“Fuck the EU”, aus gutem Grunde

Von | 9. Februar 2014

“Der Ärger einer US-Diplomatin (“Fuck the EU!”) über die EU ist durchaus berechtigt. Die Mitschnitte der Telefonate zeigen die Entschlossenheit der Amerikaner, die Schwäche der Europäer und die Taktik aus Moskau….” (hier)

3 Gedanken zu „“Fuck the EU”, aus gutem Grunde

  1. Reinhard

    Das deftige Wort “Fuck” wird im amerikanischen inzwischen inflationär verwendet, um seine Meinung mit Nachdruck kundzutun. Die Aussprache Nulands mag undiplomatisch direkt sein, aber wenn man hinter den Aufreger, das Wort “Fuck”, schaut, sieht man nur einen Sinn in Nulands Worten: “Vergiss’ die EU!”
    Warum diese Übersetzung nirgends publik gemacht wird? Weil der Aufreger sich dann umkehren würde und sich die Leute fragen, warum aus Sicht der USA die EU in der Ukraine-Frage zum vergessen ist.
    Die Warmluftgeneratoren aus Brüssel sind von ihrer eigenen moralischen Überlegenheit über den ganzen Rest der Welt so überzeugt, dass sie glauben, sie müssten nur ein paar Takte anschlagen, und schon müssten alle nach ihrer Pfeife tanzen. Eine weltfremde Feudalelite, wie sie unser Kontinent nicht zum ersten Mal hervorgebracht hat.
    Seit Jahren rümpfen die elitären knautschgesichtigen Ladys ihre gepuderten Näschen über den russischen Despoten, weil er krakeelende Punks in Arbeitslager steckt und Schwulen nahelegt, ihre Praktiken im heimischen Schlafzimmer für sich zu behalten. Umso pikierter müssen sie zur Kenntnis nehmen, dass der ukrainische Pöbel mit eindeutiger Mehrheit in demokratischer Wahl einen Russland-affinen korrupten Oligarchen zu ihrem Präsidenten gewählt haben statt der umworbenen EU-affinen korrupten Oligarchin.
    Putins robuste Pragmatik wird sogar im vorliegenden Artikel sofort als “Rückkehr in den Kalten Krieg” gegeißelt; dabei sollten sich die aufgeputzten elitären Feudalschranzen mit ihren lächerlichen Foto-Ritualen und pc-gedschänderten Wortschwurbeleien mal überlegen, wie sie dem ungehobelten russischen Präsidenten, der im Gegensatz zu ihnen selbst noch jedesmal aus demokratischen Wahlen hervorgegangen ist, begegnen. Die EU hat sich bisher nur als “Zuflucht” für ehemalige SU-Vasallenstaaten angedient, aber niemals eine wirkliche Kooperation mit der Großmacht Russland auf Augenhöhe angestrebt. Auf Augenhöhe kann man unserer selbstherrlichen, abgehobenen Kaste nur noch begegnen, wenn man in den elitären Höhen des Wolkenkuckucksheim schwebt. Putin steht am Boden. Auf ihn glauben die Schranzen, herabblicken zu müssen. So wird das nix. Fuck the EU.

  2. Mourawetz

    Danke Reinhard! Ist doch immer eine Freude,mIhre Kommentare zu lesen!

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