Generalverdacht für alle Steuerbürger?

Von | 9. Juli 2016

“…..Deutschland diskutiert, in Steuerfragen die Beweislast umzudrehen. Dort wird seit Wochen ein von der SPD ausgeheckter (und in einem Parteitagsbeschluss bereits abgesegneter) Vorschlag diskutiert, „Vermögen unklarer Herkunft“ einzuziehen – und in solchen Fällen die Beweislast umzudrehen. (weiter hier)

13 Gedanken zu „Generalverdacht für alle Steuerbürger?

  1. Carl Schurz

    Und nun bekommt die Dependence einer SPD eigenen Gesellschaft in Hongkong ein besonderes Geschmäckle. Wie frech und volldreist diese SPD geworden ist, wird leider von zu wenigen Stammwählern bemerkt. Sie vertritt nur noch die Interessen der Salonsozialisten und schert sich einen Dreck um derer, die ihr angeblich am Herzen liegen. Die SPD hat ein Herz aus Stein. Definitiv.

  2. Gaudium

    Dazu ist mir diese Fabel aufgefallen:
    Die Reichen sollen zahlen
    Es waren einmal zehn Männer, die jeden Mittag miteinander
    zum Essen in ein Wirtshaus gingen.
    Die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau EUR 100,00.
    Die zehn Männer teilten sich diese Rechnung. Dies sah so aus:
    vier Gäste (die ärmsten) zahlten gar nichts,
    der fünfte zahlte EUR 1,00,
    der sechste EUR 3,00,
    der siebte EUR 7,00,
    der achte EUR 12,00,
    der neunte EUR 18,00 und
    der zehnte (der reichste) zahlte EUR 59,00.
    So ging das eine ganze Zeit lang gut. Jeden Tag trafen sie sich zum Essen in dem Wirtshaus und alle waren glücklich und zufrieden.
    Doch eines Tages kam Unruhe in dieses Arrangement.
    Der Wirt, Herr Eichelhans, hatte die Idee, die Rechnung um EUR 20,00 zu reduzieren.
    “Weil ihr so gute Gäste seit” sagte er. Das war an sich richtig nett von ihm, die zehn Gäste freuten sich darüber auch sehr, jetzt kostete das Essen nicht mehr EUR 100,00,
    sondern nur noch EUR 80,00.
    Die Gruppe wollte natürlich beibehalten, anteilmäßig so zu bezahlen, wie man in Deutschland besteuert wird. Dabei änderte sich für die ersten vier Gäste gar nichts, sie aßen weiterhin völlig kostenlos.
    Wie aber sah es für die restlichen sechs aus? Wie konnten sie die Ersparnis von
    EUR 20,00 so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?
    Die sechs stellten schnell fest, dass EUR 20,00 geteilt durch 6 Zahler EUR 3,33 pro Person ergibt.
    Aber wenn sie diesen Betrag von dem jeweiligen Anteil abzögen,
    dann bekämen auch der fünfte und der sechste Gast ihr Essen kostenlos;
    – mehr noch, sie bekämen sogar noch Geld dafür heraus, dass sie zum Essen gingen.
    Dieses System taugte also nichts. Aber was tun? Wieder hatte der Wirt Eichelhans den rettenden Einfall:
    Er schlug vor, dass jeder prozentual ungefähr soviel weniger zahlen sollte,
    wie er insgesamt zur Rechnung beisteuerte.
    Heraus kam hierbei folgendes:
    der fünfte Gast (wie die ersten vier) zahlte ab sofort gar nichts mehr (100% Ersparnis),
    der sechste zahlte noch EUR 2,00 statt EUR 3,00 (33% Ersparnis),
    der siebte zahlte noch EUR 5,00 statt EUR 7,00 (29% Ersparnis),
    der achte zahlte noch EUR 9,00 statt EUR 12,00 (25% Ersparnis),
    der neunte zahlte noch EUR 14,00 statt EUR 18,00 (22% Ersparnis) und
    der zehnte Gast zahlte ab sofort noch EUR 50,00 statt EUR 59,00 (15%Ersparnis).
    Jeder einzelne der sechs zahlenden Gäste kam damit also günstiger weg als vorher, und die ersten vier Gäste aßen immer noch völlig kostenlos.Darüber waren die Gäste zunächst sehr zufrieden.
    Dies änderte sich, als sie einige Tage später in der Wirtschaft den Herrn Sommer von der Gewerkschaft trafen, dieser rechnete ihnen noch einmal alles aus seiner Sicht vor.
    Nun stellten sie fest, dass doch nicht alles so ideal war, wie sie dachten.
    “Ich habe nur EUR 1,00 von den EUR 20,00 bekommen” sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten, den Reichen.
    “Aber der kriegt EUR 9,00!”
    “Stimmt!” rief da auch der fünfte”, ich hab nur EUR 1,00 zu früher gespart –
    und der spart gleich neunmal soviel wie ich. Das ist nicht gerecht!”
    “Wie wahr!”, rief da auch der siebte. “Warum kriegt der zehnte EUR 9,00 zurück und ich nur EUR 2,00?”
    “Alles kriegen mal wieder die Reichen!”

    “Moment mal”, riefen da die ersten vier wie aus einem Munde. “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Ist doch mal wieder typisch, das System beutet die Ärmsten aus!”
    Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den zehnten los und verprügelten ihn.
    Herr Sommer stand dabei und klatschte Beifall.
    Am nächsten Mittag tauchte der zehnte Gast nicht mehr zum Essen in dem Wirtshaus auf.
    Den übrigen neun war das egal. Sie setzten sich zusammen und aßen und tranken wie gewohnt – nur eben ohne ihn.
    Aber als es an der Zeit war, zu bezahlen und der Wirt die Rechnung brachte, stellten sie völlig konsterniert fest:
    Alle neun zusammen hatten nicht genug Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können.
    Und wenn sie nicht verhungert sind, dann wundern sie sich noch heute…
    Und so funktioniert es mit den Steuererleichterungen. Die Menschen, die die meisten Steuern zahlen,
    haben auch die größten Vorteile von einer Steuerentlastung. Wenn man sie aber deshalb verprügelt,
    kann es passieren, dass sie einfach nicht mehr am Tisch erscheinen.
    Denn: In anderen Ländern gibt es auch gute Wirtshäuser und nette Wirte.

  3. Thomas Holzer

    @Carl Schurz
    Es ist ja nicht nur die SPD, es sind ja mittlerweile alle! Parteien, egal wie sie sich bezeichnen und was sie in ihre Programme geschrieben haben, welche Gesetze rückwirkend erlassen, die Beweislast ex lege umkehren, etc.; alles nur dazu dienend, den Untertan zu knebeln und zu knechten, ihm tagtäglich vor Augen zu führen, daß er ohne den Staat, den Kammern, den Parteien ein Nichts und Niemand im besten Falle, ein Paria im schlechtesten Falle ist,

  4. Falke

    Die ersten Vorkehrungen dafür wurden ja bereits auch bei uns getroffen: Das Bankgeheimnis wurde (mit Hilfe der Grünen natürlich) völlig aufgehoben, der Staat verfügt nun über eine komplette Liste sämtlicher bei österreichischen Banken bestehender Konten und kann nach Belieben darauf zugreifen – vorläufig noch ohne Recht auf direkte Abhebung, nur zu Information.

  5. astuga

    Der nächste Schritt in Richtung totalitärer Staat bzw Neofeudalismus.

  6. astuga

    @Falke
    Spätestens in der bargeldlosen Gesellschaft braucht man gar nicht mal zu versuchen, Geld abzuheben.

  7. Thomas Holzer

    Nicht nur Generalverdacht gegen alle Steuerbürger, sondern Generalverdacht gegen alle Bürger, sollte wohl mittlerweile Untertanen heißen!
    Fängt bei den Reisepässen mit Fingerabdruck an und endet bei den Steuergesetzen; dazwischen gibt es noch reichlich Raum für weitere Betätigungen “unserer” Politikerdarsteller.

  8. aneagle

    1989/90 war Europas Freude groß. Durch Implosion eines Völkerkerkers wurden Millionen Gefangene zu freien Staatsbürgern.
    Aber seit damals fährt das Freiheitspendel nur noch zurück. Es geht in Europa vom Bürger über den Wähler zum Untertan, weiter zum abhängig Alimentierten, schließlich zum Insassen.. und von dort….? Das alles in 25 Jahren! Geschähe es nicht gerade jetzt, ich könnte es nicht glauben.

  9. Selbstdenker

    Beweislastumehr ist ein Gradmesser wie fortgeschritten die Risse im ideologischen Lügenkonstrukt bereits sind. Es gleicht dem Versuch eine Windschutzscheibe, die kurz vor dem Zerspringen ist, mit Tesastreifen zusammen zu halten.

    Die EU wird es dank einer Reihe linker Projekte (Gender, Multikulti, Dekarbonisierung, etc.) zerfetzen, da besteht für mich seit einiger Zeit kein Zweifel mehr daran.

    Wir befinden uns bereits im fortgeschrittenen Teil einer exponentiell ansteigenden Kurve. Politik, Linksideologen und insbesondere Journalisten befinden sich längst im Double-down Modus.

    PS: die Methode der Beweislastumkehr in Eigentumsfragen ähnelt übrigens jener bei der Enteignung der Agrargemeinschaften. Urschitz als nicht gerade bauernfreundlicher Journalist war die Sache egal. * * * Überraschung * * * diese Methode kommt nun bei jenen an, die sich ursprünglich nicht davon betroffen fühlten.

  10. Christian Weiss

    Hörsäle, in denen der Putz von der Decke fällt, Bahnhöfe, die nicht gebaut werden, Flughäfen und Philharmonien, die nicht fertig werden… Erbringt dieser Staat eigentlich irgendwelche Dienstleistungen, die dieses Raubrittertum nur halbwegs rechtfertigen würden?

  11. Selbstdenker

    @Christian Weiss:
    Eventuelle Verfallserscheinungen an den Gebäuden sind noch das geringste Problem bei den heimischen Unis.

  12. sokrates9

    Unser demokratisches Rechtssystem wird scheibchenweise geändert! Generalverdacht für alle Bürger, Beweislastumkehr – der direkte Weg in ein totalitäres System! Leider kapiert der immer schlechter ausgebildete Normalbürger nicht einmal mehr, auf welchen Schiff er sich da befindet und wohin der Kurs geht!

  13. mariuslupus

    @Gaudium
    Super Fabel. Das Problem ist, ein Politiker, egal von welcher Partei, wird sie lustig finden, aber verstehen wird er sie nicht, Perlen von die Säue, usw…….

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