Gehört Verschweigen zum journalistischen Geschäft?

Von | 20. Oktober 2013

(C.O.) „Ein vermutlich als Säugling entführtes Mädchen ist im Alter von vier Jahren in Griechenland bei einer fremden Familie entdeckt worden. Wer die biologischen Eltern sind, ist noch unklar. Die Behörden suchen europaweit,“ berichtet der Online-Standard. Die linksliberale „Süddeutsche“ hingegen berichtet wie andere deutschsprachige Medien so: „Interpol sucht europaweit nach den leiblichen Eltern: In einem griechischen Roma-Lager wurde ein Mädchen entdeckt, das möglicherweise als Säugling entführt wurde. Den Roma-Eltern zufolge wurde das Kind von der Mutter verlassen.“ – Da stellt sich schon die Frage: Ist es Aufgabe von Journalismus, seinen Lesern ein Faktum vorzuenthalten, weil einem dieses Faktum nicht so recht ins Bild von der Welt, wie sie sein sollte, passt? Und erzeugt das beim Leser nicht das Gefühl, hintergangen zu werden? Wird hier also nicht letztlich im Bemühen um politische Korrektheit das Geschäft des Herrn Strache betrieben?

26 Gedanken zu „Gehört Verschweigen zum journalistischen Geschäft?

  1. Mona Rieboldt

    Das ist doch laufend der Fall, das Verschweigen. Die Nationalität „Türke“ oder „Araber“ wird bei Kriminalfällen nie genannt, es heißt dann „südländisches Aussehen“, als seien es Spanier, Italiener etc. Inzwischen kann man schon zwischen den Zeilen lesen, je nach Tötungsart, wer es wohl war.

  2. Graf Berge von Grips

    Der Standard ist schon tiefer gesunken, als die Stimmlage des Herrn Bronner…

  3. J.Peer

    Wessen Brot er ißt, dessen Lied er singt – der Standard.

  4. Thomas Holzer

    Nicht nur der (Sub)Standard unterwirft sich im vorauseilendem Gehorsam der PC unserer Tage!
    Diese Unterwerfung scheint mittlerweile eine, zumindest europaweit, grassierende Seuche zu sein.

  5. world-citizen

    Was wird hier eigentlich verschwiegen? Entweder sind es Fakten, die niemandem bekannt sind, oder von der Polizei unter Verschluss gehalten werden weil es wohl nicht so gut ist, wenn die Täter aus den Medien erfahren, was die Polizei vor hat.

    Und Details wie Namen, ethnische Herkunft etc. sollten überhaupt erst nach dem Abschluss der Gerichtsverfahren veröffentlicht werden dürfen, wobei auch darauf zu achten wäre, dass Freisprüche in gleicher Aufmachung wie Verurteilungen ihren medialen Niederschlag finden, damit es nicht zu einer totalen Aushöhlung der Unschuldsvermutung kommt.

    Die Feststellung von Schuld oder Unschuld steht ausschließlich den Gerichten und nicht den Krawallmedien oder Stammtischen zu.

  6. oeconomicus

    Wenn ich einen solchen Artikel lese, mache ich es mir zum Sport herauszufinden, was wirklich Sache ist. Meistens gelingt mir das auch und ich finde die Bestätigung, dass auch links manipuliert wird. Im Übrigen ist auch die Süddeutsche nicht unverdächtig.

  7. Rennziege

    Selbstverständlich gehört Verschweigen zum journalistischen Geschäft. Noch bis vor kurzem waren Recherche, oft langwierig und risikoreich, sowie die deutliche Trennung von Bericht und Meinung Grundfesten der „vierten Gewalt im Staate“.
    Heute sammeln die Buam und Dirndln ihre Informationen aus dem Internet (besonders beliebt: die mehrheitlich linxxgrün gefärbten Wikiblödia-Quellen) und verkaufen uns das als Journalismus. Jedes Faktum, das sich nicht m it der Blatt- oder Parteilinie verträgt oder wesentlichen Anzeigenkunden missfallen könnte, wird unterdrückt. Und zumal die wesentlichsten Anzeigenkunden heutzutag‘ Regierung und Staatsbetriebe sind — wen wundert dann die verkündete Nachrichtenlage, wonach jeder Zuagraste, sei er auch noch so kriminell, ein Gewinn für unser Gemeinwesen sei?
    Ein solcher Gewinn, dass er wie jeder wahrlich selbstlose Spender ein Recht darauf hat, dass sein Name, sein Konterfei, sein Status und seine Herkunft im Dunkeln bleiben.
    In den hierzulande so gern beschimpften USA gilt diese Weichspülerei nicht. Jeder Straftäter darf mit vollem Namen, seiner Herkunft und ungepixeltem Bild gezeigt werden, sobald auch nur die U-Haft über ihn verhängt wurde. Wird die Anklage fallengelassen oder er freigesprochen, wird dies im gleichen Format berichtet und werden auch die Fotos gelöscht.
    Das ist ungeschminkter Journalismus, der seinen Namen noch verdient. Bei uns kriegen wir nur noch diffus gutmenschliches, die Tatsachen verschleierndes Geschwätz. Motto: „Das Abendland braucht mehr Morgenländer; an ihrer mangelnden sozialen Integration sind nicht sie, sondern nur wir selbst schuld.“

  8. world-citizen

    „Wird die Anklage fallengelassen oder er freigesprochen, wird dies im gleichen Format berichtet und werden auch die Fotos gelöscht. “

    Ja, das nützt ihm unheimlich viel, wenn die Fotos gelöscht werden, wenn sie vorher schon veröffentlicht wurden und jeder sie kopieren konnte.
    Leider ist es ja oft so, dass auch ein Freigesprochener vom Volk nicht immer als unbescholten angesehen wird, insbesondere dann, wenn der Freispruch aus Mangel an Beweisen erfolgte.

  9. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> wen wundert dann die verkündete Nachrichtenlage, wonach jeder Zuagraste, sei er auch noch so kriminell, ein Gewinn für unser Gemeinwesen sei? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    und wen wundert die viel viel häufiger verkündete Nachrichtenlage, wonach alle "Zuagrasten", nur weil nicht alle von ihnen ehrlich und fleißig sind, unter Generalverdacht gestellt werden.
    Da sind wird dann sehr bald wieder bei den Kollektivschuldthesen, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts die Bestialität der Menschen potenzierten.

    Leider sind wir noch nicht so weit, die Wahrheit allen Menschen zumuten zu können. Es gibt nur ganz wenige, die damit vernünftig umgehen können.

  10. Rennziege

    @WC:
    „Es gibt nur ganz wenige, die damit vernünftig umgehen können.“
    Falsch. Es gibt nur einen,>/i> und der sind — dreimal dürfen wir raten ! — Sie. Niemand sonst kommt in Frage.

  11. Rado

    Am besten bestellt man ein gratis Standard-Probeabo und wartet ein paar Wochen auf den Anruf des Abonnementvetriebes. Dem sagt man dann die Meinung, warum man auf den Kauf der Produktes verzichtet. Kommt sicher an und ist zensurresistent.. Beliebig oft wiederholbar.

  12. Reinhard

    @world-citizen
    Danke für Ihre ehrlichen und mutige Meinung – es steht Medien nicht zu, vorverurteilend die Daten von Menschen zu veröffentlichen, gegen die es kein rechtskräftiges Urteil gibt! Ich finde es toll, dass ausgerechnet Sie sich zum Verteidiger der Rechte des Herrn Grasser machen!

  13. herbert manninger

    Zwischen den Zeilen lesen ist angesagt, wie im guten alten Ostblock, denn unsere „couragierten“ Journalisten sind längst pc-mäßig gleichgeschaltet. Verständlich, wer möchte schon JOB und GEHALT verlieren……
    Also widmen sie sich umso mutiger der Zeit vor 70 Jahren, bei deren Aufarbeitung man sich hochmoralisch entrüstet, dass damals die Leute ihr LEBEN im Dienste der Wahrheit nicht riskiert haben.

  14. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Danke für Ihre ehrlichen und mutige Meinung – es steht Medien nicht zu, vorverurteilend die Daten von Menschen zu veröffentlichen, gegen die es kein rechtskräftiges Urteil gibt! Ich finde es toll, dass ausgerechnet Sie sich zum Verteidiger der Rechte des Herrn Grasser machen! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Nein, um Grasser geht es hier nicht, sondern um ein Prinzip. Ein Verbrecher ist im Falle eines Schuldspruches ein Verbrecher. Und eine Volksgruppe unter Generalverdacht zu stellen, nur weil ein Verbrecher Angehöriger einer solchen ist, ist eine Vorgangsweise, die vor allem in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zu schwerkriminellen Pogromen geführt hat, bei denen viele Mittäter niemals dafür zur Rechenschaft gezogen wurden.
    Leider sind vor allem bildungsferne Menschen noch nicht so weit, zu erkennen, dass ein straffällig gewordener Angehöriger einer bestimmten Volksgruppe noch lange keine Legitimation darstellt, Racheakte gegen andere Angehörige dieser Gruppe auszuführen.
    Vielleicht werden auch die Massen mal gescheiter, aber so lange dies nicht der Fall ist, ist mediale Zurückhaltung bei solchen Vorkommnissen im Interesse der Sicherheit und des inneren Friedens dringend geboten.

  15. Rennziege

    20. Oktober 2013 – 20:23 — Reinhard

    Mit dem Grasser-Schlenker haben Sie unserem bezaubernden WC etwas untergeschoben, was er so schnell nicht ins Klo spülen kann. Auch wenn er das Wort „Massen“ so fleißig gebraucht wie Lenin, Stalin, Mao und Hitler gemeinsam. 🙂

  16. Mourawetz

    Wenn ein Grazer einen Grazer ersticht oder ein Wiener einenLinzer steht das haarklein in der Zeitung. Nur bei Roma, Türken, Araber, Nigerianer etc. macht man eine Ausnahme. Diese wurden sakrosankt gestellt, denn sie stellen 90 % der Bewohner im Hochsicherheitstrakt. Sonst käme die Öffentlichkeit hinter eine unangenehme Wahrheit. Sonst könnte jemand draufkommen, dass Einwanderung per se nichts mit Bereicherung für Österreich hat.

  17. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Auch wenn er das Wort “Massen” so fleißig gebraucht wie Lenin, Stalin, Mao und Hitler gemeinsam. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Mit dem Unterschied, daß für die oben genannten Bestien die "Massen" positiv besetzt waren.
    In Wahrheit aber sind sie die Bestien, die zu allem fähig sind, wenn sie lange genug aufgestachelt werden.

  18. world-citizen

    Da nun auch Euronews und NTV über diesen Fall berichten, erscheint es geboten, sich mit Factfinding zu beschäftigen:

    Wenn nirgendwo in Europa ein Kind in diesem Alter abgängig gemeldet wurde, ist es denkbar, daß eine drogenabhängige nordeuropäische BLONDE BLAUÄUGIGE (das muss natürlich besonders hervorgehoben werden, da die Medien ja nicht wesentliche Dinge verschweigen sollen) Frau ihr Baby einfach weggelegt hat, zumal mir nicht bekannt ist, ob es auch in Griechenland Babyklappen gibt.

    Zu denken gibt mir eher, was eigentlich mit dem Kind geschehen wird, wenn sich nirgendwo leibliche Eltern ausforschen lassen. Ist es dann – herausgerissen aus seiner bisherigen Aufnahmefamilie – zu einem lebenslangen Dasein als Mensch ohne Identität gezwungen?

  19. Thomas Braun

    „Das Geschäft des Hrn. Strache.“
    Welches GESCHÄFT? Dass er es wagt, diesen Political Correctness-Irrsinn anzusprechen und deshalb von den politisch ach so korrekten Medien als Hetzer dargestellt wird?

  20. Reinhard

    @world-citizen
    Darf ich Ihro Heiligkeit an Euer eigenes Wort erinnern?

    „…Details wie Namen, ethnische Herkunft etc. sollten überhaupt erst nach dem Abschluss der Gerichtsverfahren veröffentlicht werden dürfen, wobei auch darauf zu achten wäre, dass Freisprüche in gleicher Aufmachung wie Verurteilungen ihren medialen Niederschlag finden, damit es nicht zu einer totalen Aushöhlung der Unschuldsvermutung kommt.“

    Da steht nichts von Kollektivschuld oder Ausländerhatz, diese Ihre Worte sind allgemein gehalten und übrigens meiner Meinung nach absolut richtig (die grundsätzliche Zustimmung meine ich ernst). Nur wird bei uns auch nach der Verurteilung lieber nicht berichtet, wenn der Verurteilte dem Ansehen einer ethnischen Gruppe schaden könnte.
    Das Thema Kollektivschuld im Zusammenhang mit der österreichischen und deutschen Vergangenheit möchte ich erst gar nicht anreißen, da ist Schwarzweißmalerei an der Tagesordnung. Deshalb lieber zurück zu Ihren Ausführungen.
    Wer bei diesen Worten nicht an die unappetitliche und jahrelange mediale Grasser-Hetze und die Vorverurteilung, bei der das Wort „Unschuldsvermutung“ sogar zum Paria-Stempel umfunktioniert wurde, denkt, leidet unter Amnesie. Da waren Name, ethnische und auch sozaile Herkunft nicht nur eine Erwähnung wert, sondern wurden auf Artikellänge zertrampelt. In diesem Fall scheinen ja auch Sie kein Problem damit zu haben, jemanden vor einem Gerichtsurteil vor die Kameras zu zerren und durch die Schlagzeilen zu jagen – anders kann ich mir Ihre Pirhouette nicht erklären.

    „Nein, um Grasser geht es hier nicht, sondern um ein Prinzip.“

    Vollkommen richtig. Nur bekommen Sie Schweißausbrüche wenn jemand wie ich Sie darauf aufmerksam macht, dass entweder das Prinzip auf alle, also auch auf einen Herrn Grasser anzuwenden ist, oder dieses Prinzip nur leeres Gewäsch darstellt. Wer die Große Gleichheit fordert, darf den Nebensatz nicht mit „außer für…“ beginnen, sondern muss dort „auch für…“ formulieren. Eigentlich gibt es dort gar keinen Nebensatz.
    Deshalb ist für Sie ein Bruch des Prinzips bei einem Österreicher wie Grasser OK. Aber wehe, es passiert, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen einen Ömer K. oder einen Yussuf M. erhebt, da darf nicht erwähnt werden, um wen es sich handelt. Selbst wenn es um Gewaltverbrechen wie Messerstechereien, Vergewaltigung oder Mord geht.
    Sich an der medialen Hetzjagd wegen vermutlicher Eigentumsdelikte politisch Unliebsamer aufgeilen, aber den Empörten spielen, wenn jemand den Namen eines mutmaßlichen „südländischen“ Gewaltverbrechers noch vor seiner rechtskräftigen Verurteilung erwähnt – soviel Verlogenheit muss die Welt erstmal aushalten. Man muss schon einen sehr tief sitzenden Messiaskomplex aufweisen, um sich dermaßen zum Richter über „richtig“ und „Falsch“ aufzuschwingen. Aber den kann ich mir bei Ihnen gut vorstellen, gehören für Sie ja auch alle Anders(-als Sie-)denkenden zu den „Bildungsfernen“.
    Einbildung ist eben auch eine Bildung.
    Bei manchen die Stärkste.

  21. Reinhard

    @worl-citizen
    Zum Fall der kleinen Blondine:
    Woher das Kind kommt, wird sich wahrscheinlich noch herausstellen; laut Angaben der Beschuldigten selbst aus Bulgarien. Blauäugig mögen Sie sein, das Kind hat erstens grüne Augen und man kann zweitens vom Aussehen des Kindes nicht auf das Aussehen eines einzelnen Elternteiles rückschließen. Es sind, falls sie schon davon gehört haben, meist zwei vonnöten, um ein Kind zu zeugen. (Ich weiß, in der hehren technisierten Zukunft der Kunstbefruchtung spielt das keine Rolle mehr) Daher kann auch der Vater blond und grünäugig gewesen sein und die Mutter war vielleicht eine anschaffende bulgarische Bordsteinschwalbe?
    Fakt ist, dass die Familie das Kind angenommen hat, ohne irgendwelche Regeln und Gesetze zu beachten. Kinder, auch wenn man sie „findet“ oder (wenn das wahr ist offensichtlich geistesgestörte) Mütter einfach darum bitten, es mitzunehmen, kann man nicht einfach behalten.
    Fakt ist auch, dass es als „Bettelkind“ eingesetzt wurde. Also entweder wollte die Familie allgemein Kapital daraus schlagen oder „nur“ die Kosten für die freundliche Aufnahme des armen Findelkindes senken.
    Wenn ich jetzt schreibe, dass Roma bis heute ein fahrendes Volk sind, dass sich mehrheitlich um Gesetze ebensoviel schert wie um Arbeit, werfen Sie mir ja wieder „Vorverurteilung“ und „Kollektivschuldzuweisung“ vor, also kann ich das nicht tun und nicht einmal den sonst so beliebten „ethnisch-kulturellen Hintergrund“ als mögliche Entschuldigung für das Handeln dieser Leute heranziehen. Was übrigbleibt ist Gesetzesbruch, Verschleppung eines Kindes, Missachtung behördlicher Vorgaben, Verleitung oder Zwang eines Kleinkindes zu Bettelei und Vagabundentum.

    „Ist es dann – herausgerissen aus seiner bisherigen Aufnahmefamilie – zu einem lebenslangen Dasein als Mensch ohne Identität gezwungen?“

    Wer weiß? Aber ob jedes Leben in einer anderen Umgebung pauschal schlechter ist als ein bettelndes Zigeunerkind zu sein, kann man wirklich als Frage im Raum stehen lassen. Denn wir wissen auch nicht, wie die „Aufnahmefamilie“ das Kind „aufgenommen“ hat – liebevoll umsorgend oder als brauchbares bettelndes Geldbeschaffungsmaterial für die eigenen Sprösslinge? Also alles nur Spekulatius, wie Tante Hilde immer schelmisch anmerkt.

  22. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> Deshalb ist für Sie ein Bruch des Prinzips bei einem Österreicher wie Grasser OK. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Da mich niemals wer nach meiner Meinung zum Fall Grasser befragt hatte, konnte ich auch diesbezüglich nie etwas für OK oder nicht OK befinden.

    Außerdem habe ich mich mit diesem Fall auch nicht eingehend auseinandergesetzt, da ich ja schließlich auch um meinen Broterwerb kümmern muss.

  23. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Fakt ist, dass die Familie das Kind angenommen hat, ohne irgendwelche Regeln und Gesetze zu beachten. Kinder, auch wenn man sie “findet” oder (wenn das wahr ist offensichtlich geistesgestörte) Mütter einfach darum bitten, es mitzunehmen, kann man nicht einfach behalten. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Im Interesse des Kindes ist sehr zu hoffen, dass die Herkunft festgestellt werden kann, da ihm sonst vielleicht eine Zukunft als Mensch ohne Identität bevorsteht.

    Dass man ein Findelkind nicht einfach behalten kann, wissen wahrscheinlich alle, die zumindest eine Grundschulbildung durchlaufen haben.
    Aber gerade bei der Volksgruppe der Roma ist dies – aus welchen Gründen auch immer – leider nicht selbstverständlich.
    Mit der Frage, wer daran schuld ist, dass diese Volksgruppe an den Rand der Gesellschaft gedrängt ist, haben sich schon viele beschäftigt und sind auch schon zahlreiche Bücher darüber geschrieben worden. Jedenfalls werden wir das Problem in diesem Forum nicht lösen können.

  24. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wenn ich jetzt schreibe, dass Roma bis heute ein fahrendes Volk sind, dass sich mehrheitlich um Gesetze ebensoviel schert wie um Arbeit, <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Und schon sind wir wieder bei einem Vorurteil: Sesshafte Menschen sind "brav", mobile Menschen sind "schlimm".
    Demnach müssten mindestens 60% der US-Amerikaner, die ja bekanntlich im Durchschnitt alle 4 Jahre an einen anderen Ort ziehen "schlimm" sein.

  25. Reinhard

    @world-citizen
    Lesen’s den Satz einfach bis zu seinem Ende durch. Sie sind so berechenbar…

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