“Gewinner Nummer 1 ist Sebastian Kurz”

Der einflußreiche deutsche Publizist Gabor Steingart kommt zu einem eindeutigen Befund: “Der große EU-Gipfel brachte drei Gewinner und einen Verliererhervor. Sprechen wir zunächst von den Gewinnern: Gewinner Nummer 1 ist der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Mit seiner wohltemperierten Art, die Festigkeit in der Sache mit Verbindlichkeit im Ton kombiniert, gelang es ihm, ein Bündnis der Vernunft zu schmieden. Fünf Volkswirtschaften – die zusammen über ein Bruttosozialprodukt von dreimal Nordrhein-Westfalen – vereinte er zu einem kraftvollen politischen Block.  mehr hier

22 comments

  1. sokrates9

    Es ist klar dass Kurz gegen diese EU – Abzockermafia keine Chance hatte, noch dazu mit den linken Europamedien als Gegner.Fazit: Wir dürfen mehr bezahlen, schenken den Club Med Milliarden.Dass die Goldreserven in den Staaten wesentlich höher als unsere sind und der durchschnittliche Österreicher weniger Ersparnisse als Italiener oder Franzose hat, ist auch kein Thema. Ob jetzt Europa welches ja laut EU bis 2020 der führende Kontinent in Forschung / Entwicklung / Innovation wird wenn wir italienische Mafia Geld schenken
    (- Brücken in Sizilien müssen saniert werden, da lokale Bauunternehmer vergessen haben genügend Stahl zu verwenden) muss bezweifelt werden.

  2. Herbert Manninger

    EU-Vertragsregeln brechen – wurscht. Aber auf Orban und Co. hintreten, mit diffusen, unbewiesenen Anschuldigungen, um von den eigenen, belegbaren Rechtsbrüchen abzulenken.
    Ich habe den verlogenen Sauhaufen, seit dem Oasch/Krisper-Sager ist so ein kräftiger Ausdruck wohl erlaubt, EU sowas von satt.

  3. TomM0880

    Es scheint so, als wäre die aktuelle Generation der westlichen Welt, die erste, die möchte, dass es ihrer Folgegeneration schlechter geht als ihr selbst.

    Nicht anders kann ich mir die aktuelle Situation unter den herrschenden Vorzeichen erklären:
    – Klima-Hysterie
    – Corona-Hysterie
    – Antikapitalistisch
    – Leben auf Pump
    – Staatshörig
    – Unfähig zum Diskurs
    – Fühlen statt denken
    – Entmännlicht

  4. Rado

    Bitte was ist ein “einflußreicher deutsche Publizist”?
    Bin hier mit Verlaub auch etwas anderer Ansicht. Wir befinden uns hier in der EU in einem St. Germain-Vertrag, nur ohne einen Krieg verloren zu haben. Schuldknechtschaft ad infinitum!
    Mit welchen Recht verschenkt Sebastian Kurz österreichisches Steuergeld und Volksvermögen? Die Jubelrufe klingen beinahe so, als ob man für 100 Euro eine Wurstsemmel kauft und sich überschwenglich freut, wenn man einen Euro Rabatt herausverhandelt.
    Jetzt muss mir nur noch jemand erklären, was ich davon habe, wenn man in Italien mit Mitte 50 in Pension geht und ein erheblich höheres Haushaltsvermögen hat, als in Österreich. Und nein, das ist kein Neid!

  5. Rado

    PS: Das bombastische Geschwurbel des “einflußreichen deutsche Publizisten” erregt bei mir leicht Übelkeit.

  6. Falke

    Zuerst glaubte ich, dass es sich um eine Satire handelt. Fakt ist wohl: Kurz ist als Tiger nach Brüssel gefahren und als Bettvorleger zurückgekommen. “Erreicht” hat er in Summe einen um etwa 5 Mrd. höheren EU-Beitrag Österreichs als bisher in den nächsten 5 Jahren sowie eine Haftung Österreichs von über 10 Mrd. für das Geld, das in das Fass ohne Boden Italien/Spanien/Frankreich/Portugal geworfen wird. Da kommen einem sofort Zweifel, ob er überhaupt auch nur die Matura erfolgreich absolviert hat. Dafür hat er dann – sozusagen als Selbstbelohnung für seine Leistung – gleich eine völlig sinnlose Maskenpflicht dekretiert, nämlich genau dort, wo es noch nie einen Corona-Ausbruch gegeben hat (vorausgesetzt, man gehört überhaupt zu jener Minderheit, die immer noch glaubt, so ein Gesichtsfetzen schützt irgendwen vor irgendetwas – die AGES gehört definitiv nicht dazu).

  7. Tom Jericho

    Ich hoffe inständig, daß der Artikel nicht ernst gemeint ist und hoffe ebenso (wenngleich wider besseres Wissen), daß diese unglaubliche Abzocke der “Südländer” dazu führt, daß die Pro-EU-Parteien vom steuerzahlenden Wähler so abgestraft werden, daß sie keine Mehrheit mehr zustandebringen.

  8. GeBa

    Schade dass man die Beiträge hier nicht wie in den Medien bewerten kann, der 👍 für die Kommentare käme oft zum Einsatz. Ich kriege als Kommentatorin in den Tagesblättern oft ein 👎, das ist bei dem IQ der Mitkommentatoren in Kurier und Krone auch als Anerkennung zu sehen 😎. Erstaunlich dass sich aber auch bei der WZ so merkwürdige Figuren äußern…

  9. sokrates9

    TOm 0800@ Auch den heutigen Jungen geht es schon schlechter als uns, geboren in den 50ern. Das ohne Naturkatastrophen und Kriege! Für mich ist es die segensreiche EU, die Klimahysterie, das Ausschalten vom europäischem Rechtssystem ( nullam poene sine lege) – umstellung auf das caselaw mit entsprechender Willkür, Aufhebung der Gewaltentrennung und Medien die manipulieren wie nie zuvor. Mit der Genderphilosophie wurden auch viele Frauen nach oben gespült die Verstand mit Emotionen ersetzen.

  10. TomM0880

    @Sokrates9
    Selbst wenn es so ist, dass es den jungen heute schlechter geht (noch empfinde ich es nicht), so ist das aber von der Vorgängergeneration nicht absichtlich gewollt gewesen. Heute schreien die Menschen (auch junge) förmlich danach, dass es schlechter werden soll. Wie kann man es sich sonst erklären, dass so viele junge Menschen den Sozialismus der freien Marktwirtschaft (welche nur Frieden und Wohlstand gebracht hat) vorziehen.

    Leider können die Amerikaner jemanden mit meiner Ausbildung kaum gebrauchen, sonst wäre ich schon lange weg.

  11. Rado

    Nur so als bildhafter Eindruck:
    Deutschland hat in Brüssel gerade saldiert mehr als ein Drittel seines 2020er Bundeshaushaltes verschenkt!
    nämlich ca. 133 Milliarden Euro! Der dt. 2020 Bundeshaushalt ausgabenseitig beträgt 362 Mrd. Euro.
    Habe die Zahlen für Österreich noch nicht entdecken können, aber ich befürchte ebenfalls Schlimmes.

  12. CE___

    Habe nur verständnisloses Kopfschütteln für diesen Artikel übrig.

    Wenn sich Leute als “Sieger” fühlen nur weil sie weniger finanziell abgestiert wurden als wie geplant war, dann ist wirklich Hopfen und Malz verloren bei so viel Dummheit.

    Unsere Messlatten für Erfolg sind wirklich so tief wie Lambada-Stangen. Da gehen auch nur mehr Zwerge unten durch.

    Ein “Sieg” von Kurz wäre gewesen hätte er für die Republik Ö und die Bürger eine zu verteilende, bitter nötige, Cash-Beute von 40 Mrd Euro heimgeschleppt so wie im Artikel ein Macron für Frankreich erreicht hat.

    DAS wäre ein Coup und Erfolg gewesen.

    Und ein weiteres Denkmal am Heldenplatz bei einem Jackpot einer Eroberung aller 336 Mrd. Euro. für Österreich.

    Besser der Euro-Schotter im Tascherl der Österreicher als in den Fässern ohne Boden der PIGS+F.

  13. sokrates9

    Tom0800@ Ich habe in den 80er Jahren zu arbeiten begonnen, Sonntag 200% Überstundenzuschlag – steuerfrei, 8-10% Zinsen, Überstunden bis zum abwinken – sie haben nur 40 Überstunden -freut Sie das arbeiten nicht? – halbe Steuerbelastung, kein Zeitausgleich,da konnte man sich mit 28 Porsche leisten! Wenn ich jetzt an meine Söhne denke – das können sie in Europa nicht mehr erreichen! Vom Neidfaktor möchte ich gar nicht reden-..

  14. astuga

    @Falke
    Es gibt eben die publizierte Realität und die tatsächliche Realität.
    Und die publizierte dient sehr oft dazu die andere zu beschönigen und besser zu verkaufen.

    So kann man gleichzeitig einen für uns teuren Kniefall in Brüssel machen, und sich daheim dennoch als standhaft feiern lassen.

  15. Falke

    @astuga
    Beunruhigend für mich ist vor allem, dass ihm das offenbar von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgekauft wird.

  16. Kluftinger

    Sie haben alle so recht! Jedes Argument verdient eine Begründung und eine Rechtfertigung.
    Aber:
    Wäre der Kompromiss dieser Art nicht gelungene wäre die EU zerbrochen .
    Jetzt kann man darüber spekulieren ob das gut oder schlecht wäre.
    Ein Zerbrechen hätte sicher notgedrungen zu einer neuen Lösung geführt.
    Wer hätte sich vor gefürchtet?

  17. Johannes

    Ich kann mir nicht helfen aber ich denke die jetzigen Zahlen über welche von Conti bis Macron, die Kommisionspräsidentin und Charles Michel, alle grinsen wie Hutschpferde, waren nach meiner Meinung jene Zahlen welche man erreichen wollte. Um diese Zahlen zu erreichen musste man höhere Beträge fordern.

    Die ganzen Verhandlungen waren von den sparsamen Fünf auf alle Fälle ernsthaft geführt, und hätten sie nicht so hart gerungen wäre wohl der Corona-Bond -Wahnsinn noch extremer und verheerender ausgefallen.

    Ich denke es wäre naiv zu glauben ein Conte und Macron hätten nicht von Anfang an gewusst das sie nur mit einer überzogenen Summe ihre Wunschsumme erreichen werden. Wäre der eingepreiste Widerstand von Kurz und Co. nicht eingetreten hätten sie eben auch alles genommen.

    Nach meiner Meinung war Kurz eine Figur in diesem Spiel die man wie Don Quijote anrennen ließ.
    Wie gesagt er hat tapfer gekämpft und hätte er es nicht getan wäre der Schaden weit größer gewesen, aber ich denke die Nehmer haben alles erreicht was sie wollten und ihr Grinsen konnten sie über diesen gelungenen Deal nicht verbergen.

  18. aneagle

    was die EU bisher “geschafft” hat:
    * Alleinverdiener können keine Familie mehr ernähren,
    * Beide Partner müssen arbeiten, um leben zu können,
    * Wenig Chancen für die Jungen, sie leben bei den Eltern, wie in der Nachkriegszeit.
    * Eigentumswohnungen sind für die Durchschnittskaufkraft unerschwinglich,
    * Unternehmer werden bestraft, Motivation mit fairer Umverteilung gedämpft,
    * PKWs werden mangels Leistbarkeit spürbar den Verkehr entlasten,
    *Bildungsleistungen und medizinische Versorgung sind deutlich zurückgefahren,
    *Sicherheit für Bürger in Großstädten ist kein Schwerpunkt und kaum durchsetzbar,

    Und über alle diese Erfolge sonnt sich ein österreichischer Kanzler im blassen Glanz einer Einigung, die bis 2027 das Zeug dazu hat, jeden dieser Punkte noch nachhaltig zu verschlimmern.

    Vordringliches Merkmal ist, dass keines der gesellschaftlichen Probleme angepackt wird. Im Mittelpunkt der unnützen Ausgaben prägen golden Kälber wie Klima, Inklusion Gender, undurchführbare Integration und eine dilettantisch – hilflose Außenpolitik, die zerfahrene Agenda eines in die Bedeutungslosigkeit sinkenden Kleinkontinentes.

    Die Qualitäten der europäischen Eliten lassen zu wünschen übrig. So besitzt die wenig phantasiebegabte Ursula vd Leyen einen überdurchschnittlich begrenzten Horizont. Generelle Armut ist eine zwingende Folge der übertriebenen De-Industrialisierung der EU durch eine kurzsichtige Scheuklappen- Politik der EU-Kommission. Bis die paralysierte Bevölkerung merkt, dass z.B. in Österreich mit einem show-begabten Maturanten und einem bemühten Volkschullehrer als Stars einer Regierung, schwer Staat zu machen ist, kann es leicht zu spät sein.

  19. Thomas F.

    Kurz hätte einfach nur ‘nein’ sagen müssen und nach Hause fahren. Ein Veto hätte gereicht.
    Es gibt keinen Grund, warum wir überhaupt einen Cent nach Brüssel zahlen sollten.
    Hat er natürlich nicht gemacht, denn er ist ja geil darauf, irgendwann – möglichst bald – einen EU-Job zu ergattern.

  20. aneagle

    Kurz hat seine Gelegenheit genützt sich als Juncker-Nachfolger zu empfehlen. Vorerst als EU- Kleingruppenchef, Das gilt als legitim für seine Karriere, nicht aber als Erfolg zugunsten Österreichs.. Wie Juncker präsentiert sich Kurz in seiner Rolle als Stimme der kleinen Länder, ist aber letztendlich nur, wie auch Juncker, der verläßliche Mediator zugunsten der Ziele des franco-germanischen Hegemons..Aber wie stolz wird Österreich einst auf den politisch hoch angesehenen EU-Politiker Kurz sein- “what ever it takes”(M.Draghi) ?

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