Für wie blöd hält uns die SPÖ-Chefin eigentlich?

Von | 29. November 2020

(CHRISTIAN ORTNER) “Zur Abrechnung mit der Corona-Krisenstrategie der türkis-grünen Bundesregierung wurde der Auftritt der SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner am Samstag beim oberösterreichischen SPÖ-Landesparteitag” berichtet die Wiener Zeitung, ” Die SPÖ-Chefin erinnerte daran, dass die Bundesregierung im März Hilfe unter dem Motto “Koste es, was es wolle” zugesichert habe. Nun würden jedoch die arbeitenden Menschen dafür zahlen, sagte Rendi-Wagner mit Hinweis auf die Abschaffung der abschlagsfreien Hacklerfrühpension. Sie sei statt dessen für eine “Corona-Solidarabgabe” in Form höherer Steuern für Online-Giganten wie Amazon: “Das wäre Gerechtigkeit, das wäre fair.”

Das ist leider, if you excuse my french, haarsträubender Unsinn. Denn Amazon würde eine derartige Steuer, wie jeden anderen Kostenfaktor, natürlich an die Kunden weiterreichen. Die Mehrwertsteuer wird ja bekanntlich auch nicht vom Verkäufer getragen, sondern vom Kunden. Auch Google hat erst unlängst eine vergleichbare Abgabe an die Kundschaft in Österreich weiterverrechnet. Es bleibt das Geheimnis von Frau Rendi-Wagner, was daran gerecht oder fair ist, breite Schichten der Bevölkerung, die jetzt vermehrt online einkaufen, mit einer neuen Steuer zu belasten.

5 Gedanken zu „Für wie blöd hält uns die SPÖ-Chefin eigentlich?

  1. Johannes

    Ich bin kein Steuerspezialist ich weiß aber das man als mittelständischer Unternehmer ganz schnell bei 40-50% Steuerquote liegen kann.
    Welche Steuer Amazon im Verhältnis zum hier gemachten Gewinn bezahlt gehört eben klar auf den Tisch gelegt.
    Dann braucht man auch keine Äpfel mit Birnen mehr vergleichen und dann werden die lokalen Händler Österreichs auch nicht dadurch unlauteren Wettbewerb zum Aufgeben gezwungen.

    Es kann wohl nicht sein das die Asselborns und Junkers Steueparadiese mitten in Europa betreiben dürfen.

  2. Falke

    Sie ist ja auch für eine Erbschafts- und Vermögenssteuer und glaubt (oder besser: meint, dass das dumbe Volk das glaubt), dass damit die Milliarden nur so fließen und die Vermögenden keine Möglichkeiten finden, dieser Steuer zu entgehen. Vielleicht glaubt sie aber auch, dass alle “Millionäre” (das sind ja bereits die Eigentümer eines Häusels) das Geld bündelweise herumliegen haben und eine Steuer gar nicht merken würden. Gerechterweise muss man hinzufügen, das Rendi-Wagner nicht die einzige ist, die das glaubt – vor allem die Gewerkschafter glauben das schon sehr lange, ebenso wie die (mit)regierenden Grünen.

  3. CE___

    Das sehe ich genauso.

    Und nicht nur für blöd hält die Dame die Leute, sondern der Vorschlag ist auch hinterfotzig.

    Viele Leute kaufen über Amazon weil der Offline-Handel zusperren muss/musste.

    Und diese Möglichkeit soll jetzt verteuert werden.

    Es wäre zielführender wenn sich diese “Dame” dafür einsetzen würde dass per sofort wieder alle Geschäfte öffnen dürfen.

    Pfuh, da bekomme ich selber Krämpfe, “DÜRFEN”, was für ein Wort in dem Zusammehang, dass einem Bonzen gnädig erlauben sein Geschäft aufsperren zu “dürfen” damit man für die Typen Steuern heranscheffeln kann. Die sollen alle eher froh sein das nicht schon die meisten Unternehmer in Ö den Hut drauf hauen. Who’s John Galt?

  4. Steuerzahler

    Das Einzige, was Sozialisten von Geld verstehen ist, dass sie es von Anderen haben wollen.
    Konrad Adenauer

    Gestern wahr. Heute wahr. Morgen wahr.

  5. Ralph Baumgärtner

    Der Preisvergleich zw. Amazon und dem Einzelhandel ergibt bei neuen Artikeln wie Bücher, namhaftes Spielzeug, etc. – im Gegensatz zum namenlosen Chinaschrott, bei dem aufgrund der “konkurenzlosen” Qualität ohnehin kein Preisvergleich möglich ist – kaum Preisunterschiede. Aktuelle Bücher kosten z.B. beim Frick inkl. Lieferung genauso viel wie auf Amazon. Man benötigt dazu aber keine “Prime”-Mitgliedschaft. Daran kann man die Spanne von Amazon erahnen. Folglich wird Amazon kaum die, im Gegensatz zum Einzelhandel, zu bezahlenden Steuern draufschlagen.

    @CE_ Den “Offline-Handel” existiert vielfach schon als “Online-Handel”.

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