Gendern gegen den Hunger

“……Benin liegt in Westafrika, eingeklemmt zwischen Togo, Nigeria, Burkina Faso und Niger und mit Zugang zum Atlantik. Benin ist ein sehr armes Land mit kaum vorhandener industrieller Produktion und einer weitgehend auf Subsistenz ausgerichteten Landwirtschaft. Die Menschen in Benin erreichen im Durchschnitt ein Lebensalter von 61 Jahren, sofern sie nicht vorher an Malaria, HIV/AIDS oder dem Dengue Fieber sterben. Benin belegt Platz 16 auf der Liste der Länder, in denen Malaria die meisten Todesopfer fordert.
Rund 61% der Bevölkerung in Benin haben Zugang zu Frischwassser, rund 70% der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. 42,4% der Bevölkerung können weder lesen noch schreiben, 37,4% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und müssen entsprechend mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auskommen.
Die Infrastruktur des Landes ist schlecht. Benin belegt Platz 113 von 134  Ländern im Hinblick auf die Erschließung des Landes durch Eisenbahnen, Platz 119 (von 222) im Hinblick auf die Erschließung durch Straßen mit einem festen Belag und Platz 102 (von 108) im Hinblick auf die Erreichbarkeit über Wasserwege (über den Niger und nur saisonal möglich).
Benin ist ein Entwicklungsland, das vor einem Berg von Aufgaben im Hinblick auf Bildung, Infrastruktur, Gesundheit und Wirtschaft steht, wenn das Ziel darin besteht, Benin zu einem Land zu entwickeln, das auch nur die Millennium-Ziele der Weltbank erfüllt.
Benin ist zudem ein Land, in dem die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) aktiv ist, ein Bundesunternehmen, das die Bundesregierung dabei unterstützt, “ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen”.
Entsprechend wissen Bundesregierung und GIZ ganz genau, was die Menschen in Benin brauchen.
Was war es noch einmal?
Zugang zu frischem Wasser?
Nein, das war es nicht.
Wirksame Medikamente gegen Malaria oder Mittel zum Schutz vor den Überträgern von Malaria?
Nein, das war es auch nicht.
Schnellkurse, um denen, die es nicht können, immerhin 42,4% der Bevölkerung, Lesen und Schreiben beizubringen?
Nein, das ist es auch nicht.
Ein Instrastrukturprogramm für Straßen und Eisenbahnen, um das Land besser zu erschließen und für Investoren interessanter zu machen?
Nein.
Sanitäre Anlagen?
Nein.
Was braucht Benin denn?
Benin, das weiß die GIZ und das weiß die Bundesregierung braucht Gender Mainstreaming. Weil man es kaum glauben kann: Beniner brauchen nicht Zugang zu Trinkwasser, keine sanitären Anlagen, keine Straßen, keinen Schutz vor Malaria, keine Schreib-/Lesekurse, nein: sie brauchen Gender Mainstreaming…..” (weiter hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Aber bitte! Das muß man schon verstehen, die setzen halt die richtigen Prioritäten, noch dazu nicht mit deren eigenem Geld, sondern mit dem der Steuerzahler 😉

    Peinlich nur, daß sich die Politik willentlich diesem Schwachsinn ausliefert

  2. Mourawetz

    Gender ist schon an sich mehr als peinlich. Man glaubt es kaum, aber es geht noch peinlicher. Gendern statt Entwicklungshilfe! Diesen Vereinen gehört sofort jegliche Subvention gestrichen!

  3. sokrates9

    Alle Genderisten sofort nach Benin! ( Bin überzeugt dass das Land dann noch weiter im Ranking zurückfällt, bei uns geht es dafür bergauf!)- Interessante Aussage: Menschen erreichen im Durchschnitt ein Lebensalter von 61 Jahren, sofern sie nicht vorher an Malaria, HIV/AIDS oder dem Dengue Fieber sterben -genderkonforme Mathematik?

  4. Selbstdenker

    Die laufende “Steuerreform”-Diskussion wäre eine Gelegenheit die Streichung sämtlicher Mittel für Gender Mainstreaming zu fordern.

    Es kann nicht angehen, dass eine kleine Gruppe Irrer allen anderen Menschen vorschreibt, wie diese zu leben haben und dafür noch aus öffentlichen Geldern gefördert werden.

    Warum ausgerechnet die Warmen mit einen Kachelofen dazuheizen wollen, ist für mich nicht unbedingt nachvollziehbar.

  5. Selbstdenker

    Zum eigentlichen Beitrag: es ist traurig, dass ausgerechnet die ärmsten Menschen als Versuchskaninchen für europäische Gesellschaftsklempner herhalten müssen.

    Die sich mehrenden Befunde über die negativen Auswirkungen dieser Anti-Wissenschaft auf Gesellschaft und Individuum sollten von der Politik endlich eingestanden und sämtliche Gender Mainstreaming Programme gestoppt werden.

    Es ist so als würde man verheerende “Nebenwirkungen” bestimmter Medikamente nicht wahrhaben wollen und mittels klinischer Studien in den ärmsten afrikanischen Ländern belegen wollen. Dabei wird die Versuchsreihe solange wiederholt, bis sich ein Ausreißer zur “Bestätigung” der Nebenwirkungsfreiheit findet.

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