernahme für die getroffene Wahl). „Linke Solidaritätspropaganda“ kann nichts gegen Gedankenfreiheit, da unterschätzen Sie die Menschen. Und da stelle ich auch nicht Öde, sondern eine Fülle von Möglichkeiten fest, Wahlmöglichkeiten, die Menschen früher nicht hatten. Dass es welche gibt, die sich in der Herde wohler fühlen, finde ich persönlich schade – und gefährlich, weil sie zu Machtmissbrauch führt, aber auch die Kälber, die ihre Metzger selber wählen, haben frei gewählt. Ihr Urteil über mich (ad personam, hehe, kalt erwischt!!) ist nicht arrogant, sondern bloss unzutreffend: Meine individuelle Interpunktion (Auslassungspunkte, Anführungszeichen, Gedankenstrich, Klammern etc.) hat nichts mit Zittern und Kaninchen, Nichtwissen oder Licht-untern-Scheffel-Stellen zu tun, sondern man nennt das gemeinhin Stilmittel. Leeres Gewörtel ist mir zuwider, ich mags deutsch und deutlich. Und lebensnah. Alles klar?

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