Glauben die Grünen wirklich an die Klimakatastrophe?

(ANDREAS UNTERBERGER) Nehmen wir einmal für die Länge dieses Artikels an, dass die dramatischen Weltuntergangsprophezeiungen der Grünen und ihrer Gefolgsleute annähernd stimmen. Dass also Hunderte Millionen, wenn nicht gar die ganze Menschheit vom Untergang bedroht sind, dass die Meere große Teile der Kontinente überschwemmen werden, dass die Methan- und CO2-Emissionen die Erde in eine Hitzekugel verwandeln werden, dass nur eine radikale, zu scharfen Einschnitten in den Wohlstand führende totale Umkehr uns noch retten kann. All das wird ja von dem bei Medien und Teenagern so starken Netzwerk der Klimapaniker behauptet, vor denen auch die UNO, die neue EU-Präsidentin und der jetzige Papst ihren populistischen Kotau machen. Was wäre da jetzt das Allerdringlichste, um das noch zu verhindern, bevor wir uns alle nur noch in weiße Leintücher hüllen und Richtung Friedhof wanken können?

Wenn die Prophezeiungen stimmen sollten, dann sind logischerweise all die unzähligen Nadelstiche lächerlich unzureichend, mit denen EU und Regierungen unter Einfluss der grünen Ideologie die Menschen zu quälen begonnen haben – vom Verbot der klassischen Glühbirnen über das Verbot funktionsstarker Staubsauger über die nun in Deutschland auf Verlangen der Grünen beschlossene drastische alljährliche Verteuerung von Benzin, Diesel und Gas bis zur Demolierung der auch für österreichische Arbeitsplätze so wichtigen deutschen Autoindustrie. Und man kann übrigens auch sicher sein, dass Österreichs bevorstehende Koalition schon an einer ähnlich langen Liste staatlicher Foltermaßnahmen arbeitet. Es sei denn, die ÖVP kommt im letzten Augenblick noch zur Vernunft.

An Stelle dieser weitgehend wirkungslosen Pseudomaßnahmen wären in erster Linie vier ganz andere, viel dramatischere Dinge notwendig, die wirklich gegen die angebliche Weltkatastrophe helfen würden, die die grüne Oberheilige Greta ja sogar schon für das Jahr 2030 verkündet:

  1. ein globales Verbot der gesamten Rinderzucht;
  2. ein Verbot des Internets;
  3. ein absolutes Verbot von Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen;
  4. und der Neubau zahlloser Atomkraftwerke, die nicht nur alle Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen, sondern auch den gesamten sonstigen Energiebedarf decken, der derzeit noch durch CO2-emittierende Energieträger bestritten wird.

Nur mit diesen Maßnahmen wäre wirklich Effekt zu erzielen. Alles andere, was da von Politikern beschwichtigend vorgeschlagen wird, – wie etwa die Forcierung der Forschung über Wasserstoff als Energieträger – ist viel zu vage und ungewiss, und würde jedenfalls viel zu spät kommen, um die Menschheit noch zu retten, bevor das Ende der Welt kommt.

Warum aber reden die Grünen zwar ständig vom bald bevorstehenden “Klimatod”, nie jedoch von diesen vier Maßnahmen? Das hat sehr aufschlussreiche Gründe.

Die Rinderzucht

Bei der Rinderzucht ist es noch am ehesten denkbar, dass die Grünen demnächst tatsächlich ihr Verbot verlangen. Sind sie doch ohnedies die Partei der Vegetarier und Veganisten. Und für die gutverdienenden grünen Bobos (etwa die besonders dummen, aber zugleich besonders lautstarken Subventionskünstler) wird es ja ohnedies noch ein paar Jahre teure Steaks geben, also brauchen sich die Grünen vorerst noch wenig Sorgen zu machen, dass sie allzuschnell die Unterstützung der Schickeria der Reichen und Schönen verlieren. Die amerikanischen Prohibitionsjahre haben im Übrigen auch gezeigt, dass es für Gutverdienende immer geheime Wege geben wird, um an Verbotenes heranzukommen.

Dass zugleich ein großes Bauernsterben einsetzen wird, wenn die – vor allem für Österreichs Bergbauern wichtige – Veredelung von grünen Wiesen zu hochwertigem Fleisch nicht mehr erlaubt sein wird, braucht ja nicht Sorge der Grünen zu sein. Das sollte hingegen Parteien wie ÖVP oder CDU bekümmern. Die aber sind in letzter Zeit geistig zu Wasserträgern der Grünen degeneriert.

Das Internet

Allein Google verbraucht so viel Strom wie San Francisco. Die Milliarden weltweit benutzter Handys, die weltweit rund um die Uhr laufenden und unbedingt der ständigen Kühlung bedürfenden Server, die globalen Leitungen, die auf jedem Schreibtisch stehenden Endgeräte: In keinem anderen Bereich wächst der Energiekonsum so steil und wird weiter steil wachsen. Dies wäre daher nur durch ein globales Verbot des gesamten Internets in den Griff zu bekommen.

Man braucht nicht viel Phantasie um zu erklären, warum die Grünen nicht einmal andeuten, dass die von ihnen großspurig verkündete absolute Klimaneutralität auch einen totalitären Zugriff aufs Internet bedeuten müsste. Dann könnten sie am Ende keine Straßenblockaden mehr organisieren, oder atemlos informieren, dass Greta Thunberg gerade am Boden eines Zuges sitzen muss (auch wenn sie in Wahrheit längst in der ersten Klasse reist …).

Das Fliegen

Das skurrile Verhalten von Greta Thunberg, die nur mit nicht gerade billigen Segelbooten den Atlantik überqueren wollte, weil Fliegen oder Kreuzfahrtschiffe für Klimapaniker ja besonders verpönte Fortbewegungsarten sind, gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was auch im Transport- und Verkehrsbereich auf die Menschheit zurückkommt, nämlich ein Zurück zu Christoph Kolumbus.

Da aber Grünwähler nach allen vorliegenden Daten die Menschen mit dem höchsten persönlichen Einkommen sind, wollen die grünen Politiker sie auch bezüglich des Fliegens nicht verschrecken und reden nicht davon. Tatsache ist, dass global noch nie so viele Menschen geflogen sind wie 2019. Und wer meint, dass man Fliegen und Kreuzfahrten ja nicht gleich ganz verbieten muss, sondern nur zu reduzieren braucht, der begreift schon wieder nicht, was die grüne Forderung einer Klimaneutralität wirklich bedeutet. Und der will überdies wieder zurück in jene Zeiten, wo sich nur gut Betuchte ein Flugzeug-Ticket leisten konnten, oder zu einer Regelung, bei der man ein Flugzeug nur noch mit einem Genehmigungsschein in der Hand betreten darf. Das wäre freilich so manchem Grünen durchaus nicht unangenehm. Denn für die Nomenklatura und Greenpeace-Funktionäre wird es ja wohl immer solche Bezugsscheine geben.

Die Atomkraftwerke

Am wirksamsten wäre jedoch der massenhafte Neubau von Atomkraftwerken als Ersatz aller bisherigen Kohle- und Gaskraftwerke sowie zur totalen Substitution von Kohle, Heizöl, Benzin und Diesel als Energiequelle etwa für Autos, Heizung oder Maschinen. Atomkraftwerke haben nicht nur eine exzellente CO2-Bilanz, sie bedeuten auch lokal eine viel geringere Umweltverschmutzung (die aufsteigenden Wolken, die viele Fernsehmanipulatoren als Beweis für die Verschmutzung durch AKW zeigen, sind reiner Wasserdampf wie Nebel). Von Frankreich bis China sind dementsprechend auch Hunderte AKW neu in Bau.

Nur in Deutschland und Österreich nicht. Dort sind sie überhaupt schon verboten oder müssen in wenigen Jahren zugesperrt werden. Diese beiden Länder sind aber nicht ganz zufällig jene Länder, wo die Grünen politisch am erfolgreichsten sind. Denn sie sind dort direkt aus der Antiatombewegung der 80er Jahre hervorgegangen. Deshalb sind sie dort militante Gegner der – sogar schon von Greta Thunberg gemachten – Erkenntnis, dass Atomkraftwerke absolut zwingend sind, wenn man den Klimatod der Erde verhindern will. Zugleich sind Deutschland, Österreich und Luxemburg auch die einzigen Länder, die in der EU gegen Atomkraftwerke kämpfen.

Das ist einer der verlogensten Aspekte der europäischen Politik überhaupt. Denn alle drei Länder importieren jetzt schon jede Menge Atomstrom aus der Nachbarschaft (vor allem aus Frankreich, Belgien und Tschechien).

Das ist nun freilich auch ein fatales Dilemma für die Grünen. Während es bei den anderen Punkten (Verbot von Rindfleisch, Fliegen und Internet) “nur” um Dinge geht, die die Wählerschaft der Grünen in den Promillebereich zu reduzieren droht, gehört der Antiatom-Fanatismus der österreichischen und deutschen Grünen überhaupt zum innersten genetischen Kern ihrer Identität.

Dabei ist der Vergleich völlig eindeutig: Bei der Klimapanik geht es um das angebliche Ende der Menschheit rund um den Erdball, bei Atomkraftwerken hingegen maximal um durchaus überschaubare, lokal eingegrenzte Gefahren, wie auch die bisherige AKW-Entwicklung zeigt. Ist doch die Zahl der bei sämtlichen AKW-Unfällen rund um den Erdball ums Leben gekommenen Menschen deutlich geringer als die Zahl der Verkehrstoten eines einzigen Jahres.

Daher müsste jeder Vergleich alle Klimapaniker eigentlich zum Schluss führen, dass der Bau von AKWs als weit geringeres Risiko vorzuziehen ist. Dazu kommt, dass Technik und Physik in Sachen AKW-Sicherheit in den letzten Jahrzehnten dramatische Fortschritte gemacht haben, dass die einst groß betonten Endlager-Probleme durch Recycling weitgehend reduziert sind, dass die im Entwicklungsstadium befindlichen Fusionsreaktoren nicht einmal mehr theoretisch explodieren können und keine Abfallprodukte hinterlassen.

Eine dritte Alternative gibt es aber nicht, zumindest nicht für die nächsten Jahrzehnte. Der ständig propagierte Bau von Windmühlen und Solaranlagen verursacht hingegen selbst wieder ganz neue Umweltschäden (vom massenhaften Vogelsterben bis zu schwerer Lärmbelästigung für die Nachbarschaft). Windmühlen und Solaranlagen produzieren Strom außerdem völlig witterungsabhängig. Sie fallen bei wochenlanger Windstille im herbstlichen Nebel total aus. Was zu einem großräumigen Blackout führen wird, samt katastrophalen Folgen mit vielen Toten, Verletzten, Verbrechen und Unternehmenspleiten.

Die bei Grünen zu spürende Gleichgültigkeit gegenüber einem solchen großflächigen Blackout ist daher widerlicher Zynismus. Denn dabei würde die Zahl der Todesopfer unter einer ins Mittelalter zurückgestoßenen Gesellschaft bei weitem jede potenzielle Folge eines Atomunfalls übersteigen (der ja immer nur auf wenige Quadratkilometer reduziert bleibt, wie Tschernobyl gezeigt hat).

Eigentlich müssten halbwegs intelligente Grüne all das natürlich längst wissen. Warum denken sie dennoch nicht daran, öffentlich diese vier Strategien zur Verhinderung des angeblich drohenden Klimatodes zu unterstützen? Die Antwort ist ganz eindeutig:

  1. weil sie ja selbst nicht an die eigenen Weltuntergangsprophezeiungen glauben, diese aber dennoch weiter intensiv verbreiten, da sie damit in einigen Ländern die größten Wahlerfolge ihrer Geschichte erzielt haben;
  2. weil sich Weltuntergangsstories sensationslüsternen Medien so leicht verkaufen lassen;
  3. weil die Menschen immer etwas brauchen, vor dem sie sich kollektiv fürchten können;
  4. weil die Grünen einen linksradikalen Kern haben, der seit langem die Zerstörung der gesamten modernen westlichen Zivilisation als eigentliches Ziel hat, das man – das ist das einzig Neue bei ihnen – mit Klimapanik viel besser erreichen kann als mit der nach den osteuropäischen Erfahrungen kaum mehr möglichen Einführung des Kommunismus;
  5. weil sie mit Hilfe der UNO und vieler Regierungen erfolgreich jene vielen Naturwissenschaftler gezielt von Unis und Subventionen ferngehalten haben, die die zentrale These der Klimapanik widerlegen. Diese These sieht ja in menschlichen Aktivitäten die Ursache der (zweifellos stattfindenden, aber mit bloß einem Grad plus seit Beginn der Industrialisierung viel gemäßigter als von den Grünen behauptet ablaufenden) Erwärmung;
  6. weil die Menschheit vergessen hat, dass es schon viel wärmere Zeiten gegeben hat (in denen die Pasterze Weideland gewesen ist; und in denen eine große Insel einst “Grünland” getauft worden ist, die heute noch “Grönland” heißt und späteiszeitlich von Gletschern überzogen ist);
  7. weil es in den westlichen Gesellschaften geradezu zum Meinungsverbrechen gemacht worden ist, das seit vielen Millionen Jahren ganz ohne den Menschen stattfindende und durch astronomische Ursachen ausgelöste natürliche Auf und Ab von Warm- und Kaltzeiten (Eiszeiten und Zwischeneiszeiten) auch nur zu erwähnen, oder die Tatsache, dass das CO2 in der Atmosphäre immer erst als Folge einer Erwärmungsphase zugenommen hat;
  8. weil die Menschheit vergessen hat, dass Eiszeiten dadurch definiert sind, dass beide Pole mit Eiskappen bedeckt sind (so wie derzeit);
  9. weil die Menschheit als Folge der grünen Gehirnwäsche vergessen hat, dass Warmzeiten immer weit bessere Zeiten für Mensch, Natur und Vielfalt gewesen sind als Kalt- oder Eiszeiten.

Zu all dem kommt, dass außerhalb EU-Europas die Klimapaniker überhaupt keine Chance haben, sich durchzusetzen. Das aber macht jede noch so selbstzerstörerische Klimamaßnahme der EU wirkungslos, sind die EU-Länder doch nur für ein Zehntel der CO2-Emissionen verantwortlich, bleibt also die Zerstörung des europäischen Wohlstands völlig wirkungslos, selbst wenn die Klima-Behauptungen der Grünen stimmen sollten. (ANDREAS UNTERBERGER)

17 comments

  1. Susanne Fetz

    Danke für Ihre Ausführungen und der Bestätigung des Gefühls, ich bin nicht alleine mit meiner Meinung, weit weg des Mainstreams und das gilt nicht nur für diesen Artikel. Alles Gute für Sie !

  2. Ewald Eigl

    Kurz eine Relation zur leichteren Vorstellung: Würde man die Weltmeere auf die Größe des Bodensees schrumpfen, entspräche die gesamte kommerzielle Schifffahrt drei(!) dauerfurzenden Mäusen. Das soll ein Problem sein?
    Und wenn man sich schon von Rindern trennen will, sollte man dann nicht auch alle pflanzenfressenden Gnu-, Zebra- und sonstige Herden mitentsorgen?
    Allen Mitlesern ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr!

  3. Lukas Stipkovich

    brilliante Analyse der Klima Weltuntergangsphobie. Vor allem der Punkt 4 ist für mich wesentlich, das eigentliche Ziel der radikalen Linken der Zerstörung der westlichen Marktwirtschaft, wie das neue Buch von Frau Rackete deutlich belegt. Bezüglich Energie stimme ich Ihnen zum Thema Atom voll zu, aber auch Solar ist eine zusätzliche Alternative bei technischem Fortschritt von Speicherungsmöglichkeiten (Solar produziert übrigens auch bei Nebel Strom, wenngleich deutlich weniger).

  4. sokrates9

    NIcht beachtet wurde das Urlaubsverhalten der Europaer! Ist fuer ca 50% der transportemissionen verantwortlich! Millionen fahren mit eigenen Pkw ahs Mittelmeer, Weltweiter Urlaub von hunderttausenden!
    Es waere doch sicher notwendig den alljaehrlichrn hunderte Kilometer langen Pkw Urlaubsstau auf die Bahn zu verlagern!Wozu muessen die Menschen ueberhaupt auf Urlaub fahren? Problemwird sich aber mittelfristig erledigen wenn die EU ihre Klimaziele erreichen will wird es Millionen Arbeitslose geben, die sich keinen Urlaub mehr leisten koennen!

  5. Selbstdenker

    Die Größenordnungen für das Jahr 2018 aus dem Global Carbon Atlas:
    http://globalcarbonatlas.org/en/CO2-emissions

    Territorial (MtCO2)
    1. China (9.839)
    2. United States of America (5.271)
    3. India (2.457)
    4. Russian Federation (1.647)
    5. Japan (1.188)
    6. Germany (798)
    7. Iran (686)
    8. South Korea (641)
    9. Saudi Arabia (633)
    10. Indonesia (584)

    49. Austria (70)

    Territorial per capita (tCO2/person):
    1. Quatar (40)
    2. Curacao: (33)
    3. Trinidad and Tobago (31)
    4. Kuwait (24)
    5. Bahrain (21)
    6. United Arab Emirates (21)
    7. New Caledonia (20)
    8. Saudi Arabia (19)
    9. Brunei Darussalam (18)
    10. Australia (17)

    30. Germany (9,7)

    43. Austria (7,9)

  6. Selbstdenker

    Selbst wenn man die Fragen außer Acht lässt, ob eine globale Durchschnittstemperatur überhaupt eine sinnvolle Messgröße ist, ob das Phänomen Klimawandel überhaupt negativ ist und wie groß der Anteil der Menschen daran ist, könnte man mit folgenden pragmatischen Maßnahmen das Thema weitgehend entschärfen:
    1. Verbesserung bei der Bewertung von Emissionszertifikaten
    2. Kopplung der Entwicklungshilfe an Programmen zur Familienplanung
    3. Aufforstung – speziell in Kanada und Russland
    4. Errichtung neuer, sicherer Atomkraftwerke – speziell in China, USA, Russland und Australien
    5. Umstieg von Kohle auf Erdgas
    6. Ausbau einer wettbewerbsfähigen Schieneninfrastruktur – speziell in den USA
    7. Energieeffizienz – speziell: Stromnetz und Wärmedämmung in den USA
    8. Breitbandausbau
    9. Gelder für Geschwätzstudien komplett streichen; mit den freiwerdenden Mitteln Forschungsprogramme für neue und sichere Technologien zur Energiegewinnung finanzieren
    10. Förderung dezentraler Energiegewinnung via Wind- und Solarenergie in der Dritten Welt

    Wenn man sich die Größenordnungen vor Augen hält, wird klar, dass Österreich verbrauchsseitig nur sehr begrenzt etwas zur CO2-Verminderung beitragen kann.

    Auf dem Gebiet der Forschung sowie der Vermarktung bestehender umweltfreundlicherer Technologien könnte Österreich aber recht gut punkten.

    Ich hoffe inständig, dass sich das Verhandlungsteam der ÖVP nicht von grünen Ideologen narren lässt. Man sollte sich immer folgende Frage vor Augen halten: geht es um Maßnahmen, die aus globaler Sicht einen spürbaren Netto-Nutzen stiften oder geht es um die ideologische Selbstverwirklichung von Kapitalismus-Hassern, ökofaschistischen Deindustrialisierern oder Erfüllungsgehilfen anti-westlicher Bigotterie?

  7. sokrates9

    Selbstdenker@Eine oekorelevante Steuerreform kann nur ideologische Ziele haben!Der Markt haelt nichts von Solar, Windenergie sonst waere die Preisguenstiger wie die klassischen Energien! Auch die Steuerreform wird den Autofahrern das Auto vermiesenund auf Massenverkehsmittel zwingen! Die EU Vorgaben koennen nur mit massiven verhaltensaenderungenden der Bevoelkerung erzielt werden!

  8. ethelred

    Danke für die gute Redimensionierung.
    Das Imperium der Einfalt beginnt zu wanken, die Argumentation der Grünbewegten osszilliert zwischen Lächerlichkeit und bullshit.
    Statt einer weltumfassenden Vergiftung des Planeten scheint es sich doch nur um eine Hirnhautentzündung der europäischen Hirnanteile der Welt zu handeln.
    In Europa als allgegenwärtiges wichtigstes Problem der Welt dargestellt, ist es beruhigend, dass die europäische Geisteskrankheit wahrscheinlich ein regional begrenztes Problem bleiben wird. Dem kann man recht unspäktakulär beikommen:
    Aufforstung, technischen Fortschritt bei recycling von Plastik, ähnlich wie mit Glas, Reduktion staatlicher Regularien, regionale bedarfsorientierte Familienplanung in beide Richtungen, liberale Entfaltungsmöglichkeiten für Leistungsträger, sinnvolle individuelle Ausbildung gemäß existentieller Attraktivität, Eignung und freiem Willen, Bildung mit positiven Fortschrittswerten. Lehre von Vernunft und Verantwortung.

    All das kostet weniger und bringt viel mehr als die hysterischen Klimahüpfer je bewirken werden. Zumal ihre krankhaften Angstphantastereien und die absurde Vorstellung des menschengemachten Weltuntergangs lediglich in ihren armen Gehirnen existiert.

    Die rhetorische Frage, ob die Grünen an ihre Hirngespinste glauben, wurde schon im 17.Jahrhundert vorraussehend durch ein Zitat beantwortet:
    “Alle menschlichen Laster sind dem Tadel zugänglich, jedermann darf sie laut angreifen, öffentlich verspotten; nur die Heuchelei ist eine privilegierte Sünde, ihre Hand schließt jeden Mund und sie genießt in voller Ruhe eine souveräne Straflosigkeit”. Moliere

  9. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Ein (handelbares) CO2-Verschmutzungszertifikat hat eher den Charaker einer Option und damit Kapital. Eine CO2-Steuer ist hingegen ein staatlich erzwungener Mittelabfluss ohne unmittelbare Gegenleistung.

    Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man für (vermeintliches) “Sündigen” über eine Verbrauchssteuer ausschließlich pönalisiert wird, oder ob man CO2-Verschmutzungszertifikate als Kapital größtmöglich nutzenstiftend einsetzen und – wenn man an großflächige Aufforstungen denkt – sogar aufbauen kann.

    Diese Frage kann man als eine Art Lackmustest für die Grünen verwenden: geht es ihnen um linke Ideologie oder um die Lösung einer Sachfrage?

    Falls es ihnen tatsächlich um die Lösung vom CO2-Thema und das Überleben der Menschheit geht, sind die sozialistischen Hirngespinste ökofaschistischer Prägung weder geeignet das eine noch das andere Ziel zu erreichen.

    Das Fehlen von Eigentumsrechten war nämlich eine der Hauptursachen für den exzessiven Raubbau an der Umwelt (Tragödie der Allmende) im ehemaligen Ostblock; dazu ein Buchtipp:
    Ecocide in the USSR: Health and Nature Under Siege von Murray Feshbach und Alfred Friendly

    So war der durchschnittliche Pro-Kopf Energieverbrauch in der DDR trotz erheblich niedriegeren Lebensstandard vor der Wende doppelt so hoch wie in der BRD.

  10. Wolfgang Rauh

    Im Straßenverkehr sterben pro Jahr weltweit zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen. Durch Atomunfälle sind bisher nachweislich einige Hundert gestorben. Das sind fast 4 Größenordnungen weniger und pro Jahr gerechnet mindestes 5 Größenordnungen. So viel zur Präzisierung von “deutlich geringer”.

  11. astuga

    Auch die Ansiedlung vom großen Menschengruppen in Industrieländern steht im Widerspruch zum Weltuntergangsszenario.
    Denn selbst wenn wir alle Maßnahmen setzen, dann vebrauchen diese Menschen bei uns mehr Energie und produzieren mehr CO2 als in ihren Herkunftsländern.
    Aber eine Kontrolle oder gar Verbot von Zuwanderung ist nichts mit dem die Linken, die UNO (Replacement Migration) und die Globalisten leben können, da nehmen sie lieber den Weltuntergang in Kauf…

  12. Johannes

    Klima – Ideologie – Parteiinteressen – Anarchie – Massenphänomen – Macht – NGO – Gesellschaftsumbau – DDR 2.0 und vieles vieles mehr ist in der Klimakatastrophen-Abduktion verpackt.

  13. Leitwolf

    Trotzdem bleibt die Sache im Kern nebulös. Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten. Entweder der “Klimawandel” ist real im Sinne von durch anthropogenes CO2 verursacht, oder es handelt sich eben um ein Lügenmärchen zur Umsetzung von ideologischen Zielen.

    In erstem Fall kann man die gewählten Mittel kritisieren, doch nicht die grundlegende Stoßrichtung. Im zweiten Fall gibt es nichts zu kritisieren, sondern nur den Schwindel aufzudecken.

    Was aber meist artikuliert wird, ist mehr oder minder Leugnung des Klimawandels gepaart mit Kritik an dessen Bekämpfung. Das macht aber logisch betrachtet wenig Sinn. Außer man ist sich zu bequem sich mit der Physik zu beschäftigen.

  14. Selbstdenker

    @Leitwolf:
    Das Thema “Klimawandel” ist – meiner Meinung nach mit Absicht – so definiert, dass man mit den Methoden der Wissenschaft nicht auf brauchbare Ergebnisse kommen kann. Dies in Kombination mit einer vom Ende her gedachten Auftrags”forschung” zur Interessensdurchsetzung mächtiger politischer, ökonomischer und medialer Akteure hat den Sophismus zum milliardenschweren globalen Geschäftsmodell gemacht.

    Der sogenannte Konsens von 97% der Wissenschaftler bezieht sich auf die Aussage, ob von Menschen verursachtes CO2 einen Anteil am Klimawandel hat. Es ist keine Aussage darüber wie groß dieser Einfluß ist und ob er überhaupt groß genug ist, um – zumindest theoretisch – in eine Katastrophe zu führen.

    In Bezug auf die Klimareligion würde ich mich selbst als Agnostiker bezeichnen.

    Meiner Meinung nach hat der Mensch einen kleinen Anteil an der Änderung vom Klima, das sich jedoch auch ohne ihn immer geändert hat und auch ändern wird. Ich behaupte, dass der menschliche Anteil durch natürliche Einflussgrößen und Rückkoppelungseffekte stark überlagert wird, so dass das gegenwärtige Emissionsniveau nicht in eine Katastrophe führen wird.

    Wir haben es hier mit einen hochkomplexen System zu tun, das sich langfristig und global ausgelegten Progrnosemodellen aufgrund weitgehend entzieht. Einen potentiellen Kipp-Punkt möchte auch ich nicht empirisch ermitteln, so dass eine Begrenzung der weltweiten CO2-Emissionen durchwegs Sinn macht.

    Zur Erreichung dieses Zieles wären die weiter oben von mir aufgeführten Maßnahmen mehr als ausreichend.

    Der ganze Alarmismus und die täglich neuen Verbotsforderungen bis hin zur Abschaffung von Marktwirtschaft und Demokratie haben aber nichts mit einer Sachfrage zu tun, sondern sind ein ungehemmter Griff nach Macht über andere und ihren Geldbeutel.

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