Gerechtigkeitsmythen

(JOSEF STARGL) Die Hüter eines strukturkonservativen und sonderinteressensorientierten zwangsumverteilungsgerechten Sozialstaates und eines Umverteilungsföderalismus ohne klare Trennung von Kompetenzen erzählen nach wie vor korporatistisch-sozialistische und konsensföderale Gerechtigkeitsmythen.
Funktionäre der sozialpartnerschaftlichen Verbände und selbsternannte wettbewerbsföderale Analphabeten unter den Regionalpolitikern wollen weiterhin (weitgehend) verantwortungslos ein Klientelsystem und einen (intransparenten sowie ineffizienten) zwangssolidarischen partialinteressensorientierten Paternalismus pflegen.
Die Bürger werden mit einer bevormundenden und fürsorglichen (Dauer-) Alimentation in Abhängigkeit von Sonderinteressensvertretungen und von Verwaltungseinheiten gehalten, die sich des Staates (der bundeserhobenen Steuern sowie der Staatsschulden) als Instrument zur Durchsetzung ihrer speziellen Interessen ohne Ausgabenverantwortung bedienen.
Liberale und reformkonservative Denker wollen angesichts der Finanzierungs- und Finanzausgleichsprobleme des „Sozialstaates mit offenen Grenzen“ den Regionalpolitikern mehr Wettbewerbsföderalismus und den Bürgern dieses Landes mehr Freiheit, mehr Eigenverantwortung und mehr Eigenleistungen zumuten.
In ihrem ordnungspolitischen Konzept werden sowohl der praktizierte „Antiwettbewerbsföderalismus ohne Steuerhoheit und ohne Ausgabenverantwortung“ als auch die Entkoppelung von Leistung und Gegenleistung im mit Anspruchsdenken und mit Vollkaskomentalität verbundenen zwangsumverteilungsgerechten Sozialstaat als Irrwege betrachtet.
Es gibt weder eine regionale noch eine individuelle Freiheit ohne Verantwortung. Freiheit ohne Risiko und ohne Lernprozesse durch Scheitern ist eine Illusion.
In einem subsidiär organisierten Sozialstaat ist ein Wettbewerb um bessere Lösungen zwischen den Bundesländern und zwischen den Gemeinden üblich. Es ist möglich, dass Hilfe zur Selbsthilfe, Hilfe auf Zeit, Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und vor allem verantwortungsbewusste ergebnisorientierte Eigenleistungen der Bürger – auch als Voraussetzung für eine freiwillige Solidarität (in der Bürgergesellschaft) – im Mittelpunkt stehen!
Wohlstand ist keine Folge der Umverteilung in einem zwangssolidarischen Sozialstaat, der nur mehr durch eine antimarktwirtschaftliche Geldpolitik, durch eine Enteignung und durch Staatsschulden finanziert werden kann.
In einem „System mit allgemeinen Regeln gerechten Verhaltens“ wird der Wohlstand durch Sparen, durch Kapitalbildung und durch eine Steigerung der Produktivität bewirkt.
Die Zwangsumverteilungsgerechtigkeit ist ein Instrument für Angriffe auf das Privateigentum (Einschränkung von Vertragsfreiheit und Eigentumsschutz!) und auf die Vermögensbildung geworden. Wir brauchen wieder mehr Eigenverantwortung, mehr Eigenleistungen und mehr Leistungsgerechtigkeit.
Es ist Zeit, die Kapitalaufzehrungspolitik zu beenden, Stoppen wir im Interesse der Freiheit der Bürger die Aushöhlung der rechtsstaatlichen Marktwirtschaft.

3 comments

  1. Gerhi09

    Was ist der Förderwahnsinn der EU, die tonnenweise sinnlose Projekte mit zwangsenteigneten Steuergeldern finanziert, anderes als Planwirtschaft. Mir graut bei Beträgen jenseits der 100 Milliarden / Jahr, die duch EU-Bürokraten, die nicht einen Tag in der Privatwirtschaft gearbeitet haben, vergeben werden.

  2. Selbstdenker

    @Josef Stargl:
    Wenn die Sozis von “Gerechtigkeit” sprechen, meinen sie Ergebnisgleichheit.

    Das gesamte soziale Leben und damit auch jede Markttransaktion baut auf individuelle Wechselseitigkeiten, die über individuelle Wertigkeiten kommuniziert werden, auf.

    Eine Gleichsetzung im Ergebnis (typischerweise abgezielt auf Geld und Status) baut hingegen auf einer Gleichsetzung von Wertigkeiten auf:

    > Derjenige, der spart bekommt das gleiche Ergebnis wie derjenige der alles konsumiert
    > Derjenige, der arbeitet, bekommt das gleiche Ergebnis, wie derjenige der nichts tut
    > Derjenige, der Verantwortung trägt, bekommt das gleiche Ergebnis wie der Verantwortungslose
    > Derjenige, der sich an allgemeingültige Regeln hält, wird gleich behandelt, wie derjenige, der dies nicht tut

    Ergebnisgleichheit ist das absolute Gegenteil von Gerechtigkeit, da individuell unterschiedliche Leistungen mit dem gleichen Resultat “belohnt” werden.

    Ein System, das auf Ergebnisgleichheit aufbaut, pervertiert alle Facetten des menschlichen Zusammenlebens und frisst Kapital (=alle was zukünftige Erträge ermöglicht) auf. Es funktioniert nicht einmal in Bezug auf die selbst proklamierten Zielsetzungen, da es per Design auf ein Klassensytem hinausläuft: die Umverteilungsverwalter einerseits und die Allgemeinheit, die wie ein Rasen niedrig gestutzt wird, damit ja kein Grashalm länger wachsen kann als ein anderer, anderseits.

    So ein System baut auf Zwang und Intransparenz auf: über staatlichen Zwang agiert das System wie ein Staubsauger, der die Früchte individueller Leistungen abgesaugt. Als Gegenleistung gibt es dafür Brotkrümel für alle. Ein nicht unerheblicher Teil zwackt sich aber das System ab; hier funktioniert der Staat wie eine Nebelmaschine, um maximale Intransparenz sicherzustellen.

  3. sokrates9

    Gerhi09 Glaube auch dass eine der größten Kapitalvernichter die EU ist!(Ein Staat allein kann gar nicht so dumm sein..:-) Wäre Interessant mal zu hinterfragen wie viel Milliarden da tatsächlich vernichtet werden, Autobahnen ohne Verkehr, Flughäfen ohne Flüge aber auch diverse Milliarden die Airbus und ähnliche nicht marktwirtschaftlich einsetzen!

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