Friedrich Nietzsche und der Sozialismus

Von | 16. März 2017

Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reactionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, dass er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt und durch ihn in ein zweckmäßiges Organ des Gemeinwesens umgebessert werden soll. (Friedrich Nietzsche)

7 Gedanken zu „Friedrich Nietzsche und der Sozialismus

  1. Thomas Holzer

    Besser kann man die wahre Intention aller Sozialisten, sprich Linken, egal ob national oder international, (fast) nicht beschreiben, erklären

  2. stiller Mitleser

    Hübsches Zitat, ja.

    Indes, die im Sozialismus sozialisierten Spezialisten für freundschaftliches Aushorchen und die etwas simpleren für umgehendes Reportieren kritischer Witzchen und patriotischer Volkslieder werden auch andernorts gern wiedereingesetzt.

    Kontrollieren, denunzieren, schikanieren.

    Ideologisch (wobei: nützt Anetta Maas mehr als er ihr, hm ?) und ganz schlicht&vorstädtisch hausmeisterlich.

  3. Falke

    Mich wundert ja angesichts dieser gescheiten Aussagen, dass gerade Hitler sich Nietzsche so sehr zum Vorbild genommen hat. Schließlich hatte seine Partei, die NSDAP, den Sozialismus sogar im Namen.

  4. Thomas Holzer

    @Falke
    Die NSDAP war ja auch eine lupenreine sozialistische Partei. An Nietzsche schätzte Hitler sicherlich das “Gott ist tot” und Nietzsche’s Nihilismus 😉

  5. Weninger

    @Holzer
    Würde eher sagen, das Konzept des “Übermenschen”, schließlich gehts neben Sozialiosmus schon auch um Nation und überlegene Rasse, was den NS schon deutlich vom Kommunismus abgrenzt. Also sollte man schon auch die Unterschiede und nicht nur die Gemeinsamkeiten beachten.

  6. Selbstdenker

    @Thomas Holzer, Weninger:
    Zum Thema Nietzsche’s Nihilismus empfehle ich folgenden Vortrag von Prof. Jordan Peterson.
    Das Video ist zwar etwas länger, aber sehr sehens- bzw. hörenswert.

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