Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Teil 11)

Von | 5. September 2013

(von GEORG VETTER)  Diskussion im Club Unabhängiger Liberaler als Gast zum Thema „Was hat ein Liberale im Parlament verloren?“ Dieser Club vereinigt Liberale aller Schattierungen, ich bin seit 2011 dessen Präsident. Vor 80 Teilnehmern referierte ich über die Notwendigkeit, sich gerade jetzt politisch zu engagieren. Die Verstaatlichung der Kinder, die Verstaatlichung der Schüler, die Verstaatlichung der Banken, die Schuldenexplosion, der Verwaltungsstillstand und das Steuersystem rufen nach einer liberalen Wende. Es wäre unverantwortlich gewesen, das Angebot Frank Stronachs nicht anzunehmen. Ich rechnete mit einer geteilten Stimmung und konnte bald feststellen, dass die überwiegende Mehrheit der Anwesenden meine Argumente nachvollziehen kann, wenn auch nicht jeder jene Partei unbedingt wählen wird, für die ich antrete. Manch einer möchte mich auch dahingehend genau beobachten, ob es mir in der Politik so geht, wie man es sich vorstellt: Dass man verbogen wird. Insofern bin ich auf mich selbst gespannt.

14 Gedanken zu „Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Teil 11)

  1. rubens

    “… die Notwendigkeit, sich gerade jetzt politisch zu engagieren.”

    Das war auch für mich das Ausschlaggebende. Den Beobachtern sei gesagt: Je mehr Liberale sich engagieren würden, umso mehr könnte man erreichen. :-))

  2. Jennerwein

    Todesstrafe für Berufskiller = liberal? Was für eine Lachnummer.

  3. rubens

    Jennerwein

    Haben Sie ein Problem mit Frank Stronachs Privatmeinung?

    Jetzt bekommen Sie meine Privatmeinung. Ich bin aus vielen Gründen (Irrtum, Missbrauch, usw.) gegen die Todesstrafe. Doch ist es wirklich so abwegig, die Todesstrafe für Berufskiller zu befürworten, wo doch die Berufsgruppe Berufskiller darauf angelegt ist, kaltblütig “Todesstrafen aus privaten oder sonstigen Gründen” durchzuführen. Denken Sie an die Opfer?

  4. Jennerwein

    @rubens
    Und wo soll das enden. Schon voriges Jahr machte sich ein VPler stark für Todesstrafe bei Kindesmissbrauch.
    Ich glaube wir brauchen die Todesstrafe in keiner Form, schon gar nicht für die berauschend große Gruppe von “Berufskillern”. Wann bin ich solcher? Mit Gewerbeschein, mit Wifi-Zertifikat. Aber doch ganz sicher nicht nach dem ersten Lehrstück, oder? Bestenfalls nach drei oder vier Morden. Auch die Bezahlung spielt eine Rolle, bei schlechter Bezahlung könnte man kaum von einem Beruf sprechen?
    Sei es wie es sei, damit hat sich Herr Stronach selbst und dem Team einen Bärendienst erweisen, der nach hinten lsogeht und wohl in den Wähler die falschen Instinkte anspricht?
    Sind Sie Rubens, oder Herr Vetter, als Liberaler wirklich für die Todesstrafe? Dazu braucht es dann ein ehrliches bekenntnis udn kein Hinausreden auf die “Privatmeinung” des herrlichen Parteigründers. Das muss jeder mit seinem Gewissen ausmachen.

  5. rubens

    Jennerwein

    Ich bin GEGEN die Todesstrafe, das habe ich bereits oben geschrieben.

  6. rubens

    Ich reiche nach:

    Kurier heute:
    “Kommt nicht ins Parteiprogramm”

    Am Donnerstag schwächte er diese Aussage ab: “Bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Gefährdung des Rechtsstaates und seiner Institutionen durch verbrecherische Organisationen, habe ich ein gewisses Verständnis für die Todesstrafe, aber das ist meine persönliche Ansicht. Meine Einstellung hat vielleicht etwas damit zu tun, dass ich schon jahrzehntelang in Nordamerika lebe. Ich habe mit anderen führenden Personen im Team Stronach darüber gesprochen, sie teilen diese Ansicht nicht, daher kommt das selbstverständlich nicht ins Parteiprogramm.”

    Lg

  7. Thomas Holzer

    @Rubens
    Bitte nicht in die “alten” Gewohnheiten verfallen, und Aussagen, welche öffentlich getätigt werden, im nachhinein, weil nicht unbedingt passend, als Privatmeinung zu “klassifizieren”.
    Wenn man sich öffentlich äußert, muß man halt im Vorhinein darüber nachdenken, was man sagt; um so mehr, wenn man Vorsitzender einer Partei ist!

  8. rubens

    Herr Holzer,

    “Meine Einstellung hat vielleicht etwas damit zu tun, dass ich schon jahrzehntelang in Nordamerika lebe. Ich habe mit anderen führenden Personen im Team Stronach darüber gesprochen, sie teilen diese Ansicht nicht, daher kommt das selbstverständlich nicht ins Parteiprogramm.”

    Ist doch eindeutig? Es steht nicht im Parteiprogramm.

    Möchte aber noch anmerken, weil man gar so reagiert, dass das was Stronach gesagt hat, im Lissaboner Vertrag steht und damals hat sich kein einziger unserer humanitären Unterzeichner im Parlament, in der Regierung und auch nicht der Bundespräsident dagegegen ausgesprochen. Die Bevölkerung wurde so und so getäuscht. Das ist ein Fakt.

  9. Thomas Holzer

    @Rubens
    nochmals, man muß nicht jede schwachsinnige Frage eines Journalisten beantworten, wohl darum wissend, daß bei derlei Themen ein Aufschrei nur eine Frage der Zeit ist.
    Um dann im Nachhinein “zurückzurudern” und die Aussage als Privatmeinung zu verkaufen

  10. rubens

    Ja, Herr Holzer, wär manchmal gscheiter, die Folge davon wäre aber, dass man dazu sagt, er weiß dazu nichts, etc. Also wie man es macht, wird es einem je nach Einstellung desInterviewers positiv, negativ oder gar nicht ausgelegt. Ist so, leider.

  11. Thomas Holzer

    @Rubens
    da haben Sie schon recht, aber es ja offensichtlich, daß Herr Stronach inkl. seiner Mitstreiter unter “besonderer Beobachtung” durch die Medienlandschaft steht, daher sollte auch “besondere Vorsicht” ein Gebot der Stunde sein; zumindest meiner Meinung nach

  12. Thomas Holzer

    @Rubens
    Ich habe nie behauptet, daß es “so leicht” wäre; aber ein Mindestmaß an Vorsicht sollte, schon um der eigenen Ideen willen und diese erfolgreich umzusetzen, vorherrschen.

    Die Aussagen des Herrn Stronach zur Außenpolitik waren ja auch mehr als nur indifferent……

  13. Christian Peter

    Beim Begriff “Todesstrafe” schlackern die Ohren linker Schmuftis noch heftiger als beim Begriff “Rauchverbot”.

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