Georg Vetters Wahlkampftagebuch (Teil 22)

(GEORG VETTER) Erster Fernsehauftritt in der Sendung Im Zentrum. Ich diskutierte über die Steuerpolitik mit Ministerin Fekter (ÖVP), Staatsekretär Schieder (SPÖ) sowie den Sprechern der Parlamentsparteien Kogler (Die Grünen), Themessl (FPÖ) und Fauland (BZÖ). Zunächst lenkte der Moderator Tarek Leitner die Aufmerksamkeit auf das Hypo Alpe Adria-Destaster und wollte den Finanzierungsbedarf für das Budget wissen – so, als ob eine einzige Bank in der letzten Legislaturperiode verstaatlicht worden wäre. Da mischte ich mich ein und wies darauf hin, dass auch die Kommunalkredit ein Loch ins Budget gerissen hat und man dies nicht unter den Teppich kehren kann – zumal die Unterrichtsministerin Schmidt seinerzeit im Vorstand dieser Bank gesessen ist. Anschließend wurde dann doch zu Steuerthemen diskutiert und ich bemühte mich, in meinen Antworten kurz und verständlich zu bleiben. Bei der Laffer-Kurve wurden die Herren links von mir – Kogler und Schieder – unruhig. Das bestätigte mich in meinen Ausführungen. Auf die morgigen Reaktionen bin ich jedenfalls gespannt.

20 comments

  1. Zaungast

    Tadelloser und gelungener Auftritt, Herr Doktor! Die kleine Empörung des Genossen Schieder bei der Erwähnung der Kommunalkredit, der neoliberale Kindergartenaufschrei des Genossen Kogler bei der Lafferkurve waren Komplimente für Sie!

  2. Zaungast

    Noch eine kleine Anmerkung zur gestrigen Debatte. Frau Fekter meinte zur Vermögenssteuer, es sollten nur Erträge besteuert werden, nicht die Substanz.

    Nun, es wird bereits Substanz besteuert. Wenn Oma auf ihrem Sparbuch für Zinsen unter bis knapp über der Inflationsrate KEST bezahlt, ist das eine Substanzbesteuerung. Denn es werden Nominalerträge besteuert, die real einen Verlust bedeuten.

  3. Thomas Holzer

    Der Herr Kogler ist der Prototyp eines selbstgefälligen, präpotenten Grünpolitikers; einfach nur peinlich

  4. Liberalex

    Ich war sehr erstaunt, dass der Genosse Kogler die Bezeichnung Sektenführer für den Chef einer rivalisierenden Partei in den Mund nehmen durfte, ohne vom doch sicherlich neutralen Diskussionsleiter in die Schranken gewiesen zu werden!

  5. Weninger

    Am peinlichsten fand ich trotzdem den Auftritt von Fekter, so zwischen patzig-grob und beleidigter Leberwurst, jedoch unbeleckt von allen Fakten und Sachkenntnis, — leichterdings SV-Beiträge und Einkommensteuer durcheinanderwirbelnd, einfach nur peinlich. Und immer im Hintergrund das Gefühl sie denkt sich hämisch: “Euch Deppen da draußen vor den TVs braucht das alles gar nichts anzugehen, wir machen das schon, wie es passt.”

  6. Thomas Holzer

    Herr Dr. Vetter!
    Ich freue mich, daß Sie im Gegensatz zur restlichen “Meute” der Parteienvertreter Ihre Antworten/Argumente ruhig, sachlich und prägnant formuliert hatten, und NICHT dem üblichen Parteiensprech und der allgegenwärtigen Häme verfallen sind.
    In diesem Sinne kann ich nur hoffen, daß Sie sich Ihre Ehrlichkeit und Natürlichkeit auch in Ihrer Funktion als Parlamentarier erhalten!

  7. Christian Peter

    Am meisten Farbe und Witz hatte noch der Grüne Werner Kogler. Georg Vetter hat noch Zeit zum Einarbeiten, sofern das Team Stronach am 29.9. nicht an der 4 % – Hürde scheitert.

  8. Karl Markt

    Dr. Vetter hat seine Chance genützt und ein paar neoliberale Insiderschmähs angebracht.

    “Erbschaftssteuer ist das Geschäft mit dem Tod”
    “Karl Marx hat schon gesagt Kapital ist akkumulierte Arbeit” – quasi die Linken sind so dämlich die haben nicht mal ihre eigene Theorie verstanden.

    Andreas Unterberger und seine Freunde vom Klub Unabhängiger Liberaler haben sicher daheim gejohlt vor Freude.

    PS: Ein privates Bestattungsunternehmen, darf das auch keine Geschäfte mit dem Tod machen?

  9. Karl Markt

    Hoffentlich spricht sich das nicht bis zum Sektenführer durch, sonst gibts vielleicht bald die Todesstrafe auf das Geschäft mit dem Tod.

  10. Liberalex

    @Karl Markt
    Lt. Wikipedia werden Sekten im landläufigen Sprachgebrauch “oft religiöse Gruppen bezeichnet, die in irgendeiner Weise als gefährlich oder problematisch angesehen werden oder die in orthodoxer theologischer Hinsicht als „Irrlehre“ angesehen werden.”

    Können Sie mir bitte erklären, inwiefern das Team Stronach eine Sekte ist? Ich habe TS bis jetzt für eine politische Partei und keine religiöse Vereinigung gehalten.

  11. Karl Markt

    @Liberalex
    Naja, zuminest die einzige Partei die vom Parteiobmann persönlich finanziert wird und nach ihm benannt ist.
    Das ist sicher förderlich für die innerparteiliche Demokratie.

    Ich bin auch schon gespannt, wieviele der kandidierenden Persönlichkeiten, den Parteiobmann eingeschlossen, sich fünf Jahre auf der Oppositionsbank antun werden.

  12. Thomas Holzer

    @Liberalex
    ad informationem; Karl Markt antwortet äußerst selten auf konkrete Fragen 😉
    Was einen nicht Wunder nehmen sollte 🙂

  13. Liberalex

    @Thomas Holzer

    Danke, das habe ich aber eh nicht anders erwartet. Dennoch schade!
    Ich finde das überhaupt so schade, dass Diskussionen so häufig ums “recht haben” geführt werden, und nicht um den Königsweg zu finden.
    Ganz entlarvend bezüglich der Intention einer Wortspende ist natürlich wenn – wie im vorliegenden Fall – die Wortwahl in erster Linie aufs herabwürdigen oder diskreditieren eines Wettbewerbers abzielt.
    Inwiefern bringt das die Gesellschaft weiter? frage ich mich immer wieder.

  14. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Vom TS weiß man wenigstens, wer der Hauptfinanzierer ist, von den “neos” mittlerweile auch; finde ich gar nicht so schlecht! Sicherlich besser als die dubiosen zusätzlichen Finanzierungen von SPOE, OEVP, FPOE, BZOE und Grünen

  15. Thomas Holzer

    @Liberalex
    Ja Sie schreiben es, das ist wahrlich schade. Hinzu kommt, zumindest meiner Meinung nach, daß die Personen, welche glauben, im Besitze der allein gültigen Wahrheit, respektive, wie dies heute heißt, die “political correctness” zu sein, sehr gerne zur persönlichen Diffamierung neigen.
    Von nationalen Sozialisten wie H.C.Strache und/oder Orban und/oder Berlusconi et. al. sind wir daß ja eh schon gewohnt

  16. rubens

    Liberalex

    TS wurde heute in einer Podiumsdiskussion von einem FPÖler als Scientology-affin bezeichnet. Muss Überstimmung bei Rot, Grün und Blau geben.

  17. Karl Markt

    Übereinstimmung gibts zwischen FPÖ und TS, wie im Fernsehduell augenscheinlich zu sehen war.
    Und im Gegensatz zur SPÖ hat TS eine Koalition mit der FPÖ nicht ausgeschlossen.
    Immer schön bei der Wahrheit bleiben.

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