Gibt es ein Menschenrecht auf Frühpension?

“Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der über 45-Jährigen kann sich nicht vorstellen, unter unveränderten Bedingungen bis zum offiziellen Pensionsantrittsalter von 60 (Frauen) bzw. 65 (Männer) Jahren zu arbeiten. Sogar unter den 36-bis 45-Jährigen kann sich das die Hälfte der im Arbeitsklimaindex befragten nicht vorstellen…..” (hier)

4 comments

  1. Fragolin

    Gehört diese AK nicht zu jenem politischen Block, der sonst nicht müde wird zu propagieren, die Menschen würden doch liebend gerne bis zur Regelpension arbeiten und nur die böse neoliberale jugendwahnsinnige Wirtschaft würde sie brutal in die altersarmutsgefährdete Frühpension drängen? Wurde nicht bisher jeder, der darauf hinwies, die meisten Frühpensionisten würden mehr als freudig den Vorruhestand genießen als neoliberaler Speichellecker der brutalen Wirtschaft und Vernaderer der fleißigen und anständigen Arbeiterklasse hingestellt? Ist es doch keine Lüge der klassenfeindlichen Ausbeuterpropaganda sondern Realität, dass ein über 55-jähriger, der noch arbeiten geht, von der Masse seiner sozialschmarot…, äh, ich meine natürlich den wohlverdienten Ruhestand genießenden Altersgenossen im günstigsten Fall mitleidig belächelt wird?

  2. michelle

    den leuten wird ja von allen linken organisationen (ak, ögb und sonstige unnötige organisationen) eingeredet, das einzige ziel des lebens wäre die frühpension. oder die pension an sich, dazwischen liegen ja nur mühsal und leid. und die firmen müssen ohnehin gestraft werden, wenn sie geld verdienen wollen und nicht freiwillig alles rausrücken, was der frühpension zugute kommt. negativsteuererhöhung für alle nichtsteuerzahler, mindestsicherung für den rest, kostet eh alles nichts – fällt wie mannah vom himmel, no problem.
    andererseits: zahlt doch eh alles der hundstorfer ? oder nicht ? der garantiert doch alles. so wie der vranz seinerzeit…

  3. Thomas Holzer

    In Österreich sicherlich bald; es wird ja auch schon ein Urlaubsanspruch für Arbeitslose angedacht;
    und auch die verschiedensten Befruchtungsvarianten, welche das neue Fortpflanzungsmedizingesetz” legal ermöglichen wird, sollen ja alle via Krankenkassen finanziert werden.
    Sprich: 90% der Österreicher denken nur an ihre Rechte und (vermeintlichen) Ansprüche, niemals aber an ihre Pflichten

  4. Herr Karl jun.

    Wie so oft werfen Gewerkschaften und Arbeiterkammern Nebelgranaten und liefern einen Kurzschschluss nach dem anderen, was kümmert es sie, dass so in Europa die Lichter auszugehen drohen. Natürlich gibt es Jobs, die man schwer bis zum 65. Lebensjahr “durchhalten” kann – d’accord; doch die Mehrheit der Tätigkeitsfelder kann (und wird in anderen Ländern) bis ins höhere sechste Lebensjahrzehnt ausgeübt . Es ist unfassbar verlogen, dass Anwälte, Universitätsprofessoren, Ziviltechniker, Notare u.a. länger arbeiten können (und müssen) als ähnlich ausgebildete ÖBB-ler, Kammerangestellte, Landesbedienstete oder Magistratsbeamte in Wien. Aber das wurde eh schon oft genug und völlig wirkungslos gesagt. Die reinassigsten Vertreter dieser moralisch verkommenen Expropriateure mit ihrer beispiellosen intergenerativem Rücksichtslosigkeit sind die Nutzniesser der Hackler-Regelung (im Bunde mit den Politikern, die dies beschlossen und ermöglicht haben). Wenn deren grenzen- und hemmungsloser Utilitarismus je auf die nächsten Generationen übergehen sollte, kann sich unser selbstgerechte Seniorat in einigen Jahrzehnten sehr wahrscheinlich auf eine mehr oder weniger versteckte Euthanasiediskussion einstellen.

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