14 Gedanken zu „Friedensprojekt halt

  1. world-citizen

    Sie sind etwa 2x so viele wie Österreich Einwohner hat – oder 3,2% der europäischen Bevölkerung. Und sie sind Europäer; somit also kein importiertes Problem. Da sie Europäer sind, kann man sie auch nicht aus Europa entfernen. Ob es uns gefällt oder nicht – wir werden uns dem Problem in irgendeiner Weise stellen müssen.

  2. Rennziege

    @WC:
    Sobald Sie sich diesem Problem “in irgendeiner Weise stellen”, indem Sie eine Roma-Familie unentgeltlich bei Ihnen zu Hause wohnen lassen, tue ich das auch.

  3. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Sobald Sie sich diesem Problem “in irgendeiner Weise stellen”, indem Sie eine Roma-Familie unentgeltlich bei Ihnen zu Hause wohnen lassen, tue ich das auch. <<<<<<<<<<<<<<<<

    So weit wäre es niemals gekommen, wenn man ihnen nicht ihre Existenzgrundlage entzogen hätte.
    Zur Erinnerung: Sie flochten Körbe und andere handwerkliche Arbeiten und zogen über die Märkte um ihre Produkte dort feilzubieten; eigentlich ein ganz normaler marktwirtschaftlicher Vorgang bis die Bürokratie kam.
    Diese schrieb ihnen einen Gewerbeschein als Marktfahrer vor. Und um den zu erlangen brauchte man plötzlich einen festen Wohnsitz. So wurden redliche Menschen plötzlich kriminalisiert, bloß weil sie nicht sesshaft waren.

  4. Rennziege

    @WC:
    Wer ein Gewerbe ausübt, braucht halt ein entsprechendes Papierchen. Und eine reale Adresse sowie ein Girokonto, damit die Finanzer wissen, wohin sie die Steuerbescheide schicken und wo sie alle Geldflüsse kontrollieren können. So ist das nun mal, WC, in Ihrer geliebten EUdSSR, wo “normale marktwirtschaftliche Vorgänge” (Ihre Worte) nur unter einem planwirtschaftlich-repressiven Keuschheitsgürtel stattfinden dürfen. Dies gilt auch für Asylanten, Flüchtlinge und Zuwanderer aller Art.
    Kleine Kinder mit Ohrfeigen in Fußgängerzonen zum Betteln zu zwingen ist freilich lukrativer, als die G’schrappen in die Schule zu schicken, wo sie zumindest die Sprache der Gastländer — und bei Interesse weit mehr — erlernen könnten, was ihnen eine erfolgreiche Integration ermöglicht.
    Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit der Weinerlichkeit, Gastländer müssten die “Kultur” dieser Zuwanderer (kinderreiches fahrendes Volk, das Sesshaftigkeit ablehnt, etc.) menschenfreundlich hinnehmen und deren nicht nur soziale Kosten tragen. — Versuchen Sie einmal in EU-Ländern wie Kroatien oder Slowenien, außerhalb eines Campingplatzes zu zelten: Wenn Sie dafür nur Strafe zahlen, haben Sie Glück; denn dann wurden Sie nicht schon vorher ausgeraubt.

  5. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Und eine reale Adresse sowie ein Girokonto, damit die Finanzer wissen, wohin sie die Steuerbescheide schicken und wo sie alle Geldflüsse kontrollieren können <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Durch Korbflechten und Marktfahren kann man notdürftig überleben. Die Grenze von 11.000,– € Jahreseinkommen pro Person ab welcher man Einkommensteuer berappen muss, erreichen sie ohnehin nicht.

  6. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>> wo sie zumindest die Sprache der Gastländer — und bei Interesse weit mehr — erlernen könnten, was ihnen eine erfolgreiche Integration ermöglicht. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Wie Bitte? Sie sind nicht in einem "Gastland". Sie sind Europäer und sie leben in Europa.

  7. Christian Weiss

    Lieber Welt-Bürger
    “Sie sind nicht in einem ‘Gastland’.”
    Ich seh’ da leider die übliche Widersprüchlichkeit im Denken des rassismussensiblen Kosmopoliten. Irgendwie müssen sich alle der grossen europäischen Idee fügen und sich des Europagefühls wegen von Brüssel jeden Quatsch gefallen lassen. Aber wenn man es mal irgendwie fertig gebracht hat, als Volksgruppe genug exotisch rüberzukommen, dann ist nix mehr mit Anpassung. Da kann man dann rotationseuropäisch und mobilethisch fröhlich drauf los leben. Nur der Normaleuropäer, der blöderweise so was profanes wie Österreicher oder Deutscher oder Franzose oder Niederländer ist, soll doch bitte dafür sorgen, dass er alle Sozialversicherungsbeiträge schön eingezahlt, den Papierkram mit den Behörden korrekt ausgefüllt und die Steuererklärung an seinem rechtmässigen Wohnort eingereicht hat.
    Dieser ganze Indigenenschutz, auf den sich bei den NGOs jeder Amazonas-Indianer und jeder Papua berufen kann, der gilt einfach nicht für den indigenen Fixationseuropäer. Der kann einpacken. Das Beharren auf minimale Standards gilt als Zumutung gegenüber den Zu- und Rumwanderenden.

    Leider wird die Toleranz gegenüber den Roma über kurz oder lang an Realitäten scheitern, wenn von den Fahrenden nicht eine minimale Beherrschung von Kulturtechniken eingefordert wird. Eigenverantwortliches Reinhalten des eigenen Vorgartens als Beispiel ist auch bei einer ausgeprägten eigenen Mobilität nicht unmöglich. Eine bildungsfreundlichere Atmosphäre mit entsprechenden ökonomischen und sozialen Perspektiven für die eigenen Kinder schaffen, wär’ auch mal was.
    Und letztlich braucht es halt endlich Anpassung: Die äusseren Umstände erlauben es halt nicht, dass man sich auch im Jahr 2013 noch als Korbflechter verdingt. Wenn die ökonomische Kraft für ein mobiles Leben nicht selbständig und legal aufgebracht wird, dann muss die Lebensweise geändert werden.

  8. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Leider wird die Toleranz gegenüber den Roma über kurz oder lang an Realitäten scheitern, wenn von den Fahrenden nicht eine minimale Beherrschung von Kulturtechniken eingefordert wird. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Fordern kann man viel, ob sie es auch tun ist wieder eine andere Frage. Vielleicht gelingt mal deren Integration in die Gesellschaft, vielleicht räumt ihnen die Gesellschaft irgendwann auch Freiräume ein, in deren Rahmen sie selbst ihren Platz in der Gesellschaft finden. Vielleicht trägt die Hilfe zur Selbsthilfe eines Tages Früchte. Vielleicht scheitert auch alles und sie bleiben für immer und ewig Almosenempfänger am Rande der Gesellschaft.
    Was immer auch passieren wird: Sie sind und bleiben ein Teil der unserer Gesellschaft.

  9. Rennziege

    @WC:
    Dann lassen Sie uns hoffen, dass Sie heftig Steuern zahlen: um diesen “Teil unserer Gesellschaft” so menschenwürdig zu ernähren, dass Sie anschließend noch Ihre Miet-, Heizkosten- und Stromrechnung bezahlen können. Zitat aus der “Blechtrommel” von Günter Grass: “Wenn der Arsch friert, wird das Hirn munter.”

  10. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> Dann lassen Sie uns hoffen, dass Sie heftig Steuern zahlen: um diesen “Teil unserer Gesellschaft” so menschenwürdig zu ernähren <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Zahlen tut niemand gerne, vor allem nicht für die Rente eines General Entacher, mit der man mindestens 10 Romafamilien ernähren könnte (ist nur ein x-beliebiges Beispiel).

    Aber ich habe immer ein offenes Ohr für Vorschläge über den möglicherweise richtigen Umgang mit diesen Menschen. Warten wir mal ab, was die diesbezüglich zu unterbreiten in der Lage sind.

  11. gms

    WC,

    “Aber ich habe immer ein offenes Ohr für Vorschläge über den möglicherweise richtigen Umgang mit diesen Menschen. Warten wir mal ab, was die diesbezüglich zu unterbreiten in der Lage sind.”

    Laut “Phantasia”, dem unabhägigen Wochenmagazin für Utopien und hochgradig Unwahrscheinliches, hat sich jüngst ein Sprecher “dieser Menschen” gemeldet und fordert von der Politik den Abbau beschäftigungfeindlicher Bestimmungen im Sozial- und Finanzrecht, denen zufolge Minderqualifizierten aktuell legal kein eigenständiges und allein auf freien Vereinbarungen beruhendes Einkommen erzielen können.

    Und nun? — Daß die Einwanderung in die diversen Sozialsysteme für Zores sorgen würde, war schon Thema, als die hiesigen blauen Sozialisten noch lange keinen Tau davon hatten und bestenfalls gegen Schildlausfarbe im Yoghurt opponierten, welche mit der EG (Vorläufer der EU) einherginge. Besagtes “Warten wir mal ab” hat sein Ablaufdatum vor Langem überschritten, die Zustände von heute sind die logische Folge davon.

    Ihr Philantropismus, der auch Ihr Eintreten für Niederlassunsfreiheit umfaßt, in allen Ehren, doch stünde dem flankierend gut zu Gesicht, dabei die von der Politik versaubeutelten Begleitumstände im Auge zu haben, so ein Zuzug aus fernen Gefilden mehr als bloß dazu dienen soll, daß Menschen sich im Sozialsystem wohlfühlen, wie die oberste deutsche Grünin unlängst bekundete.

  12. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>> so ein Zuzug aus fernen Gefilden mehr als bloß dazu dienen soll, daß Menschen sich im Sozialsystem wohlfühlen, wie die oberste deutsche Grünin unlängst bekundete. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Nachdem in der "alteingesessenen" Bevölkerung ohnehin niemand bereit ist, im Winter für € 5,50 pro Stunde den Schnee zu schaufeln, müsste man doch froh sein, wenn es Menschen gibt, die das liebend gerne Tun, weil sie dadurch in 8 Stunden mehr verdienen, als in Afrika in einem Monat.
    Zuzug in das Sozialsystem findet nur in jenen Fällen statt, wo es den Menschen explizit verboten wird, eine bezahlte Arbeit anzunehmen.
    Dabei wäre die Sache gar nicht so kompliziert. Man bräuchte nur zu signalsieren: Wer arbeitswillig ist, ist auch willkommen.

  13. gms

    WC,

    “Zuzug in das Sozialsystem findet nur in jenen Fällen statt, wo es den Menschen explizit verboten wird, eine bezahlte Arbeit anzunehmen”

    Falsch, das Verbot besteht implizit! Und selbst dort, wo es kein wie auch immer geartetes Verbot gibt, torpediert die Armada der hirnverbrannten Gutmenschen erfolgreich einvernehmliche Lösungen [1]

    [1] zeit.de/politik/deutschland/2013-07/gmuend-asylbewerber-kritik

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