Für Sozialisten gibt es nie genug Sozialismus

“……compared to a hundred years ago, today’s Europe is a socialist continent: all the demands of the socialists of that time have been met. Yet socialist parties still exist, and succeed in convincing us that our current political and economic systems are still “capitalist” and that more state intervention is needed to “curb the excesses” of free enterprise. In other words: for socialists there is never enough socialism…” (hier)

12 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    “Huntington not entirely wrong”… mag sein, aber ich kann mich noch an ein Interview mit Herrn Genscher (AM a.D) erinnern als er sagte, Huntington mag zwar recht haben “aber es wird nie ein Blut fliessen”.
    Auch verdiente Aussenminister können irren!?

  2. Herbert Manninger

    Sozialisten: Die verstecken ihren Neid und Hass auf Leute, die mehr als sie haben, hinter ihrem hochmoralischen Kampfbegriff ,,Gerechtigkeit”.
    Den anderen vorwerfen, es gehe denen nur um den Profit, sich selber aber fette Zuwendungen aus dem Steuerfressnapf gönnen.
    Die Foglars und Kaskes bitten zur Kasse.

  3. Selbstdenker

    Ausgezeichneter Link!

    “In a totally free market, free movement of people would not be a problem: the cost of traveling on privately owned infrastructure, and the absence of generous welfare provided by the state – not to speak of the complete absence of anti-discrimination laws and government schemes to import third world labor- would make the number of immigrants dwindle quickly.”

    Große Passagierschiffe gibt es schon sehr lange, die Armut in den meisten afrikanischen Ländern war vor Jahrzehnten noch ausgepräger. Warum aber enstehen in so kurzer Zeit immer größere Flüchtlingsströme neuere und organisiertere Formen der illegalen Migration?

    Ich kann dem Autor nur recht geben: Marxismus ist keine rein ökonomische Veranstaltung. Während der Marxismus 1989 in Osteuropa krachend gescheitert ist und in China nur mehr eine formell existierende Staatsreligion ist, haben sich in Westeuropa – und zum Teil auch in den USA – Marxisten neue Aufgabengebiete gesucht: Öko, Multikulti und Gender.

    Der neue Marxismus, den die 1968er-Bewegten in Westeuropa schrittweise installiert haben, hat den Point of No-Return überschritten und steuert dem Kollaps zu. Erkennbar ist dies an extremen Fehlentwicklungen auf der Makroebene, dem exzessiven Interventionismus der Politik und dem massiven Vertrauensverlust in der Bevölkerung.

  4. Mourawetz

    “In a totally free market…” wieder mal einer, der bedingungslos offene Grenzen als Heilmittel propagiert. Noch mehr Augustin-Bettler, die Fairtrade vor dem Supermarkt einfordern, sind auch keine Lösung. Grenzen haben etwas durchaus Sinnvolles. Aber die Multi-Toleranz-Bewegten mit der Unterhose auf Halbmast, der anti-autoritären Erziehung entschlüpft, haben ja außer sich zu ducken, nichts gelernt. Denn jemand, der sich immer nur abfindet, braucht auch keine Verantwortung für das Geschehen übernehmen. Ach wie abgenehm, da lassen wir doch gerne mal die Flüchtlingswellen über uns hinweg rauschen.

  5. Selbstdenker

    @Mourawetz:
    Sie haben – mit Verlaub – offensichtlich nicht den ganzen Artikel gelesen. Der Autor meint zum Thema Migration (vereinfacht) folgendes:
    1) Theorie: in einem System mit völlig freien (Arbeits-)Markt, offenen Grenzen aber ohne Sozialtransfers würden die (unverzerrten) ökonomischen Rahmenbedingungen die Migration begrenzen, da die Anreize (Geld für nichts) wegfallen.
    (2) Praxis: (leistungslose) Sozialtransfers wurden in den letzten Jahrzehnten erheblich ausgebaut. Zusammen mit zahlreichen “Nicht-Diskriminierungs Gesetzen” wurden so enorme Anreize zur Migration geschaffen.
    (3) Handlungsempfehlungen:
    Variante 1: Rückbau von Sozialtransfers und “Nicht-Diskriminierungs Gesetzen” oder
    Variante 2: Grenzen zu

    Um es auf eine einfache Formel zu bringen: es geht darum, dass man der Ayslindustrie die Subventionen streicht. Gerade die EU sollte es eigentlich wissen, welche perversen Effekte mit Subventionen verbunden sind.

  6. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘In einem System mit offenen Grenzen ohne Sozialtransfers würde Migration begrenzt’.

    Schwachsinn. Entscheidend für Migration sind nicht Sozialtransfers, sondern die Höhe der Löhne : Wo die höchsten Löhne bezahlt werden, dorthin zieht es die Menschen.

  7. Selbstdenker

    @Christian Peter

    Für Migrationswillige sind der Nettolohn plus die Transferleistungen entscheidend. Die Transferleistung wirkt wie eine Subventionierung der Arbeitsleistung und bewirkt eine Erhöhung des Arbeitskräfteangebotes.

    In einen “idealen” Arbeitsmarkt würden die Löhne bei einen Angebotsüberhang entsprechend sinken, bis sich ein Gleichgewicht bei der Grenzproduktivität zwischen dem Faktor Kapital einerseits und dem Faktor Arbeit anderseits einstellt. Bei entsprechender Migration würden die Löhne für Hilfsarbeitertätigkeiten – im Falle von Westeuropa – nahzu ins Bodenlose fallen und der ökonomische Anreiz zur Migration würde wegfallen.

    In einen nicht beliebig substituierbaren bzw. regulierten Arbeitsmarkt sinkt hingegen nicht das Lohnniveau, sondern die Nachfrage nach unproduktiveren Arbeitnehmern aus der Masse verfügbarer Arbeitskräfte. Wenn man eine Arbeitskraft, die für ein definiertes Resultat die doppelte Zeit benötigt, nicht entsprechend niedriger entlohnen kann, wird diese in der Arbeitslosigkeit landen.

    Zusätzlich schafft man mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens fatalerweise einen weiteren Anreiz, sich nicht mehr aktiv für einen Wiedereinstieg in das Erwerbsleben bemühen zu müssen. Vor allem dann, wenn das bedingungslose Mindeseinkommen höher als das am Arbeitsmarkt erzielbare Einkommen liegt.

    Im Falle nicht-integrationsaffiner Zwanderung (ein westeuropäisches Phänomen), schafft man sich so die von Sarrazin treffend beschriebene Einwanderung in die Sozialsysteme. Ein derartiges Einwanderungssystem ist ein Betrug an alle Beteiligte (außer der Migrations-bzw. Schlepperindustrie).

  8. Mourawetz

    @Selbstdenker

    nana, genau das glaube ich eben nicht. Auch wnn man sofort alle Sozialleistungen aberkennen würde, Europa würde von einer Flüchtlingswelle überschwemmt. Oder glauben Sie, das man in Afrika über die aktuelle Lage der Gesetzgebung Bescheid weiß? Für die ist Europa das hehre Land! Wohin man kommen muss, koste es was es wolle.

  9. Selbstdenker

    @Mourawetz:
    Der Ausgangspunkt war ein theoretisches Modell; dieses gibt eine Grundtendenz – wenn auch nicht alle Facetten der Praxis – wieder. Der Autor stellt dieses ideale Modell der Praxis gegenüber und gibt ökonomisch begründete Handlungsempfehlungen. Da Variante 1 kaum durchsetzbar ist, empfiehlt er (indirekt) Variante 2.

    Natürlich haben sich Länder wie Schweden, Deutschland und die Niederlande einen entsprechenden “Ruf” in den Herkunftsländern aufgebaut. Der wird sich auch so schnell nicht ändern. Die Lage wird umso explosiver werden, je weiter die Vorstellung vom Schlaraffenland (“Money for nothing and chicks for free”) mit der Realität kollidiert.

    Ich glaube, dass wir uns gerade ein Problem einhandeln, welches kein gutes Ende nehmen wird. Mit einer Dosissteigerung in Sachen Political Correctness – z.B. die in Deutschland gerade geforderten Integrationskurse für Einheimische – wird die Lage noch zusätzlich verschärft.

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘der ökonomische Anreiz für Migration würde wegfallen’

    eben nicht, dieser Anreiz besteht solange, als es Unterschiede im Lohnniveau gibt. Sinken die Löhne durch Migration (ins Bodenlose), werden sich Einheimische veranlasst sehen, auszuwandern.

  11. Christian Peter

    @Selbstdenker

    gehen Sie sich nicht libertären und anarchistischen Spinnern auf den Leim, diese versuchen mit aller Gewalt, eine Gesellschaft ohne Staat zu propagieren. Ohne Begrenzung der Einwanderung (offene Grenzen) würde Migration unendlich zunehmen, mit katastrophalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Auswirkungen sowohl für die Aufnahme- als auch Herkunftsländer.

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