“Für die Schwächsten ist der Mindestlohn fatal”

“…..Es gibt selbst in einer Wissensgesellschaft immer etliche Menschen, die nicht in der Lage sind, einen Lohn von 8,50 plus Sozialabgaben zu erwirtschaften. Die werden jetzt in Deutschland zum Nichtstun verdammt….” (hier)

5 comments

  1. cmh

    Wer würde schon Schuhe in Einheitsgröße kaufen?

    Doch wohl nur sozialistische “Ökonomen”.

  2. Anton Aushecker

    So etwas passiert, wenn diejenigen darüber abstimmen, für die es sich nicht negativ auswirkt. Entweder weil sie intellektuell in der Lage sind, mehr zu erwirtschaften oder weil sie vom Steuerzahler finanziert werden und keinem echten Arbeitsmarkt unterworfen sind.

    An der Wurzel der Problemkette steht auch, dass die Betroffen nicht nur nicht in der Lage sind, ihren Lohn für 8,50 zu erwirtschaften, sondern sich in der Wahlzelle nicht mehr an diejenigen erinnern können, die ihnen das eingebrockt haben. Brot & Spiele als unendliche Geschichte.

  3. Rennziege

    Freunde aus Hamburg berichten mir, dass die Zeitungsverlage sich keine paper boys and girls mehr leisten können, seit sie ihnen € 8,50 pro Stunde zahlen müssen. Früher wurden diese Schulkinder und Teens pro Exemplar bezahlt, was (je nach Gelände) Stundenlöhnen von etwa € 6,00 entsprach. Die jungen Austräger waren’s zufrieden, sich so ihr Taschengeld aufzubessern, denn es gab auch Trinkgelder, die ihre Stundenlöhne gut und gern auf € 10,00 brachten, steuerfrei.
    Seit dem Mindestlohn ist das alles vorbei. Jetzt schmeißen griesgrämige ältere Herren, vom Arbeitsamt bezuschusst — was den eh schon notleidenden Printmedien die 8,5 Eulen auszuzahlen ermöglich —, die Morgenzeitungen oft erst nachmittags übern Zaun, während die Kinder das vor dem Schulweg machten; die Zeitungen verlieren Abonnenten.
    Staatliche Eingriffe sind halt immer kontraproduktiv.

    Komisch: In den USA und in Kanada flitzen die fröhlichen paper boys fröhlich von Haus zu Haus wie eh und je, im Sommer auf Fahrrädern, im Winter halt auf auf einem Snowmobile, vulgo skidoo.
    Dann sind die tips zu Ostern und Weihnachten halt etwas höher, und alle sind glücklich. Denn kein Staatsbüttel mischt sich in diese Arbeitsverhältnisse ein — die seit Jahrhunderten funktionieren und den nordamerikanischen Printmedien europäische Auflagenabstürze ersparen — was natürlich auch an beharrlich eingehaltener Regierungsferne und solider Recherche liegt, die niemanden verschont.

  4. Erich Bauer

    Die Paper-Buben und Paper-Weibchen haben in den USA den Vorteil, dass sie Mc-ies Lebensmittelgutscheine bekommen…

  5. DNJ

    Ferienjobs und Schulkinder, ok. Aber es hat wenig Sinn, erwachsene Menschen in Vollzeitstellen zu zwingen, damit Sie etwas Sinnvolles arbeiten, aber gleichzeitig nicht annähernd davon leben können. Das kann nur zu Verzweiflung und Frustration führen, egal wie zynisch man die Fähigkeiten und Potenziale dieser Menschen nun einstufen mag. Von oben herab lässt sich immer leicht urteilen und seltsamerweise fragen sich nur wenige Gutverdiener, ob sie ihren Lohn wert sind.

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