Fußballer v. Frankreichs Präsidenten

“…..Die französischen Fußballclubs planen, im kommenden Monat einen kompletten Spieltag zu bestreiken. Damit wollen sie gegen die von der Regierung geplante Reichensteuer protestieren, die auch die Vereine betrifft. Das teilte die Union der Profi-Fußballclubs (UCPF) mit….” (SpOn)

8 comments

  1. Reinhard

    Aber das kann doch nicht sein, laut linker Hetzpropaganda sind “Reiche” doch nur fette zigarrerauchende Pfeffersäcke, die ihr Geld durch dubiose Finanzgeschäfte und die gewissenlose Ausbeutung ärmster Massen vermehren und den ganzen Tag faul auf ihrer protzigen Jacht in der Sonne liegen und sich die Füße von asiatischen Sklavinnen massieren lassen!

  2. Thomas Holzer

    “Ursprünglich sollte der Lohnempfänger zur Kasse gebeten werden. Doch das Gesetz wurde so geändert, dass die Unternehmen bezahlen sollen.”

    Ich ersuche um Aufklärung!
    Heißt das jetzt, der Lohnempfänger bleibt ungeschoren? oder wird “nur” die Verantwortung für die korrekte Abführung dieser Steuer den Unternehmen “aufgehalst”?

  3. Mona Rieboldt

    @Reinhard
    Das hört sich doch gut an, aber da wird doch noch mehr drin sein, als nur Füße massieren 😉

    Meine Lieblingssätze zu den Reichen stammen von gms, der das mal sehr schön dargestellt hat: Die Reichen schrauben sich ihre Bentleys und Maseratis selbst zusammen, bauen ihre Villen selbst nur mit Hilfe des schnöseligen Sohns ihres Golfpartners. Ihr karges Mahl bereiten sie über einer Kerze zu. Und das nur, damit niemand was von ihrem Geld abbekommt.

    Schöner als gms kann man es nicht darstellen, Die ewige Neiddebatte verschweigt, dass “Reiche” nicht nur konsumieren, sondern auch denen Arbeit geben, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen im Gegensatz zu Politikern.

  4. Rennziege

    Österreichs Fußballer haben diesen französischen Streik längst verinnerlicht, aber eleganter. Sie treten bei Länderspielen zwar noch an, weigern sich aber beispielhaft, den Torwart der gegnerischen Mannschaft mit Arbeit zu belästigen. Das ist wahre Solidarität der Werktätigen.

  5. Mona Rieboldt

    Ja, wären wir noch zusammen, würden die österreichischen Fußballer nicht nach jedem Länderspiel enttäuscht sein. Es war halt nicht alles gut nach 1945 😉

  6. Rennziege

    Servus! Ihr Kommentar gab mir zu denken, Mona. Ich habe dazu eine meiner verlässlichsten Quellen über entschwundene Zeiten befragt, meinen alten Herrn. Der wurde zwar auch erst ziemlich weit nach 1945 geboren, hat aber eine Diagnose aus den Achtzigern: “Wia die Ösi-Kicker früher in der Pause immer a Flascherl Grünen Veltliner kriagt hab’n, da war’n s’ no’ guat. Aber seitdem Alkohol auf der Dopingliste steht, san’s in der zweiten Halbzeit hilflos.”
    Vermutlich trinken Herr Löw und die Seinen in der Pause Red Bull, sind also ebenfalls österreichisch gedopt. Aber nicht so lustig wie die Ösis einst, als ein Herr Krankl (ich hab’ mir den Namen buchstabieren lassen) sie das Fürchten lehrte.
    Wir leben in asketischen Zeiten. Asketen “arbeiten”, “wehren ab”, “denken strategisch”, “tragen Angriffe vor” (alles kriegerischer Wortschatz; wo bleiben die Wachhunde der political correctness in Zeiten, wo sogar das Wort “Autobahn” als faschistisch gilt?) und “bringen ihre pflichtgemäße Leistung” auf dem grünen Rasen, anstatt zu spielen und eine Freud’ daran zu haben.
    Verbissenheit ist eine Zier, doch lustiger ist’s ohne ihr. (Wilhelm Busch, nur leicht verballhornt.)

  7. Christian Weiss

    @ Thomas Holzer
    So wie ich das verstanden habe, muss der Klub die Reichensteuer auf seiner Lohnsumme abliefern. Die Spieler erhalten dann gleich den Nettolohn.
    Ich nehm’ an, die Idee dahinter ist, dass die Topverdiener ihren Wohnsitz nicht ins Ausland verlegen können, um Steuern zu sparen.
    Für die Klubs wird es natürlich zäh, wenn sie Topstars verpflichten wollen. Bekam ein Spieler in einer europäischen Topliga 10 Millionen und musste dort 40, 45% am Staat abliefern, kam Netto also irgendwo auf 5,5 oder 6 Mio., muss der französische Klub 24 Millionen bezahlen, damit der Spieler das gleiche Netto hat. Wobei, um das etwas abzuschwächen, gibt es diese Umsatzklausel, die besagt, dass ein Klub höchstens 5% seines Gesamtumsatzes als Lohnsteuern abgeben muss. Wenn ich es so auf die Schnelle richtig begriffen habe, wird ein finanziell solider Klub, der über Zuschauer, Merchandising, Prämien aus UEFA-Spielen, Fernsehrechte und Sponsoren hohe Einnahmen erzielt, unter Umständen deutlich mehr Steuern abliefern müssen als ein Klub, der sich ohne jede reale Einnahmenbasis teure Spieler leistet.

    Wenn man dann irgendwie noch mit dem Bewusstsein aufgewachsen ist, dass der Staat nicht nur einfach Geld einsacken kann, sondern auch noch irgendwelche Leistungen erbringen sollte, fragt man sich dann schon: Haben wir die Erfindung des Fussballs dem Monsieur Hollande zu verdanken? Oder war es Napoleon? Es ist unglaublich, mit welcher Selbstgewissheit und Selbstverständlichkeit sich diese französische Regierung der Einkommen der Leute bemächtigt.

  8. Mona Rieboldt

    @ Rennziege
    In Cordoba haben die Österreicher ja die Deutschen besiegt. Offenbar gab es da noch was zu trinken für die Ösi-Spieler 😉

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