“Genosse, bist du gegen den Frieden?”

Von | 18. Juli 2016

Wenn man in der DDR auch nur vorsichtig versuchte, offensichtliche Probleme zur Sprache zu bringen, so wurde dem Zweifelnden gegenüber ein dummes, aber unanfechtbar erscheinendes Argument hervorgebracht: “Genosse, bist du gegen den Frieden?” Die EU, die eine Reihe von Krisen durchmacht, kann sich der kritischen Erörterung von Grundfragen nicht damit entziehen, dass diejenigen, die Zweifel an diesem Projekt haben, die Soldatenfriedhöfe besuchen sollten. Für den Fortbestand der EU reicht die historische Wahrheit nicht aus. (Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban in der “FAZ”)

9 Gedanken zu „“Genosse, bist du gegen den Frieden?”

  1. Thomas Holzer

    So er dies so gesagt haben soll, hat er meine uneingeschränkte Zustimmung, auch wenn er auf diese keinen Wert legen sollte 😉

    Wenn etwas, wie z.B. eine Institution, nicht mehr hinterfragt werden dürfen, respektive Fragen mit “Totschlagargumenten” de facto verunmöglicht werden, ist der Totalitarismus nicht mehr weit.

  2. Fragolin

    Anleitung der von einer Ex-Stasi-Tante geführten erzroten Amadeu-Antonio-Stiftung, die im Auftrag des Maasmännchens Andersdenkende im Netz verfolgen, vernadern und mundtot machen darf: Bereits der Hinweis, dass man das ja wohl sagen dürfe weil es eine Meinungsfreiheit gibt ist als Anzeichen von HATE-SPEECH zu werten und zu verfolgen.
    “Meinungsfreiheit”, ein elementares Grundrecht in einer Demokratie, wird also zum Triggerwort einer Zensurbehörde.
    Die DDR war harmlos gegen das, was sich jetzt im alemannischen Ableger des osmanischen Kalifats abspielt.

  3. astuga

    Die Behauptung, die EU wäre ein Friedensprojekt gehört ja zu den größten Lebenslügen bzw ist reine Propaganda.

    Erst mal ist ja die EU als politische Union ja eine Neuschöpfung, es gab die Wirtschaftsunion EWR und EG (und EFTA) als Vorläufer.
    Wenn jemand seit dem 2. WK für Frieden gesorgt hat, dann war das die NATO.
    Wobei auch hier “Friede” nur relativ zu verstehen ist, denn der Kalte Krieg war mitunter doch sehr heiß, und mindestens dreimal standen wir am Abgrund eines Atomkrieges.

    Es ist ja auch kein Zufall, dass bei der Osterweiterung jedem EU-Beitritt der zur NATO vorausging.
    Und dort wo es darauf angekommen wäre, wie am Balkan, hat die EU mehrmals kläglich versagt – und tut dies bis heute (dafür machen sich die saudischen Wahabiten und Salafisten in Bosnien breit).
    Die Beitrittsperspektive für die Türkei hat auch keinen Frieden geschaffen, weder in der Türkei und deren Umfeld noch in der EU selbst.
    Im Ggt., wir importieren Konflikte und Terror nach Europa.
    Und last but not least war der dubiose Erweiterungswahn der EU (oder doch eigentlich der NATO?) Richtung Ukraine Auslöser für den dortigen Konflikt.

    Friedensunion – mein Arsch, von wegen!

  4. mariuslupus

    Orbàn Viktor spricht von Tatsachen die er selbst erlebt hat. Orbàn setzt seine Erfahrungen im Kommunismus in das Streben nach Unabhängigkeit und Freiheit, um.
    Warum beschreitet die FDJ Propagandistin den umgekehrten Weg, von Demokratie zur Wiederauferstehung des Obrigkeitstaates ? Warum setzt sich Merkel dafür ein, dass in Deutschland und in Europa ähnliche Verhältnisse herrschen sollen wie in der DDR ?
    Ist es nur der Unterschied zwischen der teutonischen und magyarischen Mentalität ? Oder, ist es das Unterschiedliche Geschichsbewustsein ?

  5. Mona Rieboldt

    Fragolin
    “allemannischer Ableger des osmanischen Kalifats”
    einfach herrlich die Wortschöpfung. *lach* Und richtig ist es auch.

  6. astuga

    Die Internetzensur fordert die Löschung eines Satire-Beitrages des ZDF über Internetzensur.
    https://deutsch.rt.com/meinung/39437-achim-winters-zdf-satire-uber/

    Für eine beispiellose Selbstentlarvung sorgt derzeit die Amadeu Antonio Stiftung der ehemaligen Stasi-Zuarbeiterin Anetta Kahane.
    Diese wurde bekanntlich von Justizminister Heiko Maas jüngst als oberste Gesinnungswächterin bezüglich “Hatespeech im Internet” eingesetzt. Wegen eines ZDF-Beitrags, der dies verulkt, hat die Stiftung nun den Fernsehrat eingeschaltet.
    Kahane und Co wollen, dass das satirische Stück aus der Mediathek entfernt wird.

  7. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “Die DDR war harmlos gegen das, was sich jetzt im alemannischen Ableger des osmanischen Kalifats abspielt”

    Auf den Punkt gebracht.

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