“Gegenüber Erdogan hilft keine Duckmäuserei”

“…..Kleinlaut ist die EU gegenüber Erdogan geworden, der in Nahost gerade einen neuen Flächenbrand anzettelt. Grund dafür ist der Türkei-Deal, der den Europäern die Flüchtlinge vom Leib halten soll, sie aber auch erpressbar gemacht hat.” Sehr kluge Analyse in der NZZ, nachzulesen hier.

7 comments

  1. Rado

    Verstehe die NZZ offen gesagt schon wieder mal nicht. Abgesehen davon, dass die EU nicht wirklich ein Problem mit der Massenmigration hat.
    Der EU Beitrittskandidat treibt die künftige EU Erweiterung proaktiv voran! Und sogar falls Erdogan zukünftig auch über griechische Inseln herfallen sollte, so bleibt auf lange EU Sicht doch eigentlich alles in der Familie. Und wenn Sie jetzt meinen, dass ich masslos übertreibe, dass sehen sie auf die EU Strategien zur Lösung des Kosovo Konfliktes oder des Westbalkankonfliktes überhaupt oder des Zypern Konfliktes: Alle rein in die EU und die grosse Geldgiesskanne drübergeleert. Fertig, Konflikt gelöst.

  2. dna1

    Ich empfinde es als widerlich und geschmacklos, wenn man so einen Angriffskrieg “Operation Peace Spring” nennt.
    Warum lassen es die Europäer geschehen? 3 Gründe:
    > Die EU ist ohnehin zu schwach, unwichtig und unfähig, um es verhindern zu können.
    > Insgeheim freut man sich, weil Syrien dadurch weiter destabilisiert wird und vielleicht schafft man es doch noch, Assad zu beseitigen.
    > Wie viele Millionen Umsatz bringt das der Waffenindustrie? Irgendwie müssen die 3 Mrd., die man der Türkei gegeben hat, ja wieder zurück kommen.

  3. sokrates9

    Wo steht geschrieben dass wir alle Wirtschaftsflüchtlinge durchpäppeln müssen! Wenn sich herumsprechen würde dass man in Europa ähnlich den großen Nationen USA / China / Russland keinen Cent Hilfe bekommt, wäre das Flüchtlingsproblem schlecht gelöst! Da Europa von linken Sozialisten beherrscht wird, geht das natürlich nicht!

  4. astuga

    Interessant dabei ist, dass der sog. Türkeideal ohnehin nie wirklich funktioniert hat.
    Aber das einzugestehen und eine härtere Linie gegen Erdogan zu fahren hieße die eigene Phantasiewelt aufzugeben in welcher die EU-Politik lebt.

    Und so machen die kleinen Idioten weiterhin Biligurlaub in der Türkei, und den großen Idioten sind ihre Geschäfte und Rüstungsdeals wichtiger als die Zukunft Europas.

  5. Johannes

    Trump hat durch seinen Abzug den Weg für Erdogan freigemacht. Wenn man so will hat die USA diesen Einmarsch gewollt. Zum ersten mal zweifle ich und ich glaube nicht nur ich sondern sehr viele Republikaner und bestimmt das ganze Pentagon wirklich über den Verstand von Trump.

    Interessant ist für mich das Schweigen von Assad und Russland. Ich meine das greift die Türkei ein Nachbarland direkt an ohne das es zuvor selbst angegriffen wurde. So etwas nennt man normalerweise Invasion und Überfall.
    Ich denke es ist mit Russland abgesprochen, wie die langfristige Perspektive von Erdogan ausschaut wird sich zeigen. Er ist ein Pfand in der Hand Putins. Leider muss man es sagen eines der militärisch stärksten Länder der NATO schert aus und wird immer mehr zu einer Gefahr für die NATO als Ganzes, nach meiner Meinung.

    Erst kürzlich sprach Erdogan davon das sich das türkische Volk nicht auf eine so kleine Fläche wie die der Türkei reduzieren ließe. Wer immer glaubt Erdogan wolle in diesen Gebieten syrische Flüchtlinge ansiedeln ist naiv.
    Der Sultan will sein Reich erweitern und er tut es gerade jetzt. Er wird wenn man ihn nicht wieder hinauswirft sich darin einrichten, es annektieren und schon bald nach weiterem Land ausschau halten.
    Eines ist gewiss, Erdogan ist eine kleine Schachfigur im Spiel Russland gegen USA, es ist nur eine Frage der Zeit bis er als Bauer in diesem Spiel geopfert wird. Die Achillesferse des Despoten ist seine Wirtschaft, da hat Trump tatsächlich alle Trümpfe in der Hand. Auch die EU könnte Erdogan empfindlich wirtschaftlich schwächen, aber da hat er die Migranten als Druckmittel für sich und so entlarvt sich der Sultan als völlig übergeschnappter Despot der sich für seine gesamte zukünftige Karriere für Europa zum Glück als untauglicher, nicht ernst zunehmender, Erpresser darstellt mit dem man besser in keinster Weise anzustreifen hat.

    Ich denke der nächste Konflikt wird dann wohl der im Mittelmeer sein, welchen er unmittelbar mit der EU zu bestreiten hat.wenn es um die dort gefundenen Rohstoffe geht. Daher wohl auch das Stillhalten der Russen, sie brauchen Erdogan als Partner um dort mitmischen zu können.

  6. aneagle

    Ein Volk oder auch ein Völkerbund braucht für den Erfolg 3 Säulen: Einigkeit, Zivilcourage, Identitätsbewusstsein. Nichts davon hat Europa mehr. Wie Erdogan sich geriert, ist der verlässlich irren Außenpolitik Europas geschuldet. Die drei Säulen der europäischen Außenpolitik – Unfähigkeit, Unwichtigkeit, mentale,moralische und materielle Schwäche- zeigen sich auch in Europas Energie- Wirtschafts- Finanz- und Sozialpolitik. Wer immer noch davon ausgeht, Europa sei ein Friedensprojekt und ein Vorbild für die Interaktion von Völkern wird laufend eines Besseren belehrt. Europa ist in seinem Wirken selbst- und gemeingefährlich geworden. Putin sieht es, Trump sieht es, UN und die Nato sieht und sogar Erdogan, unser verlässlicher Partner in humanen Migrationslösungen, sieht es: Dank Deutschlands Vorbildfunktion, hat Europa fertig. Verhandelt wird nur noch Ablaufdatum und Auslöser.

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