Georg Vetters Wahlkampftagebuch (Teil 31)

Von | 25. September 2013

(GEORG VETTER) Erster Geburtstag des Team Stronach, Fest bei Do&Co am Stephansplatz. Zunächst wird eine Pressekonferenz gegeben, in der Frank Stronach unter minutenlangem Blitzlichtgewitter eine Rede mit den wichtigsten Programmpunkten hält. Die Stimmung ist ausgezeichnet und alle fiebern dem Wahlergebnis am Sonntag entgegen Heute war auch der erste Tag, an dem ich in Grabenkämpfe verwickelt werden sollte. Der blaue Dichter der Nation verbreite via OTS das Märchen, dass ich mich auf dem Weg zur kleineren Koalitionspartei befinde und daher eine Stimme für das Team Stronach eine Stimme für eine andere Partei sei. Der Dichter dichtet eben, sonst nichts. Danke für die Aufmerksamkeit.

10 Gedanken zu „Georg Vetters Wahlkampftagebuch (Teil 31)

  1. rubens

    Die gefühlte Stimmung passt nicht unbedingt zu den Umfragen. Jetzt geht man eben hausieren, dass wenn man Kleinparteien wählt, seine Stimme eine verlorene sei. Auch eine Methode: Anstatt mit Sachlichkeit geht man auf die Angst- und Wohlfühlebene.
    Selten so gelacht als die Systemparteien von Neuanfang sprachen. Diese Geschichte hat bereits einen sehr langen Bart.

  2. Thomas Holzer

    @Rubens
    Ich warte noch immer auf die Information, wie sich das TS bei der jüngsten Erhöhung der Pendlerpauschale verhalten hat?!
    Mit- oder dagegen gestimmt?

  3. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Als Antidemokrat empfinde ich es nicht als Zeitverschwendung, einzelne Parteien darauf hinzuweisen, daß deren “Ideen”/Thesen/Prinzipien ab und zu der angeblichen politischen Opportunität geopfert werden!

  4. Weninger

    @Holzer
    Man kann an der bestehenden Demokratie und ihren Auswüchsen in Mitteleuropa ja wirklich so manches aussetzen, aber mich würde interessieren, wie Ihr nichtdemokratisches Gegenkonzept eines Staatswesens bzw. von Regierung (und sagen Sie nicht, es ginge ohne diese) ausschaut (wobei wir davon ausgehen, dass Nationalstaaten weiter bestehen werden)?

  5. Thomas Holzer

    @Weninger
    schlicht und einfach: der vielgeschmähte, sogenannte Nachtwächterstaat.
    Wir brauchen keine Politiker, und schon gar nicht Personen, welche sich als solche gerieren, sondern schlicht und einfach Staatsmänner.
    Wenn wir endlich der Conclusio folgen würden, daß die Politik sich NICHT in alles einmischen soll, daß die Politik eben nicht die Lösungs- sondern vielmehr die Problem”kompetenz” hat, würde sich vieles von selbst erledigen.

  6. Weninger

    @Holzer
    Österreich vom 17.bis ins späte 19 Jh = Monarchie mit Dauerkriegen, enormer Staatsverschuldung und mehrfachem Bankrott. Eine kurze Blüte meinetwegen zwischen 1870 und 1910, ehe die Monarchie aus Dummheit selbst versenkte mit ungeheuren Menschenopfern und Staatsruin. Das soll tatsächlich besser sein als das was wir zwischen 1945 und 2010 hatten. Und noch immer schreien welche nach dem starken Mann, wir wissen wie es endete. Da ist mir unsere verluderte Parteiendemokratie allemal lieber. Also verbrämen Sie nicht ständig verflossene Herrschaftssysteme mit Gloriolen, v.a. wo es dort auch maximal 10% der Bevölkerung wirklich gut ging.

  7. Thomas Holzer

    @Weninger
    Geschichte sollte man immer aus ihrer Zeit heraus beurteilen, wenn man sich mit dem heutigen Wissensstand überhaupt ein Urteil anmaßen will

  8. Weninger

    @Holzer
    War jetzt der Nachtwächterstaat des 19. Jh ein Segen, darf man nur die Lichtseiten sehen? Darf man übersehen, dass diese Monarchie in nationalistische Kriege und in letzter Konsequenz zum Faschismus geführt haben.
    Wenn man nur aus der Zeit heraus beurteilen sollte, dann sollten sich auch manche der konservativen herrschaften hier mit dem Lobpreisen von Kirche und Monarchie (Ich denke da an eine gewisse Ziege, die die k.k. Zeit in aller Pracht verklärt) zurückhalten. Der Weg zurück ist gewiss der falschere, bei allen Nachteilen der heutigen Demokratie.

  9. Weninger

    @Holzer
    Wenigstens ist es ein Trost, dass man die von Ihnen so herzhaft gescholtene Gegenwart der Parteiendemokratie eines Tages auch mal in einem milderen Licht sehen wird … Wer wird denn dann noch Urteile fällen?

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