Freizügige Frauen sind doch irgendwie selber schuld, oder?

Von | 12. Januar 2016

(MARTIN VOTZI) Noch einmal zu den verbrecherischen Taten eines zumindest hauptsächlich aus Migranten bestehenden Mobs in Köln und vielen anderen Städten.
Die Medien haben dabei keine rühmliche Rolle gespielt. Erst nach und nach ist man mit der Wahrheit über die Herkunft der Täter herausgerückt, teils auch durch die Informationssperre der Polizei in den ersten Tagen des Januars verursacht.
Der Fokus vieler Kommentare richtet sich aber weniger auf die Opfer und Täter und die möglichen Hintergründe sondern vielmehr auf die Verunglimpfung der Menschen, die den Islam und auch die tradierte Kultur in den arabischen und nordafrikanischen Herkunftsländern als eine wesentliche Ursache für diese in einer noch nie dagewesenen Häufung von räuberischen und Sexual-Delikten zu benennen wagen.
In einem im Kurier vom 10.1. veröffentlichten Kommentar ist zu lesen, dass Hasspostings (die abzulehnen sind auch strafrechtlich verfolgt werden sollen) und die Taten in Köln fast gleichzusetzen sind: „Diese Ablehnung, gepaart mit Wut und Zorn, ergießt sich dann in Online-Foren. Im Fall Kölns wütete dort ein Gegenmob, dessen Aussagen in puncto Strafbarkeit denen des Kölner Mobs kaum nachstand.“
Um dann auch noch die Beteiligung von Migranten durch einen vollkommen falschen Vergleich von Zahlen herunterzuspielen: „So wurden aus den 1000 pöbelnden Menschen am Hauptbahnhof 1000 grapschende Angreifer; in den schlimmsten Fällen 1000 Opfer. Heute spricht die Polizei von 32 Tatverdächtigen, die sich aus der Gruppe der 1000 gelöst und Frauen bedrängt hätten, davon 22 Asylwerber.“
Dabei wird bewusst verschwiegen, dass die Anzahl identifizierter Tatverdächtiger und Täter weit auseinanderklaffen kann.
In der FAZ vom 10.1. erklärt uns eine Journalistin, warum sie zu den Angriffen in Köln lieber nichts sagen würde, denn sie will diese Geschichte nicht jetzt erzählen, „…wo so viele arabische Menschen nach Deutschland kommen, weil sie in ihren Herkunftsländern nicht mehr sicher sind.“
Und dann gleich die Verunglimpfung der kritischen Menschen mit „Man will diese Geschichte nicht erzählen, weil sich jetzt plötzlich Männer für sexuelle Gewalt interessieren und empört sind, die sonst eigentlich immer im Stell-dich-nicht-so-an-Team waren und feministische Anliegen nervig fanden. „
Und die wirklichen Motive der unliebsam kritischen Öffentlichkeit werden so erklärt: „Sie ist beleidigt, weil gefährliche Araber etwas angefasst haben, das ihr gehört, und natürlich sind viele auch ein bisschen erleichtert, weil sich ihre diffuse Angst nun konkret manifestiert hat. Thank God, wir haben ein Problem!“
Abschließend werden wir noch pauschal zu „Vollidioten“ erklärt verbunden mit der weisen Erkenntnis, dass Vollidioten dumm sind: „…weil ich dadurch mit Sicherheit Applaus von Vollidioten bekomme. Andererseits sind Vollidioten dumm, ich bin kein Pädagoge, und Leser sind keine Schüler. Es war diese Geschichte, die ich sofort und zuerst im Kopf hatte, als ich von Köln hörte.“
Es gäbe noch viele Kommentare oder Interviews mit einer ähnlichen Zielrichtung zu zitieren, aber das würde zu einer langweiligen Wiederholung werden.
Nicht vorenthalten will ich aber zum Abschluss ein im Deutschlandfunk am 6.1. ausgestrahltes Interview mit einer in Deutschland lebenden türkischen Frauenrechtlerin. Sie insinuiert eine Mitschuld der Frauen mit „… möglicherweise seien alkoholisierte Muslime und “sehr freizügige” Frauen zusammengetroffen“. Und erklärt uns noch schlüssig, warum die Täter gar keine Flüchtlinge sein können, denn „…warum sollen Flüchtlinge jetzt Straftaten begehen und eine Abschiebung dann in Kauf nehmen.“

19 Gedanken zu „Freizügige Frauen sind doch irgendwie selber schuld, oder?

  1. Mona Rieboldt

    Die Schuld liegt allein bei den Politikern, die diese vielen Asylanten kommen ließen. Diese kamen schon aus sicheren Drittländern wie Türkei oder Libanon. Auch in Syrien wird es eine Front geben, in anderen Teilen des Landes wird es ruhig sein. Dazu sind es 90% junge und wohl genährte Männer. Diesen Leuten wird geradezu Puderzucker in den Hintern geblasen mit Geld, halal-Essen, sie zahlen nichts für Strom, auch nicht für ihre vielen Handys, überall gibt es Wlan-Stationen. Und keiner dieser Politiker hat mal darüber nachgedacht, dass derartig viele junge Männer auch eine Sexualität haben? Dazu kommt, dass sie in moslemischen Ländern sozialisiert wurden, in denen die Frau kaum Rechte hat, auch nicht über ihre Kinder.

    Nun treffen sie auf unsere Freiheit und auf ungläubige Frauen, mit denen sie meinen, tun zu können, was ihnen beliebt. Und sie sehen deutsche Männer als Schwächlinge, die nicht in der Lage sind, ihre Frauen und junge Mädchen zu beschützen. Was sollen da Integrationskurse? Meinen die Politiker vielleicht nach einem Integrationskurs sagen diese Männer “jetzt weiß ich, wie ich mich verhalten muss. Frauen sind gleichberechtigt und Homosexuelle muss man achten”? Wie dreist und verachtend ihrem eigenen Volk gegenüber, von dem sie ernährt werden, sind diese Politiker?

  2. Fragolin

    Natürlich waren die Frauen viel zu freizügig, geradezu einladend! Manche haben sogar ihr Haar offen getragen, waren für einen besoffenen Muslim also faktisch nackt…
    Ich finde es inzwischen nur mehr belustigend, wie Muslime ihre Glaubensbrüder selbst als primitive schwanzgesteuerte Affen denunzieren, ohne es zu merken.
    Peinlich ist nur das ständige Relativierungs- und Kleinredegewäsch der sich als Journalisten bezeichnenden Volkserzieher. Das mit Kindergarten zu umschreiben wäre eine Beleidigung für jeden Dreijährigen..

  3. Fragolin

    Nachtrag: Man stelle sich diese Horde primitiver schwanzgesteuerter Affen jetzt in einem Freibad vor – wir können uns schon auf den Sommer freuen!

  4. Mourawetz

    Na Hauptsache die Gleichstellung von Mann und Frau wurde in der Bundeshymne verankert und es wird fleißig gegendert.

  5. Herbert Manninger

    Tja, wenn das Weltbild einzustürzen droht, leugnen diese TypInnen notfalls sogar die Existenz der Gravitation.

  6. Der Realist

    bisher wurde stets politisch korrekt berichtet, nach dem Motto “es kann nicht sein, was nicht sein darf”, jetzt wurden eben viele von der Realität eingeholt, damit umzugehen tun sich halt die meisten schwer, zumal die Bevölkerung ja auch schon mitbekommen hat, was Sache ist.

  7. aneagle

    Dass die Taharrush-Eskalation gerade in Köln ihren stärksten Auswuchs fand, liegt an der Qualität der dort tätigen Institutionen, Behörden und Medien. Nicht von ungefähr war es Anfang Jänner 2015 der Dom zu Köln, der den Sorgen seiner Mitbürgern in einem Akt christlichen Nächstenhasses bei Ihrem Abendspaziergang buchstäblich das Licht abdrehte. Der damalige Kölner Domprobst Norbert Feldhoff wollte, im besten merkelschen Sinne, “ein Zeichen setzen”. Ist ihm gelungen: Auf Mist gedeiht Unkraut !

  8. aneagle

    PS: in Politikerqualität ist Österreich unübertroffen. Meinte doch erst kürzlich ein Herr Kurz, Außenminister im schönen Österreich, allen Ernstes sinngemäß, mit einem verordneten 8 Stunden Update in Anstand und Ethik des Gastlandes werden die etwas gegen den Strich gebürsteten Damen und Herren Asylflüchtigen, schon auf Zielkurs gebracht werden. Dagegen kann höchstens noch Sigmar Gabriel mit seinen Wohnortvorschreibungen a la Moskau anno 1975 punkten.
    Mit soviel Optimismus sollte man wöchentlich mehrmals Lotto spielen. Und mit soviel Realitätsferne sollte man, gemäß dem schwer zumutbaren, mittlerweile völlig in der Versenkung verschwundenen, Thomas de Maiziere, die Bevölkerung nicht verunsichern.

  9. Thomas Holzer

    Ich erlaube mir, einen Leserbrief, veröffentlicht im heutigen “Der (Sub)Standard”, geschrieben von einem Herrn Peter Bernaschek, 1230 Wien, teilweise zu zitieren:
    “Wieso plötzlich solche offenbar abgesprochenen Aktionen? Sind die eigentlichen Verursacher ganz rechte Gruppen, die der Gesellschaft damit beweisen wollen, daß alle Flüchtlinge Verbrecher und Vergewaltiger sind oder sein werden?………..”

    Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die wahren Verursacher zumindest fragend thematisiert werden 😉

  10. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Ich weiß schön langsam nicht mehr, was einen eigentlich betroffener machen müsste: Die Dreistigkeit und Brutalität der Täter oder die aus ideologischer Verblendung ins Hirn gebrannte Blödheit der Opfer…

  11. Fragolin

    Nachtrag, weil mich solche Hirnakrobaten immer noch nerven: Merkt diese Pfeife es eigentlich, dass er gerade behauptet hat, die vergewaltigten Frauen hätten wahrscheinlich selbst die Hosen heruntergerissen und gewaltsam die Finger der armen vorbeifeiernden Flüchtilanten zwischen ihre Füße gesteckt, um rechte Hetze zu provozieren???
    Von wo schreibt diese Gestalt, aus der Anstalt für Hirnamputierte?

  12. Thomas Holzer

    @Fragolin
    anscheinend aus dem 23.Bezirk 😉
    Immerhin hat er den “Mut”, diese seine These mit Name und Bezirk zu veröffentlichen……….

  13. Reini

    … hat die türkische Frauenrechtlerin nicht genug Arbeit in ihrer Heimat?!? … bzw. wie wird diese Person mit diesen Ansichten Frauenrechtlerin in Europa!!! … nur mehr Kopfschütteln! …

  14. gms

    Thomas Holzer,

    “Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die wahren Verursacher zumindest fragend thematisiert werden”

    Die richtige Antwort hatten wie hier schon am 04.01.: “Nope, das war fraglos eine Falseflag-Aktion der Bayern, weswegen die ‚Süddeutsche‘ heute Abend auch vermeldet: „Provokateur Seehofer will eine Obergrenze für Flüchtlinge, Merkel nicht.“

  15. Fragolin

    @Reini
    In einer Welt, in der ein saudischer wahhabitischer Fürst UN-Hochkommissar für Menschenrechte wird, ist es fast schon eine logische Besetzung.

  16. Falke

    Aufgefallen ist mir auch, dass ja ursprünglich ausschließlich von “Nordafrikanern” (Algeriern und Marokkanern) die Rede war, bis dann auch “Flüchtlinge” identifiziert wurden. Trotzdem: was haben eigentlich Algerier und Marokkaner in großer Zahl in Deutschland zu suchen? Algerien und Marokko sind bestimmt keine Musterdemokratien, doch herrscht dort weder Krieg noch werden dort Menschen wegen ihrer Rasse oder Religion verfolgt (außer vielleicht Christen, aber die sind ja bei der gesamten Flüchtlingsproblematik offenbar kein Thema). Marokkaner sollen ja auch in Brüssel ein großes Problem darstellen.

  17. Falke

    @Fragolin
    A propos Freibad: wenn ich mir vorstelle, dass diese Horden natürlich weder eine Dusche kennen, noch wissen, wie und wann man sie benützt… brrrrr. Dazu noch, dass man für gewisse Bedürfnisse ausschließlich eine Toilette benützen muss….

  18. Lisa

    @Falke: Ja, der Sommer, freuen wiruns… am untern Zürichsee lagern sich sommers viele Nicht-Einheimische v.a.aus Afrika auf den Wiesen, picknicken (sollen sie dürfen, solange sie nicht immer wieder mit verbotenen Einweggrills Löcher in den Rasen brennen) – unangenehmer ist, dass danach Sch* auf dem Wasser dümpelt, weil man seine Notdurft ja auch beim Schwimmen im See erledigen kann. Meiner vorsichtigen Kritik wurde entgegnet: die Schwäne und Enten tun das doch auch – wo ist der Unterschied? Ja, das kann man sich fragen…

  19. Thomas Holzer

    Frau Karin Kneissl hat den wesentlichen Unterschied zwischen den Neubürgern der 70er und 80er Jahre und denen unserer Tage pointiert und treffend auf den Punkt gebracht:
    Die damals Zugewanderten kamen mit dem Willen, sich einzubringen, egal ob per Arbeit oder Studium, sie waren froh, die Freiheit in Europa leben zu können und zu dürfen; der Großteil der Neubürger unserer Tage will seine Lebensweise beibehalten, hat keinerlei Intention, sich zu integrieren, einzubringen, will aber gleichzeitig die Annehmlichkeiten, welche ihnen von der Politik geboten werden, in Anspruch nehmen, ohne Abstriche, so ihnen diese als zu gering erscheinen, wird sogleich protestiert.
    Sie fordern, sind aber grosso modo nicht bereit, zu geben
    Die Neubürger unserer Tage si

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