Gibt es ein Recht, auf anderer Leute Kosten zu leben?

Von | 30. November 2020

(JOSEF STARGL) Staatliche sowie supranationale Institutionen und Bürokratien inszenieren sich gerne als Problemlöser. Immer mehr Staatsausgaben und ein starker Anstieg der Staatsverschuldung sowie eine supranationale Verschuldung sind damit verbunden. Die EZB-Geldpolitik fördert diese Verschuldung. Der geldpolitische Sozialismus belohnt die Schuldner und bewirkt eine Fehlallokation von Ressourcen.

Die Mitglieder der politischen Machtkartelle propagieren ein „Primat der Politik“, betreiben Machtpolitik und sind begeistert von der Expansion der Macht des Staates. Als Zwangsumverteiler von Einkommen und von Vermögen bedienen sie mit ihren „guten Absichten“ permanent Partialinteressen in einer Günstlingswirtschaftsordnung.

Der Glaube an einen Wohlstand durch Zwangsumverteilung nimmt im überdehnten Versorgungsstaat zu. Zahlreiche staatsgläubige Bürger wollen immer mehr auf Kosten anderer und der Zukunft anderer  leben.

Das zunehmende Staatsvertrauen ist mit einer Befürwortung von mehr finanziellen Mitteln für den (von gut organisierten Sonderinteressen instrumentalisierten) Staat, mit mehr Regulierung, mit mehr Planung und mit mehr Interventionen des Staates verbunden.
In einer derartigen Günstlingswettbewerbswirtschaft entwickelt sich der Staat oder auch der Staatenverbund zu einem Selbstbedienungsladen.

Eine „Koste-es-was-es-wolle-Mentalität“ und ein Wettstreit um die Zuteilung von staatlichen Wohltaten im Namen der Zwangsumverteilungsgerechtigkeit treten in den Vordergrund.
Der immer mehr überdehnte Versorgungsstaat mit seinen Fehlanreizen ist trotz hoher Steuern, Sozialabgaben und Schulden nur mehr durch eine permanente Neuverschuldung (mit „Geld aus dem Nichts“) finanzierbar.

Die negativen Auswirkungen der EZB-Geldpolitik werden immer offensichtlicher. Sie dient nicht dem Wohlstand für alle. Das Versagen supranationaler Institutionen und der Bürokratie des Staatenverbundes zeigt sich vor allem auch bei der Migrations- und Asylpolitik der Europäischen Union.

Politikerversagen, Staatsversagen und Verwaltungs- und Bürokratieversagen zeigen sich in diesem Land nicht nur in der Krise, sondern auch bei der Infrastruktur sowie bei öffentlichen Einrichtungen.
Funktionäre und Bürokraten agieren machtorientiert und verzichten immer mehr auf Lernprozesse. Das bewirkt Wohlstandsverluste.

Wohlstand aber ist eine Folge von Wertschöpfung.
Wir brauchen weniger Staat(enverbund), weniger Funktionäre und Bürokraten, aber mehr Entrepreneure und Intrapreneure. Wir sollten mehr Wohlstand erwirtschaften

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