Gewinnfreibetrag: Wessen Interessen vertritt die Wirtschaftskammer?

Wacht die Wirtschaftskammer langsam auf? Jedenfalls lesen  wir plötzlich auf der WKÖ-Homepage: “Verhandlungen fordert Leitl auch bei der Neuregelung des Gewinnfreibetrages. Hier soll der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag bis 2016 auf Realinvestitionen begrenzt werden. Leitl: „Mir geht es bei diesem Punkt vor allem darum, dass mit einer Neuregelung die grundsätzliche Gleichstellung von Selbständigen und Unselbständigen in Bezug auf ein steuerbegünstigtes 13. Und 14. Einkommen nicht in Frage gestellt wird.“ Man dürfe auch nicht vergessen, dass die Regelung der Begünstigung der nicht entnommenen Gewinne zur Eigenkapitalstärkung der Betriebe in den Gewinnfreibetrag übergeführt wurde. Eine Neuregelung des Gewinnfreibetrags dürfe eine Förderung der Eigenkapitalbildung in einer ohnehin angespannte Wirtschaftslage nicht behindern.” – Und warum hat die ÖVP dem im Regierungsprogramm bitte zugestimmt? Jetzt werden wir uns ganz genau ansehen, wie die aus der WKÖ kommenden Nationalratsabgeordeten abstimmen werden.

5 comments

  1. aneagle

    und wozu bitte wollen wir uns das ganz genau ansehen? Haben wir uns das noch nicht genau genug angesehen? Liegt es an uns und war das diesmal, seit ca.30 Jahren das erste verzeihliche hoppala ? Und weiter: was passiert, mit der Wirtschaftskammer, wenn wir doch genau hinsehen wenn “sie” abstimmen? Werden die armen Abgeordneten es überhaupt wagen frei abzustimmen, wenn “sie” wissen, dass “wir” ganz genau hinsehen?

  2. Thomas Holzer

    “Wessen Interessen vertritt die Wirtschaftskammer?”

    Dies ist ganz einfach zu beantworten: Ihre Eigenen und die ihrer eigenen Mitarbeiter! Und sonst keinerlei Interessen 🙂

  3. Reinhard

    Wie sollen die Abgeordneten denn frei abstimmen? Da greift der verfassungswidrige und demokratiefeindliche Klubzwang und schwupps geht alles einstimmig durch. Wir leben in einer quasifeudalistischen Parteiendiktatur, da kann einzelnen Schranzen aus den Vorfeldorganisationen schon mal der eine oder andere Rülpser auskommen – außer auf deren Karriere hat so etwas keinerlei Auswirkungen.
    Wieder eine Randnotiz in den Tageszeitungen und dann außer Spesen nix gewesen…

  4. Mourawetz

    Pro Jahr zahlt die Bundesfinanzierungsagentur 400.000 bis 500.000 Euro an Ratingagenturen, damit diese die Bonität Österreichs bewerten. Andere Länder haben die Zahlungen eingestellt. Oberndorfer dazu: „Wir schauen uns an, wie der Markt sich entwickelt, und schließen uns dann dem an, was die großen Staaten machen.“

    Wie wärs wenn Österreich sich endlich entschlösse, den anderen Staaten Folge zu leisten, statt an der Steuerschraube zu drehen.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1545441/Osterreich_Jeder-ist-mit-23017-Euro-verschuldet?_vl_backlink=/home/index.do

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