Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Teil 28)

Von | 22. September 2013

(GEORG VETTER)

Zunächst habe ich mir die Ausstrahlung der am Freitag aufgezeichneten Diskussion mit Günter Stummvoll im Rahmen der Sendung Hohes Haus angesehen. Der Vorspann war damals noch nicht fertig. Möglicherweise hätte ich andernfalls darauf Bezug genommen, dass ich ja ebenfalls Kleinunternehmer bin. Mit dem kurzen TV-Duell war ich zufrieden.

Im Übrigen sind mir heute zwei Lenin-Zitate im Kopf herumgeschwirrt: Zunächst wurde ich im Zusammenhang mit dem Lebenslauf des Bundeskanzlers daran erinnert, dass Lenin seinerzeit von jeder Köchin forderte, den Staat führen zu können. Wohin dies führte wissen wir. Bemerkenswert ist der von diesem Zitat abgeleitete Buchtitel „Köchin und Menschenfresser“ (1976), in dem der ehemalige Kommunist André Glucksmann mit dem Marxismus abrechnet.

Das zweite Lenin-Zitat lautet: „Wer Deutschland hat, hat Europa.“ Da dieser Spruch in gewisser Weise auch heute noch Berechtigung hat, ist der Ausgang der heutigen Wahl so bedeutend. Die Hochrechnungen schwanken bis spät in die Nacht. Sollte die Union nicht die absolute Mehrheit schaffen, wird sie vermutlich mit der SPD regieren. Stark vereinfacht dürfte es dann in Deutschland so sein, dass „die Rechte“ regiert, obwohl es im Parlament eine „linke“ Mehrheit gibt. In Österreich ist es genau umgekehrt: Hier regiert „die Linke“, obwohl es im Parlament eine „rechte“ Mehrheit gibt.

2 Gedanken zu „Georg Vetters Wahlkampf-Tagebuch (Teil 28)

  1. Thomas Holzer

    “Stark vereinfacht dürfte es dann in Deutschland so sein, dass „die Rechte“ regiert, obwohl es im Parlament eine „linke“ Mehrheit gibt”

    Da liegen Sie leider falsch, Herr Dr. Vetter!
    Die CDU ist mittlerweile dabei, die SPD links zu überholen; da von einer “rechten” Partei zu sprechen, ist mehr als gewagt. Die CDU hätte allen Grund, sich schon längst umzubenennen

  2. menschmaschine

    @ thomas holzer

    ja gut, aber in was? was wollen sie aus den buchstaben c,d und u neues basteln? woran denken sie? ich schlage “cryothermisch degenerierte usurpation” vor. also auf deutsch: soziale kälte. 😉
    damit können sich sicher alle roten und grünen anfreunden.

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