Geldfälschung, ein wirtschaftspolitischer Stimulus

(LUKE LAMETTA) EZB: So viel Euro-Falschgeld wie nie Die Online-Redaktion der Küniglberger Anstalt mit dem Zwangsgebührenprivileg kommentiert die EZB-Ankündigung von 1140 Milliarden Euro “out of thin air” heute erfrischend ehrlich. Überschrift: “EZB: So viel Euro-Falschgeld wie nie”.
Achso, da sind vergleichsweise läppische 507.000 Blüten gemeint? Aber würde sich da nicht eine Adaptierung des Strafrechts aufdrängen? “Falschgeld”, welch hässliches Wort. Wirtschaftspolitischer Stimulus! Quantitative Easing! Stärkung der Binnennachfrage! Eine Entkriminalisierung würde diesen Prozess dezentraler, direktdemokratischer und bürgernäher in Schwung bringen als das Kartell aus Zentral- und Geschäftsbanken. Damit erledigt sich doch auch gleich noch das Gejammer über Banken und Kreditzurückhaltung.

9 comments

  1. Luke Lametta

    Zusatznutzen: Deflationsbekämpfung. Sinkende Preise sind ja auch ganz furchtbar. Da kommt der pöhse, schwarze Kauf- und Investitionszurückhaltungsmann und frisst uns aalle auf. Siehe IT- und Computer-Industrie seit bald 50 Jahren.

  2. menschmaschine

    hehe, guter Sarkasmus.
    Eine serbische Falschgeld-Bande könnte sich aller Ehren würdig in Zukunft “freiberufliche dezentrale direktdemokratische Wirtschafsstimulationsgruppe (FDDWG)” nennen. Für die Kriminalitätsstatistik, aus der sie dann fallen würden, ebenfalls sehr positiv.
    Genial, Hr. Lametta.
    Wann gehen Sie in die Politik? 😉

  3. Luke Lametta

    Der große Geldfälscher arbeitet legal und hat mal eben den Marktwert der börsennotierten Aktiengesellschaften in sechs Jahren verdoppelt (von den Verwerfungen am Immobilienmarkt mal ganz zu schweigen) – und die kleine Konkurrenz dagegen muß illegal arbeiten und bleibt homöopathisch in ihrem Wirken. Ts!

    Das berührt sozusagen gleich mehrere, zentrale Politikversprechen, national und in der EU: Rechtsgleichheit. Abbau von Markteintrittsbarrieren. Abbau der gesetzlichen Privilegien von Großkonzerne. EPUs stärken. Fairer Wettbewerb. Soziale Gerechtigkeit.

  4. Der Bockerer

    Vielleicht ist das Ganze ja nur eine subtile Maßnahme der EZB, um Geldfälschern das Handwerk zu legen. Je weniger die “echten” Euros wert sind, umso weniger rentiert es sich, sie nachzumachen. Wie dem auch sei: Wir gehen goldenen Zeiten entgegen.

  5. Thomas Holzer

    Werden die “Leistungen” der Geldfälscher mittlerweile nicht auch zum BIP gezählt?! 😉

  6. Franz Bauer

    Eher Wechselreiterei! Wenn die Notenbank die Schuldverschreibungen des Eigentümers kauft und die Zinsgewinne dann wieder an den Eigentümer ausschüttet. Wechselreiterei ist ein Straftatbestand nach dem StGB.

  7. Selbstdenker

    Der grösste europäische Geldfälscher hat sein handwerkliches Rüstzeug bei Goldman Sachs erworben.

    Eine rhetorische Frage: kann es sein, dass es einen (inneren) Zusammenhang zwischen offizieller Geldfälscherei und der wahrnehmbaren Erosion des Rechts gibt? Und welche Strukturen werden damit erzeugt (siehe Italien)?

  8. Rennziege

    Die kleinen Banditen, die kleine Scheine fälschen, sind doch völlig irrelevant — ist doch jeder “echte” Euro-Lappen, der eine der Staatsdruckereien verlässt, schon eine eklatante Fälschung; denn er ist durch nichts gedeckt außer durch warme Luft und Lügen. Doch das Stimmvieh (zu faul, sich mit der Realität zu befassen) lässt sich halt immer noch mit Lug und Trug betäuben. Von Politikern, die entweder ebenso blöd oder aber wissentlich heimtückisch sind.

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