Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Teil 24)

Von | 18. September 2013

(GEORG VETTER) Um jede Partei scharen sich Leute, deren Motivation gar nicht so sehr mit der Politik zusammenhängt. Sie suchen einfach ihr Glück. Eine ganz besondere Spezies bilden jene Menschen, die sich irgendeine Idee ausgedacht haben und in einer Partei eine potentielle Käuferin ausmachen. Man glaubt es manchmal kaum, was sich Leute ausdenken, um eine Präsentation vornehmen zu können – und was dann tatsächlich, mit erstaunlicher Eloquenz, angeboten wird. Verkaufe einem Kahlkopf einen Kamm und Du bist der König des Vertriebs. Meine Partei erscheint mir in dieser Hinsicht ein Lieblingsopfer zu sein. Das hier vermutete Geld zieht die Glücksritter dieser Welt offensichtlich magisch an. So muss man in der Politik das Gleiche lernen, das ich auch in meinem Beruf als Rechtsanwalt gelernt habe, nämlich die schnelle Antwort im Geschäftsleben überhaupt. Diese lautet einfach Nein. Nein zu sagen ist eine Kunst, ohne die man niemals wirklich erfolgreich sein kann. Wie sagte Franz Josef Strauß einmal so treffend: “Politik ist auch die Fähigkeit, sich den Begriff des Notwendigen nicht von falschen Maßstäben des Ehrgeizes diktieren zu lassen.“

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