Geldpolitik: Wahnsinn, aber mit Methode

“….Regulierungen werfen Kosten auf, die oft versteckt sind, während das so genannte „Marktversagen“ häufig offenkundig erscheint. So ist anscheinend bei oberflächlich-populistischer Einschätzung schlechthin jeder Eingriff berechtigt, während es tatsächlich so ist, dass Regulierungen eher mehr Schaden als Nutzen stiften. Jede Regulierung ist dem Problem der interventionistischen Spirale ausgesetzt, wonach der erfolgte Eingriff Nebenwirkungen hervorruft, die dann nach erneuter Kontrolle rufen. Dies ist jetzt auch wieder so. Man hat die Finanzkrise von 2008 dadurch zu bekämpfen gesucht, indem die Notenbanken immense Liquidität geschaffen haben. Während es zweifelhaft ist, ob diese Liquiditätsschwemme geholfen hat, die Krise zu überwinden und nicht vielmehr verlängert hat, ist nicht zu bestreiten, dass damit das nächste große Problem geschaffen wurde, nämlich wie man die gigantische Geldschwemme wieder einigermaßen unter Kontrolle bringen kann. Die ersten zaghaften Versuche, die immense Masse an Liquidität wieder einzufangen haben zur Jahreswende schon massive Turbulenzen auf den Finanzmärkten ausgelöst. Janet Yellen, die seit dem 1. Februar das Amt des Vorsitzenden der US-amerikanischen Notenbank übernommen hat, hat schon angedeutet, dass ihr eher das Problem der Arbeitslosigkeit am Herzen liegt als dafür zu sorgen, dass der Geldwert stabil bleibt. Der Wahnsinn hat somit Methode….” (hier)

One comment

  1. sybille Stoa

    Wobei ich der USA noch etwas mehr Vernunft als Europa attestiere, weil sie wenigstens etliche Banken in Konkurs schickte und dann zu drucken begann, als nach Meinung der FED eine Kaskade drohte. (Trotzdem machte Obama den Fehler bei noch schwacher Wirtschaft ObamaCare einzuführen. Mehr Belastungen bei einer schwächelnden Wirtschaft sind nie gut. Dennoch ist das nichts gegen die Steuererhöhungen, die viele europäische Länder mitten in der €-Krise, zwecks Bankenrettung und reformunwillen durchgeführten)

    Ich behaupte, dass es in einer Wirtschaftskrise das schlechteste ist, was man tun kann, wenn man die Abgaben und Steuern für eine krisengeschütteltete Wirtschaft erhöht.

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