Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Tag 3 )

Von | 27. August 2013

(von GEORG VETTER) Dienstag 27. August: Der heutige Tag stand im Zeichen des Besuchs des 10. „waldviertelpur“-Festes in Wien. 100 Aussteller präsentierten am Heldenplatz Kulinarisches, Kulturelles und Kunsthandwerk aus dem Waldviertel. Tausende Besucher nutzten die Gelegenheit, diese Region Niederösterreichs auf Wiener Boden näher kennen zu lernen. Frank Stronach und sein Team ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen, den Kontakt mit den Wählern zu suchen. Über zwei Stunden marschierte Frank von Stand zu Stand, schüttelte Hände, tauschte das eine oder andere Wort und stand für Erinnerungsfotos zur Verfügung. Die Menschen schätzten es, dass er auf sie zuging. Er, der auf Platz 1 der Bundesliste mit der Berufsbezeichnung Werkzeugmacher kandidiert, erklärte stolz, Arbeiter zu sein und für die Arbeiter da zu sein. Die Energie, mit der er solche Touren absolviert, muss man erst einmal aufbringen. Schließlich kam es zu einer Begegnung der besonderen Art mit Hans Pretterebner, der auf dem Heldenplatz sein Ferienschloss Wetzlas als Jugendgästehaus präsentierte. Hans Pretterebner spielte in der österreichischen Geschichte eine besondere Rolle, als er durch sein Buch „Der Fall Lucona“ zur Aufklärung eines sechsfachen Mordes im Dunstkreis der Macht ganz wesentlich beitrug. Der biblische Hass der Sozialisten war sein Lohn, der ihn an den Rand des Ruins trieb. Hans Pretterebner war es auch, der durch ein aufmunterndes Telefonat den letzten Ausschlag gab, dass ich mich auf den Weg in die Politik begab und den Einzug in den Nationalrat anzustreben begann. Die extreme Linke und die extreme Rechte haben ihre eigenen Assoziationen, wenn sie an den Heldenplatz denken. Die Helden, nach denen der Platz benannt ist, sind einerseits Prinz Eugen, der Sieger über die Türken, und andererseits Erzherzog Carl, der erste Sieger über die Franzosen. Wenn sich nun Hans Pretterebner und Frank Stronach auf diesem Platz getroffen haben, waren es zwei Österreicher, die jeweils auf ihre Art für ein Stück Freiheit in unserem Land Beiträge geleistet haben und weiterhin leisten.

17 Gedanken zu „Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Tag 3 )

  1. Zaungast

    Sehr treffend geschrieben! Ich empfehle die Lektüre des Buches “Der Fall Lucona” nachdrücklichst – es bietet einen minutiösen Blick hinter die Kulissen der Macht in Österreich. Es wäre nur angemessen, Hans Pretterebner ein Heldendenkmal zu widmen, er hätte es sich redlich verdient.

  2. rubens

    Fragte mich eine Freundin vor einem Jahr, wer für mich ein Held sei? Ich überlegte und sagte, Hans Pretterebner, lies das Buch “Der Fall Lucona”.
    Ich denke auch für die Bawag-Affäre und dem Linzer Swap Skandal wäre ein Pretterebner notwendig.

  3. Christian Peter

    Erscheint das ermüdende Tagebuch nun täglich ? Möchte man Teilnehmer dieses Blogs, die sich nicht für das Team Stronach und noch viel weniger für die Tätigkeiten eines Berufspolitikers interessieren, vertreiben ?

  4. Reinhard

    Herr Peter, man muss ja nicht jeden thread lesen und auch nicht jeden kommentieren.

  5. PeterT

    S.g. Herr Vetter, zunächst Gratulation zu Ihrer Rede beim Wahlkampfstart – well done. Die Rede hat mich auch motiviert Ihr Wahlkampf-Tagebuch zu lesen.
    Jetzt aber auch gleich die (konstruktive) Kritik: Das Wahlkampftagebuch liest sich ein bißchen wie ein Schulaufsatz (‘Mein schönstes Ferienerlebnis’).
    Etwas pointiertere Aussagen zu aktuellen Wahlkampf-Themen anstelle von einer netten Auflistung des Tagesablaufes würden dem Blog guttun.
    Ansonsten – weiter so, und bleiben Sie an den Themen die Sie in der Rede angesprochen haben dran

  6. Christian Peter

    @Reinhard

    Mache ich auch nicht. Aber ein täglicher Bericht über ein einzelne wahlwerbende politische Partei und den Alltag eines Berufspolitikers ist starker Tobak. Ein bis zweimal pro Woche wären vollkommen ausreichend.

    Über den ORF braucht sich niemand mehr zu beklagen, dessen Berichterstattung ist im Vergleich zu Blogs wie ortneronline.at ausgewogen.

  7. Christian Ortner

    wie kommen Sie denn auf die seltsame Idee, es gehe mir hier um “Ausgewogenheit”?

  8. Christian Peter

    @Peter T

    Richtig. Oder wenigstens über Dinge zu berichten, die auch für Unbeteiligte von Interesse sein könnten.

  9. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Ortner’s blog wird vom Herrn Ortner betrieben, und er alleine entscheidet, wer auf seinem (sic!) blog Beiträge schreibt.

    Ich denke, ohne Herrn Ortner zu nahe zu treten, die Behauptung aufstellen zu dürfen, daß Herr Ortner einen alles andere als ausgewogenen blog betreiben möchte.
    Er wird auch nicht durch Zwangsgebühren finanziert, und auch (noch) durch kein Gesetz zu einer Ausgewogenheit verpflichtet!
    Ergo: sorry, aber beschweren Sie sich bitte beim Salzamt

  10. Christian Peter

    Wie auch immer. Dieses Tagebuch liefert ohnehin die besten Argumente, von Parteien wie das Team Stronach Abstand zu wahren.

  11. Weninger

    @Holzer
    Wer sich veröffentlicht, setzt sich automatisch der Kritik aus, diese ist weder als Hausfriedensbruch noch als Ruhestörung zu betrachten, ohne in den Verdacht des Honig-ums-Maul-schmieren-Suchens zu geraten 🙂

  12. Thomas Holzer

    @Weninger
    Christian Peter kritisiert ja in diesem Falle nicht den Inhalt der Vetter’schen geistigen Ergüsse, sondern die Tatsache, daß Herr Ortner Herrn Vetter die Möglichkeit einräumt, auf dieser Website tagtäglich zu veröffentlichen!

    Und dementsprechend war meine Replik

  13. rubens

    Danke, Herr Ortner, dass Sie diesen Blog betreiben.

  14. Mourawetz

    “Möchte man Teilnehmer dieses Blogs, die sich nicht für das Team Stronach und noch viel weniger für die Tätigkeiten eines Berufspolitikers interessieren, vertreiben ?”

    Ist immer wieder schön, zu beobachten, wenn jemandem ein Licht aufgeht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.