Gerechtigkeit für Thomas Schmid

Von | 15. Juni 2021

(Christian Ortner) Ausnahmsweise notwendiger Disclaimer: Ich bin mit Thomas Schmid, dem nunmehr ehemaligen Vorstand der staatlichen Beteiligungsholding ÖBAG weder befreundet noch auch nur bekannt; wir sind einander, soweit ich mich entsinne, auch nie begegnet und ich kann ihn daher weder in fachlicher noch gar in anderer Hinsicht beurteilen.

Und trotzdem – oder vielleicht auch gerade deshalb – finde ich die Art und Weise, wie eine Reihe von Politikern und Medien den Mann bis zu seinem Abgang gehetzt haben widerwärtig, unverhältnismäßig und abstoßend.

Wer die Menschenjagd auf Schmid verfolgt hat, muss froh sein, dass es aus der Mode gekommen ist, Scheiterhaufen zu errichten und missliebige Personen unter dem Gejohle eines sensationsgeilen Mobs abzufackeln.

Was war eigentlich das Verbrechen, dessentwegen Thomas Schmid nicht nur seinen Job, sondern auch seine bürgerliche Ehre verlieren musste?

Vorwurf 1: Er hat sich seinen Aufsichtsrat selbst ausgesucht und damit aus der ÖBAG eine für ihn komfortable „Schmid AG“ gemacht.

Der Vorwurf trifft zu, ist aber an den falschen adressiert. Denn zugelassen und ermöglicht hat diese Konstruktion der Eigentümer, also die Republik, in Gestalt des Finanzministers. Einem Angestellten vorzuwerfen, dass er seinem Dienstgeber möglichst viele Goodies herausverhandelt, ist albern.

Vorwurf 2: Schmid hat sich in Chats hochmütig und arrogant über den „Pöbel“ geäußert, der im Flieger in der Holzklasse fliegt, und auch sonst die Regeln des guten Benehmens in privaten Unterhaltungen souverän ignoriert.

Der Vorwurf ist berechtigt, wiegt aber für sich nach meinem Dafürhalten nicht schwer genug, um eine derartige Menschenhatz zu veranstalten

Gerade als Politiker oder Journalist sollte man da übrigens eher vorsichtig sein: Würden die durchaus vergleichbaren Anmerkungen des einen oder anderen Chefredakteurs oder Herausgebers, Abgeordneten oder Ministers publik werden, würden bei Anmessen der gleichen strengen Kriterien jählings ziemlich viele hochdotierte Jobs frei.

Vieles ist dreist, der Umgangston herb, der Humor privat geglaubter Unterhaltungen grottig. Wer aber von sich behauptet, privat noch nie eine halblustige oder despektierliche Nachricht versendet zu haben, ist entweder verlogen, bigott oder dement,“ schrieb die kluge Andrea Schurian dazu jüngst in der „Presse“, und hat vollkommen Recht damit.

Übrigens: Im „profil“ das sich über den Pöbel-Sager durchaus zurecht echauffiert hat, war vor ein paar Jahren folgende Charakterisierung von FPÖ-Wählern zu lesen: „Es sind die hässlichsten Menschen Wiens, ungestalte unförmige Leiber, strohige, stumpfe Haare, ohne Schnitt, ungepflegt, Glitzer-T-Shirts, die spannen, Trainingshosen, Leggins. Pickelhaut. Schlechte Zähne, ausgeleierte Schuhe. Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sind ein schönerer Menschenschlag. Und jünger.” – Jemanden bloß als „Pöbel“ zu bezeichnen, und das auch nur im privaten Chat und nicht in einem Magazin, erscheint da geradezu empathisch.

Vorwurf 3: Schmid habe auf seinem Diensthandy Fotos in großer Zahl abgespeichert gehabt, darunter auch Abbildungen männlicher Reproduktionswerkzeuge.

Das mag etwas exzentrisch erscheinen, gewiss, aber wer um Gottes willen kommt dadurch zu Schaden?

Ich gestehe: Die Vorstellung, in einer Gesellschaft leben zu müssen, deren Führungskräfte keine Abgründe haben, die der Öffentlichkeit besser verborgen bleiben müssen, die kalte Maschinen ohne dunkle Seiten sind, fände ich wesentlich erschreckender als ein paar sogenannte „Dick-Pics“ (kann man bei Bedarf googeln) oder anderer Schweinkram auf einem Diensthandy. Ein tugendhaftes Leben erkennt man bekanntlich daran, dass es nicht so aussieht, als ob man es leben wollte. Oder wie es der FDP-Generalsekretär Konstantin Kuhle dieser Tage im deutschen Bundestag formulierte: „Wer nichts zu verbergen hat, der hat ein verdammt trauriges Leben.

Gewiss, Thomas Schmid hat sich in der ganzen Causa nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Sichtbar wurde da vor allem, und nicht nur bei ihm, jene Art der Menschenverachtung, die Arthur Schnitzler in seinem Stück „Das weite Land“ die Figur des Friedrich Hofreiter präzise beschreiben lässt: „Still! Ich weiß, was Jugend ist. Es ist noch keine Stunde her, da hab’ ich sie glänzen gesehn und lachen in einem frechen, kalten Aug’. Ich weiß, was Jugend ist.

Gewiss, die „frechen, kalten Aug`“ der „Familie“ um Thomas Schmid sind kein erfreulicher Anblick. Aber zum Verhängnis wurden Schmid letztlich nicht törichte Fotos oder dreiste Sprüche, sondern seine Nähe zum Kanzler. Denn der war natürlich gemeint, wenn Schmid vorgeführt wurde.

Schmid mag sich nicht mit Ruhm bekleckert haben, aber das gilt noch viel mehr für manche, die ihn über Gebühr und ohne Maß, aber durchaus mit Ziel bloßgestellt haben.
Wer will eine Jagdzeitung machen?

Nachtrag: Irgendwann in den 1980er-Jahren, ich habe da für „profil“ gearbeitet, dessen damaliger Herausgeber Peter Michael Lingens das Magazin für eine Zeit lang zum wichtigsten Medium des Landes gemacht hatte, erteilte mir Lingens einen Rüffel. Meine Berichterstattung in einer bestimmten Affäre sei über das angemessene Maß hinaus aggressiv und vorverurteilend, meinte er, und fügte hinzu: „Ich will nicht, dass wir hier eine Jagdzeitung machen“.

Damals hat mich das geärgert. In den letzten Tagen habe ich ganz gut verstanden, was er damit gemeint hat.  (Quelle: “Express”)

18 Gedanken zu „Gerechtigkeit für Thomas Schmid

  1. Wolfgang Brunbauer

    Bravo. Danke für diese Grundsatz Pauke. Auch kenne Th. Schmid nicht. Und ich nahm die öffentliche Hatz mit Entsetzen wahr. In welcher korrekten Welt sperren wir uns mit solchen kollektiven Heucheleien ein? Da sind nicht nur Boulevard Medien am Werk. Da ist ORF ZIB ein Hetzer, mit Experten Zitaten zur Hand. Die mediale Meinungsgleichschaltung breiter sich korrekt aus.

  2. SUSI

    Sie haben recht Herr Ortner. Ich habe mir diejenigen genauer angeschaut, die am lautesten plärren und anklagen und ich finde, die Art und Weise wie diese Leute die “Hatz” betreiben, es sagt mehr über den Charakter der Ankläger und ihrer “Umgebung” aus als sie selber denken. Wenn ich erinnerer wie der ÖGB-Präsident Katzian beim Auftakt der Gewerkschafter in der SPÖ in Richtung Heidi Horten meinte: “An Neid auf die Aufg’spritze mit ihre Zwa-Millionen-Ketten ham mir ned” oder der SPÖ LH Sohn Luca Kaiser, der sich in der Eu Kanditatenliste als Nummer sechs eintragen ließ und Österreich in der EU vertreten wollte aber gleichzeitig in einem Tweet uns, die Österreicher als “Nazion” beschimpfte, dann frage ich mich schon über was genau die SPÖ sich echauffiert??

  3. sokrates9

    Superkommentar! Herzlichen Dank! Warum ist Schmidt eigentlich zurückgetreten? Weil der mediale Druck und die Hetze unter dem Gürtel einfach zu hoch wurde; einen fachlichen Grund gibt es nicht! Wenn ich mir andere Postenbesetzungen ansehe,da würden wenige übrigbleiben wenn dies allgemeiner usus wäre alle zu feuern die nicht Political correct denken!!Diese Jagdgesellschaft wird immer unerträglicher und zielt darauf Menschen sozial zu vernichten! Wir sind wieder am besten Weg zurück ins Mittelalter mit dem beliebten auf den Pranger stellen und Menschen vernichten wenn sie womöglich eine wissenschaftlich korrekte Meinung haben. Dass Corona beispielsweise nicht die schrecklichste Pandemie aller Zeiten ist hat schon vielen Menschen den Job gekostet!!

  4. Allahut

    Dieser Artikel sollte eigentlich an alle Politiker und Chefredaktionen gehen. Wie verlogen die ganze Debatte um Postenbesetzungen ist, zeigt die Tatsache, dass in staatlichen oder staatsnahen Betrieben Führungspositionen immer nach parteipolitischen Gesichtspunkten vergeben werden, und oftmals sitzen auf Chefsessel totale Nieten. Auch jede Ministerbesetzung ist meist ein Postenschacher, man schaue sich nur die aktuelle Ministerliste an, einige davon würden in freier Wildbahn wohl nur zur Bedienung des Kopierers eingeteilt werden.
    Natürlich kann man auch diskutieren ob vielfach die hohen Gehälter gerechtfertigt sind, aber es wurden auch bei verstaatlichten Betrieben trotz Milliardenverluste Millionengagen gezahlt, inklusive Bonuszahlungen. Aber wie alles noch brav unter Rot und Schwarz aufgeteilt war, war das selten Thema öffentlicher Diskussionen.

  5. Lichnovsky

    Danke! Die Hatz wird durch Opposition und Grüne getragen.
    Was die SPÖ betrifft: es war SPÖ Spitzenpolitikern – vor langer Zeit – vorbehalten, die Justiz zu verbiegen, und damit einen 6-fachen Mord mit Hilfe osteuropäischer Geheimdienste jahrelang zu vertuschen. Erst nach der Veröffentlichung des Buches “Die Affäre Lucona” durch den Journalisten Pretterebner wurde die verbogene Justiz, wenn auch unwillig, schliesslich tätig. Die SPÖ Spitzenpolitiker wurden wegen Beihilfe zur Vertuschung dieses kapitalen Verbrechens rechtskräftig strafrechtlich verurteilt. Das Gefängnis wurde ihnen – leider – erspart.
    Ist diese Erwähnung ein “Whataboutismus”? Nein! Denn so eine ungeheuerliche Verfehlung von Politikern blieb in der 2. Republik einzigartig.
    Und aus dieser linken politischen Ecke kommen heute hetzerische Zurufe, was Ethos und Anstand betrifft? Das kommt, höflich formuliert, wie Zynismus oder Bigotterie herüber. Diese Leute sollten vor der eigegnen Türe kehren. Und das noch für lange Zeit!

  6. Falke

    Eine gute Lehre für Schmid und alle darin verwickelten Politiker: Diensthandys sind nur für Dienstliches zu verwenden, Privates gehört da nicht hin.

  7. hausfrau

    Natürlich ist mediale Hetze abzulehnen.
    Nobel wäre es, um der Gerechtigkeit wegen, würde das für alle gelten, kommt Schmid doch von einer Fraktion die selbiges gern als Stilmittel verwendet.
    Vielleicht ist die Häme deshalb so groß?

  8. Erwin Tripes

    Sehr geehrter Herr Ortner,
    nach meiner letzten Kritik “I kenn mi nimma aus” darf ich diesmal Chapeau ausrufen !
    MfG,
    E.t.

  9. Rado

    Wie war das damals bei Peter Sidlo? Der wurde ja nur hinausgeekelt, weil jemandem sein Gesicht nicht gefallen hatte.

  10. Johannes

    Walter Geyer hat gerade in der ZIB 2 etwas sehr interessantes gesagt, Chatverläufe sind zunächst dem UA vorzulegen und danach auch gerichtlich zu behandeln.
    Ein seltsames Rechtsverständnis, nach meiner Meinung, und eine offene Bestätigung dessen was bisher eher verschämt versteckt wurde. Im Prinzip bedeutet es nach meiner Interpretation eine von einem bekennenden Grünen (viele Grüne sind Linke) geführte Staatsanwaltschaft liefert der Opposition direkt und ohne richterliche Prüfung Ermittlungsergebnisse ( so wurde es im konkreten Fall formuliert) und zwar direkt aus den Akten. Die Opposition kommt dadurch in die Situation den politischen Gegner mit den Mitteln des Rechtsstaates im Nachhinein zu bespitzeln und zu belauschen, würde ich persönlich schlussfolgern.
    Die Konklusion des Interviews war für mich persönlich das sich die Staatsanwaltschaft das Recht herausnimmt “ungehöriges“ privates Verhalten auszuforschen und durch Veröffentlichung derselben die moralische Eignung bestimmter Menschen in aller Öffentlichkeit als ungeeignet anzuprangern.

    Im Interview kam für mich persönlich sehr deutlich heraus das nicht das rechtliche Vergehen allein für die Justiz von Bedeutung sein kann, sondern die Lebensweise der Person genau durchleuchtet gehört, um seine Eignung zu rechtfertigen.

    Auf die Frage von Wolf das es Postenschacher auch in der Vergangenheit, noch viel stärker gab antwortet Geyer, dass sei doch abstrus aus dieser Tatsache ein Recht abzuleiten, das es nun auch so gehandhabt werde.

    Nun entbehrt es nicht einer gewissen Ironie das Herr Geyer seit 2009 die Korruptionsstaatsanwaltschaft leitet und nicht abstreitet das er von Missständen immer wusste oder vermutete.

    In der Ära Faymann von 2008 bis 2016 kam es niemals, obwohl im Interview darauf hingewiesen wurde das es nichts neues sei, zu derart konzertierten Ermittlungen gegen die Regierung. Ich weiß zumindest von keiner Handybeschlagnahmung von Angehörigen der Regierung Faymann.
    Nein das dürfe kein Argument sein, meinte er, dass es auch früher vieles gegeben hätte.
    Warum hat man dann früher nicht ebenso beschlagnahmt, und ausgewertet fragt man sich verdutzt nach diesem Interview.

  11. Johannes

    Der Vollständigkeit halber, Walter Geyer ging 2013 in Pension somit ist er nicht in der gesamten Periode Faymann tätig gewesen.

  12. Thomas F.

    Die dringendste Konsequenz aus dem Fall Schmidlwuz sollte ein lauter Ruf nach Privatisierung sein. Dann bräuchten wir uns keine Gedanken darüber zu machen, welche widerlichen Figuren im Management irgendwelcher Unternehmen sitzen.
    Aber genau deshalb wollen auch Kurz und Konsorten, die angeblich ‘rechts der Mitte’ im politischen Spektrum positioniert sind, davon nichts hören. Damit sie weiterhin ihre Handlanger, wenn sie ihnen ‘etwas schuldig sind’, an den Fressnäpfen des Volksvermögens unterbringen können.
    Ausserdem hätten die Korruptionsstaatsanwände mehr Zeit sich mit dringenderen Korruptionsfällen, wie zum Beispiel Bestechung von Medien zu beschäftigen, wenn sie sich nicht durch die Textnachrichten-Korrespondenz der Verwalter von Staatsbetrieben quälen müssten.

  13. Johannes

    @ Thomas F. Sie glauben ernstlich die Mediengeschichten seien wegen Überlastung nicht verfolgt worden?

  14. sokrates9

    Thomas F@ Jetzt startet ja mit großem Trara ein Antikorruptionsvolksbegehren. Die Medienförderung die ja den größten Schaden anrichtet, wird da sehr steiefmütterlich behandelt..

  15. Klaus Kastner

    Als Trainee bei einer internationalen Großbank Anfang der 1970er Jahre wurde uns der “Journalisten-Test” beigebracht. “Stellt Euch vor”, sagte der Ausbildner, “dass Euch den ganzen Tag ein Journalist unsichtbar begleitet. Er kann alles sehen und hören, was Ihr macht und was Ihr sagt. Euer Ziel soll nicht sein, dass er Euch am Ende des Tages applaudiert, aber Euer Ziel muß sein, dass er am nächsten Tag keine negative Schlagzeile über Euch und Eure Bank schreiben kann!”

    In dieser Phase hatte ich einmal eine schriftliche Auseinandersetzung mit einem Kollegen (damals noch per Telex!). Ich schrieb ihm laut und deutlich, dass ich ihn für ‘stupid’ hielt. Mein Chef holte mich in sein Büro und sagte: “It’s not that we don’t tell people that they are stupid when they are stupid, it’s only that we say that in a different way!”

    Als junger Firmenkundenbetreuer schrieb ich in einem Besuchsbericht, dass ich meinen Gesprächspartner, den Finanzchef der Firma, nicht für kompetent hielt. Eine erfahrene Kollegin, die meinen Bericht sah, zeigte sich sehr überrascht und kritisch über die Deutlichkeit meiner Äußerung. Ich fragte sie, wie sie denn den Mann beschrieben hätte. Ihre Antwort: “Ich hätte gesagt, dass der Mann zwar Finanzchef ist, aber seine Stärken eher im Bereich des Zahlungsverkehrs liegen.” Für mich war das heuchlerische Wortklauberei und ich fragte sie nach dem Sinn der Sache. Ihre Antwort: “Man weiß nie, ob solche Akte nicht einmal vor Gericht landen und in diesem Fall wäre es sehr peinlich für mich und die Bank, wenn ich nicht korrekt formuliert hätte.”

    Es sind solche Erfahrungen bzw. Lektionen, die einen sein ganzes Berufsleben lang begleiten und sein Verhalten prägen können. Hätte ich beispielsweise von einem Kollegen schriftliche Nachrichten im Stil von Thomas Schmid erhalten, hätte ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass mir das nicht recht ist. Ich hätte ihn darauf aufmerksam gemacht, dass solche Schrifterl auch Gifterl werden können und zwar für beide Seiten.

    Wenn man aber umgekehrt vom Verhalten und Kommunikationsstil eines Thomas Schmid geprägt ist, wird man anders reagieren. Dann kann es natürlich passieren, dass einmal irgendjemand ‘weiter oben’ mein Verhalten als pubertär wahrnimmt und in Frage stellt, ob ich mit pubertärem Verhalten für eine Führungsposition geeignet bin.

  16. LePenseur

    Cher Monsieur Ortner,

    vieles, ja das meiste in ihrem Artikel kann wohl nur von allen anständigen Menschen unterschrieben werden!

    Nur: käme Ihren Argumenten nicht ein Quentchen mehr Glaubwürdigkeit zu, wenn Sie bspw. die “… die Art und Weise, wie eine Reihe von Politikern und Medien den Mann bis zu seinem Abgang gehetzt haben”, als “widerwärtig, unverhältnismäßig und abstoßend” auch im Fall des medialen und politischen Umgangs mit Herrn Strache oder Herrn Sellner kritisiert hätten?

    P.S.: Ausnahmsweise notwendiger Disclaimer: Ich bin mit Strache oder Sellner weder befreundet noch auch nur bekannt; wir sind einander, soweit ich mich entsinne, auch nie begegnet.

  17. Erwin Tripes

    Interessante Kommentare.
    Aber wo sind wir angelangt, dass man sich bereits in Disclaimern outen muss, mit angeblichen Rechten oder Betroffenen nicht verwandt oder ihnen gar begegnet zu sein?

  18. LePenseur

    Cher Monsieur Tripes,

    da ich auf dem LePenseur-blog regelmäßig von irgendwelchen System-Trollen und Mietmäulern als “Kreml-Marionette”, “Rechtsextremer”, “Nazi” etc. angerotzt werde, bin ich Kummer gewöhnt … doch wollte ich hier — mit einer Portion Ironie die einleitenden Worte unseres Blogwarts mutatis mutandis zitierend — exakt jenes Gefühl von “Na, weit haben wir’s gebracht, wenn man sich schon per Disclaimer rechtfertigen muß, etwas zu schreiben” evozieren, das Sie in Ihrem Posting völlig zutreffend thematisieren! Danke dafür — so merken’s hoffentlich bald mehr!

    Cordialement

    LePenseur

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